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Natur im erdgeschichtlichen Zusammenhang nähergebracht: Oberpfälzer Jura, Tal der Schwarzen Laaber und Burgruine Laaber vom BN erkundet

Gleich nach dem Ausstieg aus dem Zug ging es am Sonntag bei der Frühlings- Wanderung des Bund Naturschutz über einen typischen Magerwiesenhang des Oberpfälzer Jura über dem Tal der Schwarzen Laaber zu botanischen Höhepunkten: Naturführer Thomas Müller erläuterte die geologischen Bedingungen, die zur Entwicklung solcher spezieller Lebensräume für seltene Pflanzenarten wie kleines und Brand-Knabenkraut als Orchideenarten oder Kugelblume in erdhistorischen Zeiträumen führten. Dass Wacholdergehölze dazwischen erhalten sind, liege an der gezielten Beweidung der Trockenflächen mit Schafen, um eine Verbuschung zu vermeiden und diese offen zu halten. Dies sei ein Beispiel für einen Lebensraumtyp, dessen Erhalt auf schonende Eingriffe angewiesen sei und auf diese Art zur biologischen Vielfalt nicht nur an Pflanzen-, sondern auch auf hierauf spezialisierten Schmetterlingsarten beitrage. Mit vielen Einzelheiten zur Landschafts- und Besiedelungsentwicklung wusste Müller den Bogen von der Vorzeit bis zur heutigen Landschaftsgestalt zu schlagen. Die Exkursion führte über abwechslungsreiche Wege schliesslich hinunter ins Tal der Schwarzen Laaber, das mit imposanten Felswänden und Höhlen faszinierte.

Die Burgruine Laaber bildete den Schlusspunkt, bevor es von Laaber wieder umsteigefrei per Bahn nach Straubing ging. Mit dem Dank an den Referenten und die Teilnehmer verband 2. BN-Kreisvorsitzender Johann Meindorfer auch den Hinweis, dass im Sinne einer stabilen biologischen Vielfalt der Schutz verschiedenster Lebensraumtypen erforderlich sei, auch von solchen, in denen menschliche Eingriffe tabu sein müssten wie in Urwaldzonen des Nationalparks. Die Erkundung eines ebenso wichtigen Naturrefugiums steht als nächste Veranstaltung am 19.Juni im BN-Programm: ein landschaftsökologischer Streifzug für grosse und kleine Donaufreunde auf dern Donau-Insel bei Entau. Informationen zum gesamten Veranstaltungsprogramm gibt es beim Bund Naturschutz, Ludwigsplatz 14 (Eingang Albrechtsgasse), 94315 Straubing, Tel. 09421/2512, Fax 09421/963910 Mail straubing@bund-naturschutz.de, und im Internet unter www.straubing.bund-naturschutz.de ; Öffnungszeiten sind Montag bis Freitag von 9.00 Uhr bis 17.00 Uhr, Samstag bis 14.00 Uhr. Dort sind auch die Programmhefte der „BayernTourNatur“ für Niederbayern und die ganze Oberpfalz sowie die weiteren Regierungsbezirke und das gesamte BN-Bildungswerks-Jahresprogramm mit den Faltblättern „Vielfalt entdecken - Pflanzen am Wegesrand, Bäume und Sträucher“ im Infopaket „BayernTourNatur“ erhältlich.

Mit freundlichen Grüßen

Johann Meindorfer

2. Kreisvorsitzender