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Die (Arten-) Vielfalt als unsere Lebensgrundlage braucht Schutz

Artenschwund hat verheerende Auswirkungen

BN-Infopaket erklärt: Was bedeutet Biodiversität: „Naturschutz ist die beste Lebensversicherung“

»Biodiversität« als biologische Vielfalt der Gene, Arten und Ökosysteme ist sehr komplex, informiert der Bund Naturschutz (BN): Arten verschwinden heute in einem noch nie dagewesenen Tempo. Bereits heute wissen wir bei etlichen Arten, dass ihr Ausfall ganze Nahrungsketten und Ökosysteme verändert hat. „Wir wissen, dass das Aussterben der Korallenriffe unmittelbar bevorsteht und welche verheerenden Wirkungen dies auf andere Arten der Meere hätte. Wir wissen, dass unser Lebensstil und die 40 Millionen in Deutschland lebenden Rinder und Schweine den Import von jährlich Millionen Tonnen an Soja und anderen Futtermitteln verursachen und damit zum Artensterben und Klimawandel beitragen. Wir wissen, dass Arten ausgestorben sind, bevor die Geheimnisse besonderer Wirkungsstoffe für die An -

wendung in der Medizin gelüftet werden konnten,“ gibt BN-Landesvorsitzender Prof. Dr. Hubert Weiger in einem Beitrag der Zeitschrift „Natur & Umwelt“ zu bedenken. Diese ist Teil eines BN-Infopaketes Biodiversität, das weiter eine Broschüre „Biologische Vielfalt – die Grundlage unsere Lebens“ enthält; der Beitrag ist auch im Internet unter www.bund-naturschutz.de/magazin.html abrufbar.

Die Erkenntnis, dass der Erhalt der biologischen Vielfalt neben dem Klimawandel die größte Herausforderung unserer Menschheit darstellt und wir uns ihren Verlust alleine aus ökonomischen Gründen nicht leisten können, beginne zu wachsen. Auch die Initiativen hierfür werden mehr, zumindest auf dem Papier. Weltweit haben 190 UN-Mitgliedstaaten

die »Biodiversitätskonvention« unterschrieben und sich darin verpflichtet, den Rückgang der Artenvielfalt zu verlangsa-men. Die Staats- und Regierungschefs Europas haben sich 2001 dazu verpflichtet, bis 2010 den Rückgang der biologi-schen Vielfalt in Europa aufzuhalten. Die Bundesregierung hat 2007 eine Biodiversitätsstrategie verabschiedet. Und auch das bayerische Kabinett hat im Frühjahr 2008 eine Biodiversitätsstrategie beschlossen. Eine erste Bilanz für die eh schon nicht sehr ambitionierte bayerische Strategie fällt nach einem Jahr nicht sehr positiv aus, so vergleicht der BN einige Ziele der Strategie mit der Realität: Trotz Ziel: »Minimierung der Inanspruchnahme von Grund und Boden.« nimmt der Flächen-verbrauch für Siedlung und Verkehr, in Bayern nicht ab, trotz Wirtschaftskrise hat er von 2007 auf 2008 noch einmal zugenommen, auf 16,4 Hektar pro Tag. In ganz Bayern werden großflächige Zerstörungen realisiert oder unvermindert

geplant. Weder die Isental-Autobahn A 94 noch die dritte Startbahn am Flughafen München oder der Donauausbau

wurden ad acta gelegt. »Bis zum Jahre 2020 soll die biologische Vielfalt in Agrarökosystemen wieder deutlich erhöht werden,« lautet ein weiteres Ziel. Aber: Wiesen wurden gerade im letzten Jahr sogar in europäischen Schutzgebieten in großem Umfang in Äcker umgewandelt. Wie jeder und jede etwas so ganz nebenbei zur Umsetzung der Ziele der Biodiversitätsstrategien für das Netzwerk des Lebens beitragen kann, erfährt man in diesem Infopaket unter dem Motto

„Naturschutz ist die beste Lebensversicherung“.

Das komplette Infopaket inclusive der Faltblätter und Broschüren „Wildnis für uns“ und „Ein Rettungsnetz für die Wildkatze“ sowie „Biologischen Vielfalt“ gibt es gegen Spende beim Bund Naturschutz, Ludwigsplatz 14 (Eingang Albrechtsgasse), 94315 Straubing, Tel. 09421/2512, Fax 09421/963910, Mail straubing@bund-naturschutz.de. Das Infopaket wird gegen einen Kostenbeitrag von  5 € als Schein oder in Briefmarken oder gegen Vorabüberweisung  auf das Konto 461251 des BN, Sparkasse Niederbayern-Mitte, BLZ 74250000 mit vollständiger Absenderangabe auch gerne  zugesandt.  Die Öffnungszeiten beim BN sind von Montag bis Freitag von 9 bis 17 Uhr,  Samstag von 9 bis 14 Uhr.