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BN an Eltern: Kinder vor Gefahren durch Chemikalien bewahren!

Rund 1500 Stoffe in Spielzeug, Gesetze verschärfen und Hersteller zur Verantwortung ziehen - Chemikalien in Wohnung und Kleidung vermeiden – Infos auf www.bund-naturschutz.de und www.bund.net/spielzeug

Der Bund Naturschutz in Bayern (BN) warnt vor der Vielzahl von rund 1500 Stoffen, mit denen belastet ist und sein kann und die die Kindergesundheit aufs Spiel setzen. Dieses Spielzeug enthalte häufig hormonell wirksame Stoffe wie Weichmacher, bromierte Flammschutzmittel und Organozinnverbindungen. Die Chemikalien sammelten sich im Körper zu einem gefährlichen Giftcocktail an und könnten das fein ausbalancierte Hormonsystem stören mit Folgen wie Verhaltensauffälligkeiten, Unfruchtbarkeit oder sogar Krebs. Weder die europäische Chemikalienverordnung noch die EU-Spielzeugrichtlinie schützten die Kindergesundheit ausreichend. Insbesondere aus Nicht-EU-Ländern importierte Ware müsse effektiver durch die Zoll- und Länderbehörden kontrolliert werden, bevor sie auf den Markt gelange, fordert der BN, der auf den Internet- Seiten  www.bund-naturschutz.de und  www.bund.net/spielzeug mehr Informationen dazu bereit hält.

Wo im Alltag sonst noch Gefahren durch Chemikalien Im Alltag lauern: zum Beispiel sind in vielen Textilien durch Pestizideinsatz beim Baumwollanbau oder durch synthetische Farbstoffe bedenkliche Chemikalien enthalten, dies sollte ein Grund sein, Produkte aus Bio-Baumwolle zu kaufen. Vor Pestiziden in Nahrungsmitteln aus der Intensiv-Landwirtschaft warnt der BUND ebenfalls: Reste der giftigen Spritzmittel bleiben auf den Früchten oder dem Gemüse haften, und die isst man dann mit. Viele dieser Pestizide seien aber nicht nur für Pflanzen oder Insekten giftig, sondern auch für die Menschen. Etliche krebsauslösende Pestizide sind zwar im Inland verboten, finden sich aber manchmal in Produkten aus dem Ausland. Aber es gebe auch bei uns erlaubte Spritzmittel, die als krebs- oder allergieauslösend im Verdacht stünden. Ausserdem gelangen die Gifte auch in die Umwelt und ins Trinkwasser. Dem könne man durch Kauf von Lebensmitteln aus kontrolliert biologischer Erzeugung vorbeugen. Das Infopaket „Vorsicht Chemikalien“ gibt es gegen Spende von Montag bis Freitag von 9 bis 17 Uhr, Samstag bis 14 Uhr beim BN, Albrechtsgasse 3, 94315 Straubing, Tel. 09421/2512, Fax 09421/963910, Mail straubing@bund-naturschutz.de. Es wird gegen 3 € in Briefmarken oder gegen Vorabüberweisung auf das Konto 461251 des BN, Sparkasse Niederbayern-Mitte, BLZ 74250000 mit vollständiger Absenderangabe und Vermerk „IP Chemikalien/Kinder“ zugesandt

Mit freundlichen Grüssen

Johann Meindorfer