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BN- Vorstand: Wasser-Rahmenrichtlinie auch auf Gemeindeebene ernst nehmen und umsetzen

Über den Stand der Wasser-Rahmenrichtlinie (WRRL) der EU berichtete BN-Kreisvorsitzender Andreas Molz bei der Vorstandssitzung der Kreisgruppe. Mit der Richtlinie soll der ökologische Zustand der Gewässer bewertet und durch geeignete Massnahmen verbessert werden. Es fehle aber bereits an der Grundlagenerhebung des derzeitigen Zustandes vieler Fliessgewässer, was laut Wasserwirtschaftsamt mit zu wenig Personal für diese Aufgabe zusammenhänge. Dass unter diesen Umständen eine zeitgerechte  Umsetzung der Ziele erreicht werden könne, bezweifelte Molz, der auch bedauerte, dass diese bei den sogenannten Gewässern III.Ordnung ohnehin nicht verpflichtend gehandhabt werde. Der BN-Kreisvorstand fordert, dass die Ziele der Wasser-Rahmenrichtlinie auf allen Ebenen und damit auch in den Gemeinden bestmöglich umgesetzt werden. Dabei müssten insbesondere bei der gemeindlichen Bauleitplanung, wenn also neue Wohn-, Sonder- oder Gewerbegebiete ausgewiesen werden, die vorhandenen beeinträchtigten Gewässer im Vorhabensbereich entsprechend der Vorgaben der EU- WRRL renaturiert und in einen  guten ökologischen Zustand versetzt werden.

Spezialisten für Pilze, Pflanzen, Schnecken und Vögel waren beim GEO-Tag der Artenvielfalt auf der  Donau-Insel bei Entau zu Wasser und zu Land im Weichholzauwald und am Kiesstrand zu Gange, um den Artenbestand zu erfassen und zu bestimmen, berichtete Molz weiter. Der Förster Peter Zach befasste sich mit der Vogelwelt, die mit drei Buntspecht- und einem Grünspecht-Revier, ca. 25 Starenpaaren und einer Wespenbussard-Brutstätte ein „Highlight“ an der Donau im Landkreis darstelle. Gehäuse der Donaukahnschnecke, einer nur in der freifließenden Donau vorkommenden Schneckenart, gehörten zu den interessanten Funden des Schnecken- und Muschelexperten Manfred Colling aus Unterschleißheim. Der Pilzkundler Dr. Max Kronfeldner  erkundete die Pilze, die auf der Insel überwiegend im Totholz leben. Die Pflanzenwelt der regelmäßig überschwemmten  Weichholzaue mit ihren Stromtalpflanzen wurde vom Straubinger Botaniker Wolfgang Diewald aufgenommen.

BN-Kreisvorsitzender Andreas Molz unterstützte die Experten beim GEO-Tag auf der Entauer Insel, über den der Bayerische Rundfunk in der Abendschau berichtete. Die genauen Ergebnisse werden nach Auswertungen der Funde im Internet unter „GEO-Tag der Artenvielfalt 2009“ veröffentlicht.

Man zeigte sich erfreut, dass sich der Wert der Insel, die zum Teil dem Straubinger Bund Naturschutz gehört, in einer großen Artenvielfalt und dem Vorkommen hochbedrohter Arten widerspiegelt und plädierte für den Schutz des „bayerischen Amazonas“.