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BN an Bayerns Minister Zeil und Söder: Hindernisse für Solarpark Straubing-Harthof aus dem Weg räumen!

Vorranggebiet für den Lehmabbau darf umweltverträgliche Stromerzeugung mit Photovoltaikanlagen nicht verhindern

Der Kreisvorstand des Bund Naturschutz (BN) fordert in drei Anschreiben an Politiker, die Hindernisse für den Solarpark Straubing-Alburg/Harthof aus dem Weg räumen, damit die Chance zur Erzeugung umweltverträglicher erneuerbarer Energien sowie der ökologischen Aufwertung der Agrarlandschaft im Bereich Straubing-Harthof vollumfänglich genutzt werden kann. Das bestehende Vorranggebiet für den Lehmabbau dürfe die umweltverträgliche und energieeffizienteste Stromerzeugung mit Photovoltaikanlagen nicht verhindern, die eine sinnvolle, notwendige und raumverträgliche Nutzung der Flächen darstelle, so die Begründung in Richtung des Regionalen Planungsverbandes Donau-Wald sowie der Bayerischen Staatsminister  für Wirtschaft, Infrastruktur, Verkehr und Technologie, Martin Zeil (FDP) und für Umwelt und Gesundheit , Markus Söder (CSU). Das gelte auch für die erlassenen Einschränkungen der Nutzung von bisherigen Ackerflächen für Photovoltaik. Diese zu revidieren sei nicht zuletzt wegen der Atom-Krise und des drohenden Klimawandels ein dringendes Erfordernis und mit dem Bau neuer Anlagen sollten und könnten weitere Ziele der Landschaftsplanung, die Durchgrünung der Agrarlandschaft und den Schutz des Grundwassers mit umgesetzt werden, erklärt 2. BN-Kreisvorsitzender Johann Meindorfer. Dies gelte auch für die Vorgaben des Landesentwicklungsprogramms zur dauerhafte Sicherung und Wiederherstellung der Naturgüter Boden, Pflanzen- und Tierwelt, zur Sicherung von Lebens- und Teillebensräumen wild lebender Pflanzen und Tiere und der Weiterentwicklung zu Biotopverbundsystemen. Damit auch die Ziele des Regionalplanes „Schaffung ökologischer Ausgleichsflächen in landwirtschaftlich intensiv genutzten Gebieten, insbesondere südlich der Donau und des bestehenden Landschaftsplanes zur Aufwertung des Gebietes entsprochen wird, muss nach Überzeugung des BN ein möglichst grosser Teil der vorgesehenen Gehölzpflanzungen zur Eingrünung der Photovoltaikanlagen dauerhaft auch über die Betriebsdauer der Anlage hinaus unter Einbindung in ein Biotopverbundsystem erhalten werden. Es wäre nicht nachvollziehbar, wenn Gehölze nach nur 30 Jahren wieder entfernt werden dürften, wenn sie durch ihr höheres Alter und höheren Wuchs einen höheren ökologischen Wert als die Neuanpflanzung hätten. Dies würde eine Verschwendung der finanziellen und natürlichen Ressourcen darstellen, die für eine nur übergangsweise Bepflanzung aufgewendet würden, ohne dass ein dauerhafter – und für den Lebensraum steigender - Wert erhalten wird. Wenn diese Punkte erfüllt werden, die auch grossenteils durch die städtischen Behörden in die  Bebauungplanunterlagen eingearbeitet wurden, wäre nach Überzeugung des BN  die Verwirklichung des Solarparks ein entscheidender Beitrag für das Gemeinwohl. Ideologische Blockaden mit sachlich nicht zu rechtfertigenden Argumenten wie denen eines Vorranggebiets für den Lehmabbau, das in den nächsten 100 Jahren in dieser Ausdehnung niemand brauche, müssten gelöst werden, wenn die Verantwortlichen noch einen Rest an Glaubwürdigkeit in der Umwelt- und Energiepolitik für sich bewahren wollen, so Meindorfer.

Mit freundlichen Grüssen

Johann Meindorfer

2. Kreisvorsitzender