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BN: Nanotechnologie überzieht schleichend viele Lebensbereiche - neue Risiken für Mensch und Umwelt

Im Alltag lauern Gefahren durch Chemikalien  – Öko- Textilien halten Schadstoffe vom Körper fern

Dass die sogenannte Nanotechnologie mit ungeklärten Folgen für unsere Gesundheit verbunden ist, wird in einem Beitrag der Zeitschrift „Natur & Umwelt“ des Bund Naturschutz (BN) erläutert. Wie viele Nanoprodukte auf dem Markt sind, lässt sich nicht ermitteln. Eine Kennzeichnung und Registrierung ist nicht vorgeschrieben. Eine US- Datenbank verzeichnet aber bereits über Tausend Einträge zu Nanoprodukten: Sonnencremes und Haushaltsreiniger gehören genauso dazu wie Socken und Nahrungsergänzungsmittel. Gemeinsam ist all diesen Waren, dass sie künstliche Partikel in der Größenordnung von Milliardstel Metern enthalten. Die Hersteller machen sich zunutze, dass Stoffe in Nanogröße sich anders verhalten als größere Partikel gleicher chemischer Zusammensetzung. So sind Nanopartikel deutlich reaktionsfreudiger. In Organismen und in der Umwelt sind sie mobiler und stärker verfügbar. Selbst ihre Farbe kann sich auf Grund der geringen Partikelgröße ändern. Diese neuen Eigenschaften bergen allerdings auch neue Risiken für Mensch und Umwelt, vor allem da, wo Nanopartikel »verbrauchernah« in Lebensmitteln, Textilien oder Kosmetika Anwendung finden. Hier seien sie meist nicht fest im Material gebunden und könnten in die Umwelt entweichen. Dank ihrer geringen Größe gelangen sie leichter in den menschlichen Körper.

Im Alltag lauern Gefahren auch durch „herkömmliche“ Chemikalien, darüber gibt eine Broschüre des BUND mit dem Titel „Gib acht!“ Auskunft. Dass zum Beispiel in vielen Textilien etwa durch Pestizideinsatz beim Baumwollanbau oder durch synthetische Farbstoffe bedenkliche Chemikalien enthalten sind, sollte ein Grund sein, auf Produkte aus Bio-Baumwolle zurückzugreifen, die es vermehrt auf dem Markt gibt. Vor Pestiziden in Nahrungsmitteln aus der Intensiv-Landwirtschaft warnt der BUND ebenfalls: Reste der giftigen Spritzmittel bleiben auf den Früchten oder dem Gemüse haften, und die isst man dann mit. Viele dieser Pestizide seien aber nicht nur für Pflanzen oder Insekten giftig, sondern auch für die Menschen. Etliche krebsauslösende Pestizide sind zwar im Inland verboten, finden sich aber manchmal in Produkten aus dem Ausland. Aber es gebe auch bei uns erlaubte Spritzmittel, die als krebs- oder allergieauslösend im Verdacht stünden und in die Umwelt und ins Trinkwasser gelangten. Dem könne man durch Kauf von Produkten aus kontrolliert biologischer Erzeugung vorbeugen.

Das Infopaket Chemie & Nanotechnologie mit der BUND-Studie „NANO-Silber – der Glanz täuscht“ gibt es beim BN gegen Briefmarken oder Vorab-Überweisung von 3 € auf das BN-Konto 461251 bei der Sparkasse Niederbayern-Mitte, BLZ 74250000. Bestellung ist möglich unter Tel. 09421/2512, Fax 09421/963910 oder unter Email straubing@bund-naturschutz.de. Gegen Spende erhältlich sind die Broschüren bei Abholung beim Bund Naturschutz, Albrechtsgasse 3, 94315 Straubing, Öffnungszeiten sind Montag bis Freitag von 9 bis 16 Uhr, Samstag von 9 bis 14 Uhr. Auch der Flyer »Nanos überall – Nanotechnologie im Alltag« ist im Infopaket enthalten, ebenso wie unter www.bund.net/publikationen.

Mit freundlichen Grüssen

Johann Meindorfer