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„Faire Milch – Hoffnungsschimmer für Bauern“

Fair, Gentechnikfrei, Bio und Regional wäre für Agrarerzeugnisse optimal

Da die bäuerliche Landwirtschaft nur mit fairen Preisen überleben und tier- und umweltgerecht produzieren kann, ist dem Bund deutscher Milchviehhalter der Erfolg zu gönnen, in einigen Regionen faire Abnahmepreise für die Milch seiner Mitglieder erstritten und ausgehandelt zu haben. Dass Billig-Nahrungsmittel nur aus ausbeuterischer naturschädlicher  Massenproduktion und tierquälerischer Massentierhaltung stammen können, sollte von deren Kauf abhalten, auch wenn Bayerns Landwirtschaftsminister Helmut Brunner zur „Woche der Bayerischen EG und Vieh“ durch die Lande zog, im Schlepptau einen Mitarbeiter der Bayerischen Landesanstalt für Tierzucht, mit der Empfehlung zu mehr Masse für steigenden Fleischbedarf: „da macht´s die Masse, denn ein Maststall sollte schon 40000 Plätze haben.“

Die niedrigen Milchpreise der letzten Monate haben viele bayerische Milchbauern in Existenznöte gebracht und führen zu einer kontinuierlichen Industrialisierung der Landwirtschaft. Dumpingpreise für Milch und Butter gefährden die Bewirtschaftung von Wiesen und Weiden und machen auch Bayerns Natur- und Kulturlandschaft ärmer. Deswegen begrüßt der Bund Naturschutz die neue „faire Milch“, wenn diese garantiert gentechnikfrei erzeugt wird, als Schritt in die richtige Richtung.  

 Wie für alle Agrarerzeugnisse von Gemüse, Obst, Getreide und Fleisch gilt aber auch für Milch und Milchprodukte: Die Merkmale „fair“, „gentechnikfrei“, „Bio“ und „Regional“ wären für Agrarerzeugnisse optimal. Sie sollten Leitlinie für VerbraucherInnen beim Einkauf sein. In deren eigenem Interesse.

Bund Naturschutz Kreisgruppe Straubing-Bogen

Johann Meindorfer        Stellv. Kreisvorsitzender

Ludwigsplatz 14, 94315 Straubing