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BN zeigte am bundesweiten Aktionstag „Gemeinsam Wandern - Vielfalt in Wäldern erleben“ die Nagelsteiner Wasserfälle

Infopaket „Artenschutz“ für alle erhältlich, die nicht dabei sein konnten

Die BN-Kreisgruppe Straubing-Bogen zeigte am bundesweiten Aktionstag  „Gemeinsam Wandern - Vielfalt in Wäldern erleben“ die relativ wenig bekannten Nagelsteiner Wasserfälle auf einer Wanderung von St. Englmar, wohin man umweltverträglich mit dem Linienbus der VSL-Linie 15 anreiste. Von dort führte die Tour teils steil auf Wald-, Forst- und Wiesenwegen zu den sogenannten Nagelsteiner Wasserfällen, einem in Kaskaden dem Obermühlbach zuströmenden Mittelgebirgsbach. Bezugnehmend auf die weltweite UN-Kampagne zum Internationalen Jahr der Wälder erklärten stellvertretender BN- Kreisvorsitzender Johann Meindorfer und fachliche BN-Mtarbeiterin Karin Meindorfer die Bedeutung der biologischen Vielfalt für die Stabilität der Ökosysteme, die man auch gut in der Heimat entdecken könne. Dass abgestorbene Bäume und Totholz wichtige Funktionen im Ökosystem Wald haben, erfuhr man und dass Totholz im Wald keine Unordnung, sondern Grundlage einer stabilen Artenvielfalt und neuen Lebens darstellt. So hat im Naturkreislauf das Umstürzen und Liegenbleiben alter Bäume neben der Bereitstellung von Totholz den Sinn, im Dunkel eines geschlossenen Kronendaches neue Lichtinseln, Keimung und Aufwuchs spezialisierter lichtbedürftiger Arten zu ermöglichen. Insbesondere muss mit dem Waldboden schonend umgegangen werden, da er neben den Wurzeln der Bäume auch die lebensnotwendigen Pilzstrukturen beherbergt, die für das Wachstum der Wälder erforderlich sind. Nur wenn wertvolle Waldgebiete in Nationalparken aus der forstwirtschaftlichen Nutzung herausgenommen werden, sei die dort noch vorhandene Artenvielfalt in die Zukunft zu erhalten, da in reinen Wirtschaftsforsten die alten Bäume mit ihrem spezifischen Lebensraumangebot für viele, in unserer Kulturlandschaft oft hochbedrohte Arten keine Überlebenschance haben, die aber als Teil eines komplexen Ökosystems auch Grundlage für das menschliche Leben seien. Nicht zuletzt diese Tatsache sei für den BN Grund, die Ausweitung der unbewirtschafteten Areale im Nationalpark Bayerischer Wald und einen zusätzlichen bayerischen Nationalpark im Steigerwald zu fordern. Nach einer Pause mit Rucksackverpflegung, gab es vor der Rückfahrt mit dem Bus ab Hintersollach dort noch eine Einkehrmöglichkeit.  Beim BN , Albrechtsgasse 3, 94315 Straubing, Tel. 09421/2512, Fax 09421/963910, Mail straubing@bund-naturschutz.de gibt es auch für alle, die nicht dabei sein konnten, ein Infopaket „Artenschutz“ mit den Faltblättern „Vielfalt entdecken – Vögel, Insekten und Pflanzen am Wegesrand, Bäume und Sträucher“ gegen Spende. Gegen einen Kostenbeitrag von 3 € auch in Briefmarken oder gegen Vorabüberweisung  auf das Konto 461251 des BN, Sparkasse Niederbayern-Mitte, BLZ 74250000 mit vollständiger Absenderangabe und Kennwort „IP Artenschutz“ wird es auch gerne zugesandt.  Die Öffnungszeiten beim BN sind von Montag bis Freitag von 9 bis 16 Uhr,  Samstag von 10 bis 14 Uhr.

Mit freundlichen Grüßen

Johann Meindorfer 

Stellv. Kreisvorsitzender