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Schmetterlings-Experte Ralph Sturm beim BN: Vielfalt und Pracht der Schmetterlinge der Gebirge nähergebracht - Energiewende vorrangig durch Energiesparen und höhere Energieeffizienz nicht nur Austausch der Energieträger

Mit großartigen Bildern und Filmsequenzen brachte der Schmetterlings-Experte Ralph Sturm beim Bund Naturschutz (BN) rund 50 Interessierten Vielfalt und Pracht der Schmetterlinge der Gebirge näher. Vom Balz- und Paarungsverhalten über ausgetüftelte Formen der Eiablage, das Schlüpfen der Larven und die Verwandlung aus dem Raupenstadium zum prächtigen Falter reichte die Palette von Nah- und Makroaufnahmen über deren gesamten Entwicklungs- und Lebenszyklus. Ergänzt wurde dies durch die Erläuterung der speziellen Ansprüche an die Lebensräume der Tiere. Die hohe Vielfalt an unterschiedlichen Lebensräumen in Gebirgen sei bedingt durch die teils extremen Höhenlagen und die daraus resultierenden Temperaturunterschiede. Im Laufe der Evolution haben sich nur wenige Spezialisten aus Fauna und Flora an derartig wechselnde Bedingungen wie Temperatur, Feuchtigkeit, Vegetation und Wetter anpassen können. Die Schmetterlinge in alpinen und hochalpinen Biotopstrukturen wie Felsfluren, Matten und Hochmooren entwickelten erstaunliche Fähigkeiten und Strategien, um in dieser teils fast lebensfeindlichen Umgebung überleben zu können. Die meisten der alpinen Schmetterlingsarten seien eng an ihren Lebensraum gebunden und heute in ihrem Bestand stark gefährdet. Sie können nicht in anders gestaltete Biotope ausweichen und bedürften tiefgreifender Schutzmaßnahmen, um sie vor dem Aussterben zu bewahren. Sie seien ein wertvoller Teil der biologischen Vielfalt, die die Lebensgrundlage auch der Menschheit darstelle. Die Erkenntnis, dass der Erhalt der biologischen Vielfalt neben dem Klimawandel die größte Herausforderung unserer Menschheit darstellt und wir uns ihren Verlust alleine nicht leisten können, gelte es noch stärker ins Bewusstsein zu rufen.

Bei der anschliessenden Jahreshauptversammlung der BN-Kreisgruppe Straubing - Bogen liess man die Höhepunkte des vergangenen Jahres mit Bildern der Pilz-Exkursion im Nationalpark Bayerischer Wald, der Wanderung zu den Nagelsteiner Wasserfällen und der Radtour zum Niederalteicher Donaufest sowie dem Ökomarkt Revue passieren. Berichte über Besprechungen mit der Leitung der Stadtwerke über die Richtigstellung von deren Angebot an Ökostrom sowie beim Technologie- und Förderzentrums (TFZ) am Kompetenzzentrum für Nachwachsende Rohstoffe über die Kriterien zur Produktion von Treibstoffen aus nachwachsenden Rohstoffen folgten. Diese dürfe nicht auf Kosten von notwendig zu schützenden Klimasenken wie tropischen Regenwäldern und nur nach den Grundsätzen des kontrolliert biologischen Landbaus erfolgen, Dieser sei anerkanntermassen die gesundheits-, klima- und umweltverträglichste und damit zukunftsfähigste Form der Landwirtschaft, brachte 2. Kreisvorsitzender Johann Meindorfer die dort vorgetragene Auffassung in Erinnerung. Weitaus vorrangiger seien strengere Grenzwerte und verbindliche ambitionierte Vorgaben für Energieverbrauch und Schadstoffausstoss des motorisiertem Verkehrs zur Erreichung der nötigen CO2 Minderungsziele im Sinne von "Best Practice". Erster Kreisvorsitzender Andreas Molz stellte heraus, dass Energiesparen und höhere Energieeffizienz allerhöchste Priorität haben müssten vor reinem Austausch der Energieträger bei der zukünftigen Energieversorgung und Energiepolitik. Bei den Stromnetzen sei zwar in gewissem Rahmen ein Ausbau erforderlich, vor allem aber Ertüchtigung und Umbau der vorhandenen Infrastruktur, damit diese den künftig verstärkt dezentral einzuspeisenden Strom aus regenerativen Quellen wie Wind und Sonne aufnehmen und zu den Verbrauchern bringen könnten. Ein Ausblick auf die anstehenden Veranstaltungen 2012 mit einer Radtour zum Niederalteicher Donaufest am 17. Mai sowie Exkursionen zu kontrolliert biologisch wirtschaftenden Landwirten rundete den Abend ab.

Mit freundlichen Grüssen
Johann Meindorfer
2. Kreisvorsitzender