Zur Startseite

Umweltbildung

Pressemitteilungen

Pressemitteilungen 2019

BN nimmt Stellung ...

  • Übersicht
  • Donauausbau
  • Hochwasser
  • Rettenbach
  • Windenergie SR-BOG

Zukunftsfähige effizienteste Energieversorgung für neue Dreifach-Turnhalle an Jakob-Sandtner-Realschule

 Für Neubauten gerade der öffentlichen Hand mit hohem Energiebedarf sollte die Stadt Straubing als "Stadt der nachwachsenden Rohstoffe" Im Zuge der notwendigen Energiewende und als Beitrag zum Klimaschutz nur noch auf dieeffizienteste Form der Energieversorgung setzen, die hocheffizienter Kraft-Wärme-Kopplung auf der Grundlage forstlicher Biomasse, so auch bei der neuen Dreifach-Turnhalle an der Jakob-Sandtner-Realschule . Der Ausbau der hochenergieeffizienten Kraft-Wärme-Kopplung, ggf. mit Anschluss an ein entsprechendes Nahwärmenetz zur Versorgung weiterer Gebäude im Umgriff wäre nur dann verzichtbar, wenn die Energieversorgung nachweislich in einer noch energieeffizienteren Art und Weise als durch Kraft-Wärme-Kopplung auf der Basis forstlicher Biomasse sichergestellt werden könnte. Dazu erfuhr die Öffentlichkeit - wie bei anderen Bauvorhaben - bisher leider nichts; es wäre gut, wenn es trotzdem schon so geplant wäre. Alles, was mit weniger Effizienz rein erdgasbasiert weiter auf fossile Rohstoffe setzt, müsste sich für eine "Stadt der nachwachsenden Rohstoffe" in der "Bioenergie-RegionStraubing-Bogen" angesichts der Erfordernisse der notwendigen Energiewende und des Klimaschutzes selbstredend verbieten.

Noch einer lästigen naturschützerischen Pflicht gilt es nachzukommen, dem wiederholten Hinweis, dass gerade bei einem Bauvorhaben der öffentlichen Hand mit Grund und Boden sparsam und schonend umgegangen und die Bodenversiegelung nicht auf das notwendige Maß begrenzt werden muss. Klar, eine Dreifach-Turnhalle braucht eine grosse zusammenhängende Grundfläche. Aber auf das ganze Stadtgebiet gesehen, mit weiteren anstehenden staatlichen und staatlich-städtischen öffentlichen Bauvorhaben etwa zum Ausbau des Wissenschaftsstandortes könnte die Bodenversiegelung an anderen Stellen leicht verringert werden, wenn man auf Flachbauten wie die Turnhalle in zwei oder drei Obergeschossen weitere Nutzungen anordnen würde. Vierzig Fußballplätze - eine Fläche in dieser Größenordnung wird in Bayern täglich versiegelt und überbaut. In Anbetracht dieses beängstigend hohen Flächenverbrauchs besteht grosse Notwendigkeit einer flächensparenden, verdichteten Bebauung, auch und gerade im Innenstadtbereich. Grund und Boden sind eben keine "nachwachsenden Rohstoffe", sind auf der Erde nicht vermehrbar. Die Stadt Straubing als "Stadt der nachwachsenden Rohstoffe" muss noch viel stärker als bisher zur Schonung dieser "nicht nachwachsenden Rohstoffe" beitragen. So auch bei den Bauvorhaben für Hochschule, JVA-Sicherungsverwahrung und Park-& Ride am Bahnhof. Gewiss, man wiederholt sich. Lästig, aber scheinbar nötig.

Bund Naturschutz Kreisgruppe Straubing-Bogen

Johann Meindorfer