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BN begrüsst Wiedernutzung bereits bebauter Flächen beim Bebauungs- und Grünordnungsplan Mayr-Gelände II

Gehölzbestände entlang der Mahkornstrasse erhalten! Energieversorgung durch Biomasseheizkraftanlagen mit energieeffizienter Kraft-Wärme-Kopplung und Anschluss an Nahwärmenetz

Die Ziele und Grundzüge der Planung mit Wiedernutzung bereits bebauter Flächen für innenstadtnahe Gewerbe-, Misch- und Wohnzwecke auf dem brachliegenden Mayr-Gelände an der Mahkornstrasse rund um die alte Kraftzentrale begrüsst der Bund Naturschutz (BN) in einer Stellungnahme zum ausgelegten Bebauungsplanentwurf an die Stadt Straubing. Dabei hebt er die unterirdische Anordnung eines Teils der vorgesehenen Parkplätze als Tiefgarage und die Anbindung des Gebietes durch eine Geh- und Radwegebeziehung unter der Bahnlinie hindurch Richtung Geiselhöringer Strasse / Innenstadt als wichtige Erfordernisse hervor. Auch die Anordnung eines Quartiersplatzes mit Mischverkehr wird als erforderlich und sachgerecht begrüsst. Um eine flächensparende Bauweise zu erreichen, solle im Bereich der zugelassenen dreigeschossigen  Bebauung diese Geschossanzahl auch tatsächlich realisiert und damit voll ausgenutzt werden.

Die entlang der Mahkornstrasse und im Westen vorhandenen Gehölzbestände mit einzelnen grösseren Bäumen sollen nach Beurtielung des BN erhalten bleiben, soweit es sich um standortgerechte Gehölze handelt und in die Ein- und Durchgrünung des Gebietes integriert werden, da sie als Bestand mittleren Alters als ökologisch wertvoller anzusehen sind, als Neupflanzungen, die ihre ökologisch positiven Wirkungen nach einer längeren Wachstumszeit entfalten können. Der geplante Fussweg entlang der Mahkornstrasse könne dazu auch auf der Nordseite des Gehölzstreifens geführt werden, so 2. BN-Kreisvorsitzender Johann Meindorfer. Für anfallendes Dachflächenwasser soll die Nutzung mittels ausreichend dimensionierter Regenwasserzisternen für Freiflächenbewässerung und Toilettenspülung sichergestellt werden, dies sei zum Schutz des Schutzgutes Wasser erforderlich und geboten. Die Regenwassernutzung diene sowohl der Einsparung von aufwendig aufbereitetem Trinkwasser für diese Zwecke, als auch der Entlastung des Allachbachs vor der Zuführung weiterer Wassermengen in niederschlagsreichen Zeiten und damit der Vermeidung zusätzlicher Hochwasserspitzen. Für die Betreiber von Regenwasserzisternen mit Brauchwassernutzung solle die Stadt generell eine Befreiung von einem entgegenstehenden Benutzungszwang der öffentlichen Wasserversorgung erteilen, ohne dass eine Antragstellung der einzelnen Betreiber von Regenwasserzisternen notwendig ist, regt der BN weiter an.

Auch solle die Energieversorgung der Gebäude weitestgehend mittels erneuerbarer Energien wie insbesondere Solarenergie und soweit darüber hinaus erforderlich durch den Anschluss an ein entsprechendes Nahwärmenetz erfolgen. Warum hierauf bei einer ohnehin vorhandenen Fernwärmeleitung laut Unterlagen der Stadt verzichtet werden soll, sei nicht nachvollziehbar; vielmehr soll durch Modifizierung und Ergänzung des städtischen Nah-/Fernwärmeleitungssystems eine hocheffiziente Ausnutzung der verwendeten Energieträger sichergestellt werden, mahnt der BN und schlägt gleich mit vor: Bei der Modifizierung und Erweiterung des städtischen Nah-/Fernwärmeleitungssystems soll auch die anstehende Neubebauung des nördlich der Bahnlinie liegenden Teils ehemaligen „Mayr-Geländes“ berücksichtigt werden. Soweit dabei zur Sicherstellung der Energieversorgung mittels des Nahwärmenetzes zusätzliche Anlagen zur  Energieerzeugung erforderlich sind, sollen diese in Form von Biomasseheizkraftanlagen mit energieeffizienter Kraft-Wärme-Kopplung mittels Hackschnitzelverwertung errichtet werden. „Dies wäre auch dem gewollten Ruf der Stadt Straubing als „Stadt der nachwachsenden Rohstoffe“ angemessen und erforderlich, um diesem Ruf gerecht zu werden“, erklärt Meindorfer. Aus den Ausbau bzw. die Verlegung einer zusätzlichen Gasversorgung könnte dabei verzichtet und die Kosten dafür eingespart werden. Den Anschluss des Gebietes an den ÖPNV möchte der BN optimiert sehen, so durch eine möglichst direkte fussläufige Verbindung durch die Gehwegebeziehung unter der Bahnlinie hindurch Richtung Geiselhöringer Strasse  zu den Stadtbushaltestellen der Linie 3 „Mallersdorfer Strasse“  und „Viereckmühlstrasse“ und ebenso durch eine attraktivere Gehwegebeziehung zur Stadtbushaltestelle der Linie 2 „Mahkornstrasse“.

Johann Meindorfer

2. Kreisvorsitzender