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BN-Kreisvorstand: Keine Laufzeitverlängerungen für Atomkraftwerke!

Wasser-Rahmenrichtlinie auch auf Gemeindeebene ernst nehmen und umsetzen - 177 Arten beim GEO-Tag der Artenvielfalt auf der  Donau-Insel bei Entau gefunden

Atommeiler seien zudem unflexible und träge Großkraftwerke, die nicht in ein zukunftsfähiges Stromversorgungssystem passen würden, urteilte der Bund Naturschutz-Kreisvorstand. Wenn Atomkraftwerke länger am Netz blieben, dann bremsten sie den Ausbau der erneuerbaren Energien.

Hinzu komme, dass die meisten Atomkraftwerke nicht gegen Flugzeugabstürze oder Terrorattacken gesichert seien. Angesichts dieser Risiken sei es unverantwortlich, gerade für ältere Atomkraftwerke Laufzeitverlängerungen zu fordern. Die kommende Bundestagswahl entscheide über den künftigen Kurs Deutschlands in der Energie- und Atompolitik. Und die Frage des Atomausstiegs sei für ein Drittel der Wählerinnen und Wähler ein wichtiges Entscheidungskriterium bei der Wahl. „Wählen wir die Atomkraft ab, entscheiden wir uns für eine zukunftssichere und atomstromfreie Energiepolitik“, so der BN-Vorstand.

Über den Stand der Wasser-Rahmenrichtlinie (WRRL) der EU berichtete BN-Kreisvorsitzender Andreas Molz bei der Vorstandssitzung der Kreisgruppe. Mit der Richtlinie soll der ökologische Zustand der Gewässer bewertet und durch geeignete Massnahmen verbessert werden. Es fehle aber bereits an der Grundlagenerhebung des derzeitigen Zustandes vieler Fliessgewässer, was laut Wasserwirtschaftsamt mit zu wenig Personal für diese Aufgabe zusammenhänge. Dass unter diesen Umständen eine zeitgerechte  Umsetzung der Ziele erreicht werden könne, bezweifelte Molz, der auch bedauerte, dass diese bei den sogenannten Gewässern III.Ordnung ohnehin nicht verpflichtend gehandhabt werde. Der BN-Kreisvorstand fordert, dass die Ziele der Wasser-Rahmenrichtlinie auf allen Ebenen und damit auch in den Gemeinden bestmöglich umgesetzt werden. Dabei müssten insbesondere bei der gemeindlichen Bauleitplanung, wenn also neue Wohn-, Sonder- oder Gewerbegebiete ausgewiesen werden, die vorhandenen beeinträchtigten Gewässer im Vorhabensbereich entsprechend der Vorgaben der EU- WRRL renaturiert und in einen  guten ökologischen Zustand versetzt werden.

Spezialisten für Pilze, Pflanzen, Schnecken und Vögel waren beim GEO-Tag der Artenvielfalt auf der  Donau-Insel bei Entau zu Wasser und zu Land im Weichholzauwald und am Kiesstrand zu Gange, um den Artenbestand zu erfassen und zu bestimmen, berichtete Molz weiter, es wurden insgesamt 177 Arten gefunden.

 Mit freundlichen Grüssen

Johann Meindorfer

2. Kreisvorsitzender