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19.11.2009 Bepflanzungsflächen bei Photovoltaikanlage zur dauerhaften Aufwertung der Landschaft nutzen

Leserbrief zum Artikel vom 17.11.2009 "Pflanzarbeiten für die zweitgrößte Solaranlage der Welt startete"

Der Bericht schildert den Beginn der notwendigen Bepflanzung bei der Photovoltaikanlage Strasskirchen-Gänsdorf. Damit diese neu geschaffenen Grünstrukturen der ziemlich ausgeräumten intensiv agrarisch genutzten Landschaft des Gäubodens dauerhafte Aufwertung verschafft, müsste auch bereits jetzt von der  Gemeinde mit dem Betreiber verhandelt und festgelegt werden, dass Teile dieser neuen Gehölzpflanzungen dauerhaft enthalten werden. Sonst werden wir in 20 bis 30 Jahren nach Aufgabe der Photovoltaiknutzung Pressemeldungen lesen müssen, dass umfangreiche zusammenhängende und inzwischen zu hoher ökologischer Wertigkeit herangewachsene Gehölzstreifen gerodet und die mit grossem Aufwand angelegten Pflanzflächen dem Erdboden gleichgemacht werden. Vielleicht wird es dann auch Leserbriefe geben von Menschen, die sich fragen, wieso es erlaubt und möglich sei, dass man so wertvolle Natur- und Landschaftsbestandteile einfach vernichtet. Man wird darauf verweisen, dass man doch „damals“ im Jahr 2009, schon hätte Sorge dafür tragen müssen, dass es nicht zu dieser umfangreichen Naturzerstörung kommen kann. Schliesslich enthielten – so wird man recherchieren – schon im Jahr 2009 der gültige Regionalplan und die Landschaftspläne das Ziel der Durchgrünung der Agrarlandschaft mit linearen Gehölzstrukturen und die „Schaffung ökologischer Ausgleichsflächen in landwirtschaftlich intensiv genutzten Gebieten, insbesondere südlich der Donau“. Und dieses Ziel war nicht nur auf 20 bis 30 Jahre angelegt…

Wer wird wie die Fragen in 20 bis 30 Jahren beantworten? Vielleicht so: „Ja, seimoijs, da hat da no neamad dro denkt, und d´Regierung hat ja aa nix dagleicha do, dass´s des g´regelt hätt. Und etz heijft´s hoit aa nimmer.“

Heute wäre dafür zu sorgen, dass solche Fragen, solche Enttäuschung oder Empörung in 20 bis 30 Jahren nicht auftauchen müssen. Indem die Gemeinde - vielleicht mit fördernder Unterstützung durch Landratsamt und Regierung – schon durch Vereinbarungen mit dem Betreiber oder durch öffentlichen Erwerb sicherstellt, dass ein angemessener Anteil dieser bepflanzten Flächen auch über die Nutzungsdauer der Photovoltaikanlage hinaus dauerhaft Bestand haben sollen.

Daher der Appell an die Verantwortlichen und Zuständigen: Ergreifen Sie die dazu nötigen Massnahmen, jetzt und heute und schaffen Sie damit die Grundlagen für ein ohnehin nach bestehenden Planungsvorgaben erforderliches Biotopverbundsystem mit langfristigem Bestand!

Bund Naturschutz

Kreisgruppe Straubing-Bogen

Johann Meindorfer, 2. Kreisvorsitzender