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BN will auf flächensparende Bauweisen für Hochschule, JVA-Sicherungsverwahrung und Park- & Ride am Bahnhof - Freistaat, Staatliches Bauamt Passau und Stadt als Vorbilder gefordert

Gerade bei den in der Stadt Straubing anstehenden staatlichen und staatlich-städtischen öffentlichen Bauvorhaben zum Ausbau des Wissenschaftsstandortes sowie Sicherungsverwahrung auf dem JVA-Gelände soll wie bei allen Bauvorhaben den Erfordernissen von Flächenressourcenschonung und damit einer flächensparenden angemessen verdichteten Bauweise Rechnung getragen werden. Dafür plädiert der Bund Naturschutz in einem Brief an das Staatliche Bauamt Passau, die Mandatsträger und Ämter der   Stadt Straubing und die Bayerischen Staatsministerien für Wissenschaft, Forschung, Kunst sowie der Justiz. Mit Grund und Boden soll laut § 1a Abs. 2 BauGB sparsam und schonend umgegangen werden; dabei sind ...Bodenversiegelungen auf das notwendige Maß zu begrenzen, zitiert der BN. Auch laut Strategie zum Erhalt der biologischen Vielfalt in Bayern der Bayerischen Staatsregierung sei die Minimierung der Inanspruchnahme von Grund und Boden erforderlich.  

Und die umfassende Beachtung dieser gesetzlichen und unter gesetzlichen Vorgaben sei umso mehr in Bereichen erforderlich, in denen naturschutzfachlich wertvolle Flächen betroffen sind, wie am Peterswöhrd im Übergang zur Donauaue, wo die neuen hochschulischen Einrichtungen geplant sind. Um eine flächen- und damit naturraumsparende angemessen verdichtete Bauweise zu erreichen, hält der BN dort ein Mindestmaß an Höhenentwicklung und dabei mindestens dreigeschossige Bebauung (E +II) erforderlich, die darüber hinaus dem urbanen Umfeld entsprechen und die zentralen Funktionen des Areals unterstreichen würde. Im Hinblick auf künftige - aus regionalplanerischer und stadtentwicklungspolitischer Sich wünschenswerte - Erweiterungen der Wissenschafts- und Hochschuleinrichtungen sollen die Gebäude dabei auch aus statischer Sicht für eine spätere Aufstockung geeignet ausgerichtet werden. Gleichermaßen gelten diese Erfordernisse für die mit dem Vorhaben verbundenen Parkplatzflächen. Jedenfalls müsse die Bebauung des Geländes so erfolgen, dass Eingriffe in vorhandene
Grünstrukturen sowie in den potentiellen Überschwemmungsbereich/Retentionsraum der Donau vermieden bzw. auf das wirklich erreichbare geringstmögliche Maß beschränkt und naturschutzfachlich wertvolle Flächen weitestgehend geschont werden und bei wirklich unabweisbaren Eingriffen für einen angemessenen Ausgleich gesorgt wird. Dies sei auch durch die einschlägigen naturschutzrechtlichen Regelungen gefordert. 


Auch wenn bereits zur JVA gehörende Flächen der dortigen Anstaltsgärtnerei für die Sicherungsverwahrung überbaut werden, sei die Minimierung des Flächenverbrauchs und der Flächenversiegelung durch eine flächen- und damit naturraumsparende angemessen verdichtete Bauweise geboten. Dazu sollte eine der Bebauung im Umfeld durchaus entsprechende Höhenentwicklung mit einer mindestens dreigeschossige Bebauung (E +II) erfolgen, die darüber hinaus mit weniger einzelstehenden, dafür aber kompakteren Baukörpern den Energieaufwand für die Gebäudeheizung minimieren könnte.

Bei der Schaffung von Park- & Ride-Anlagen am Bahnhof solle ebenso dem Erfordernis eine flächensparenden Bauweise mindestens dadurch Rechnung getragen werden, dass die Parkplatzflächen mit einer mindestens zweigeschoßigen Bauweise mit übereinander angeordneten Parkdecks angeordnet werden, um die insgesamt dafür benötigte Grundfläche zu minimieren. "Eine kompaktere Anordnung als Parkdeck reduziert auch die fuß läufig zurückzulegende Entfernung zu den Bahnsteigen, weil die bei rein ebenerdiger Bauweise weiter entfernt anzuordnenden Parkplätze näher an den Bahnhof gerückt werden können," so 2. BN-Kreisvorsitzender
Johann Meindorfer. Für Park- & Ride-Anlagen in einer flächensparenden Bauweise in Form von Parkdecks gebe es sowohl in größeren, gleichgroßen und sogar kleineren Städten funktional gelungene Lösungen, die auch mit architektonischen Mitteln natürlich noch stadtbildfreundlicher zu gestalten
sind. Um die Erreichbarkeit des Bahnhofs entscheidend zu verbessern, sollten zudem die südlich gelegenen Stadtbereiche über das expandierende Einkaufszentrum Gäubodenpark mit Ärztezentrum  an den Bahnhof angebunden
werden. 

Mit freundlichen Grüssen
Johann Meindorfer