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BN bietet Tipps zum gesundheits – und umweltfreundlichen Bauen

Chemische Belastungen aussen vor lassen - Schutz von Freiflächen in der Bauleitplanung – urbane Lebensräume erhalten und fortentwickeln - CARMEN-Fachgespräch „Ökologisch Bauen mit nachwachsenden Rohstoffen“ am Mittwoch, 8. Juni ab 19 Uhr im NAWARO-Kompetenzzentrum


Tipps zum Umweltfreundlichen Bauen und zur Vermeidung von gesundheitlich bedenklichen Baustoffen, zu  umweltverträglichen Baustoffe wie z.B. Dämmstoffen aus Altpapierschnitzeln oder Holzfasern, zu den Grundsätzen energiesparender flächen- und ressourcenschonender Bauweisen hat der Bund Naturschutz (BN) in einem Infopaket „Umweltgerechtes Bauen“ zusammengestellt. Dass umweltfreundliches Bauen zu allererst auch Bauen bedeutet, wird dort ebenso angesprochen, wie. Diese betreffen nicht nur die Wahl der Heizungsart – etwa Brennwertkessel, die mit dem  „Blauen Engel“ ausgezeichnet sind, sondern auch die Wahl der  entsprechenden Wärmeschutzverglasung. Unter dem Motto „Lass die Sonne in Dein Haus“ sind auch BN-Infoblätter zur Solarenergie-nutzung und zur Wärmedämmung enthalten. Auch liegt eine aktuelle Einladung bei zu einem CARMEN-Fachgespräch „Ökologisch Bauen mit nachwachsenden Rohstoffen“ am Mittwoch, 8. Juni ab 19 Uhr im NAWARO-Kompetenzzentrum in der Schulgasse 18 in Straubing. Dieses ist bei Zugankunft aus Richtung Passau/Plattling sowie Neumarkt/Regensburg jeweils um 18:26 Uhr ab dem Bahnhof mit dortiger Abfahrt der Stadtbuslinien 2 bzw. 4 um 18:34 bzw. 18:36 Uhr über die Haltestellen Stadtwerke bzw. Jugendzen-trum erreichbar, zurück kann man in rund  15 Minuten Fußweg, weitgehend am Allachbach entlang zum Bahnhof  Straubing gelangen. 

Besorgnis erreget beim BN die fast ungebremste Zunahme an Siedlungs- und Verkehrsflächen, wozu ein Positionspapier Ursachen des Flächenverbrauchs in den Bereichen Wohnen, Gewerbe und Industrie sowie im Verkehrsbereich aufführt Grund und Boden soll laut § 1a Abs. 2 des Baugesetzbuches sparsam und schonend umgegangen werden; dabei sind ...Bodenversiegelungen auf das notwendige Maß zu begrenzen, zitiert der BN dazu die Rechtslage. Auch entsprechend von  Schreiben des Bayerischen Staatsministers des Innern soll „die Versiegelung von Freiflächen möglichst gering gehalten werden. ... Bodenversiegelungen sind ... auf das notwendige Maß zu begrenzen.“ Demnach sind auch „die planerischen Mittel, durch die die zusätzliche Bodenversiegelung aus das notwendige Maß begrenzt wird, darzulegen“. Dem werde die Praxis der Bauleitplanung noch viel zu selten gerecht. Die Bedeutung von freier Landschaft und von land- und forstwirtschaftlichen Flächen untermauert die Notwendigkeit umzusteuern.“. 

Die Verbauung zusätzlicher neuer Flächen an Ortsrändern sei mit den Zielvorgaben des Landesentwicklungsprogrammes nur vereinbar, wenn diese mit einem verdichteten Bebauungskonzept erfolgt, das auch den Umfang der erschliessenden Verkehrsanlagen (Strassen, strassenbegleitende Fusswege …) minimiert, die mit steigender Grundstücksgrösse – ob überbaut oder nicht – unvertretbar mit ansteigen. Diese Wirkungen können auch durch Massnahmen wie begleitende Grünstreifen nicht kompensiert werden, mahnt der BN. Zu einer flächensparenden Bauweise gehöre auch, dass gewerbliche Gebäude nicht nur eingeschossig wie die typischen Discounter Flachbauten errichtet  werden, sondern je nach städtebaulichem Umfeld mit Obergeschossen ausgestattet würden, die auch mit Gewerbe – bzw. Verkaufsflächen, Sozialräumen, Büros, Kanzleien, Praxen oder aber Wohnflächen genutzt werden und somit an anderer Stelle zusätzliche Flächeninanspruchnahme vermieden wird. Der Erhalt der Versickerungsfähigkeit von Flächen diene auch der Grundwasserneubildung und dem Schutz vor Hochwasser, weil Niederschlagswasser dadurch nicht so umfangreich und schnell in oberirdische Gewässer abfliesst. Deshalb sei es ein Muss, die versickerungsfähige Gestaltung aller privaten Verkehrsflächen und aller betrieblichen Verkehrs- Lager- und Stellflächen, sofern dort kein Umgang mit wassergefährdenden Substanzen erfolgt, verbindlich vorzugeben.Dass Stadt und Natur kein Gegensatz sein müssen, wie sich Naturschutz in der Stadt, im urbanen Umfeld und in besiedelten Gebieten in die Tat umsetzen lässt und dass der Erhalt städtischer Grünstrukturen auf eine flächenschonende Siedlungsentwicklung angewiesen ist, erfährt man im Infopaket „Umweltgerechte Flächennutzung“ des BN: dass alte Obstgärten, Alleen, Baumreihen, Heckenstrukturen Blumenwiesen und Parkanlagen in Siedlungsgebieten wertvolle Beiträge zur menschlichen Lebensqualität aber auch zur biologischen Vielfalt der Gene, Arten und Ökosysteme leisten, ist demnach ein wichtiger Grund für ihren Schutz vor Zerstörung. Auch Trockenmauern und nicht verfugte Natursteinmauern ebenso wie naturnahe oder renaturierte Bäche und Teiche mit strukturreichen Uferbereichen stellen wertvolle Lebensräume in besiedelten Bereichen dar. Wichtige Beiträge zu einem ökologisch hochwertigen Lebensumfeld in Städten und Dörfern leistet auch eine naturnahe Gartengestaltung, die solche Biotopelemente „im Kleinen“ aufgreift und Lebensraum für verschiedene Vogelarten, Igel, Eidechsen oder aber durch vielfältiges Blüten- und Futterpflanzenangebot für Schmetterlinge und deren Raupen anbietet. 

Das komplette Infopaket „umweltgerechtes Bauen“ gibt es beim Bund Naturschutz, Albrechtsgasse 3, 94315 Straubing, Tel. 09421/2512, Fax 09421/963910, Mail  straubing@bund-naturschutz.de. Gegen einen Kostenbeitrag von  5 € als Schein oder in Briefmarken oder gegen Vorabüberweisung  auf das Konto 461251 des BN, Sparkasse Niederbayern-Mitte, BLZ 74250000 mit vollständiger Absenderangabe und Stichwort „IP Bauen“ wird es auch gerne zugesandt.  Die Öffnungszeiten beim BN sind von Montag bis Freitag von 9 bis 16 Uhr, Samstag von 9 bis 14 Uhr.
Mit freundlichen Grüssen
Johann Meindorfer