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BN-Kreisvorstand: Wer Solarenergie blockiert, gefährdet Umwelt und Arbeitsplätze – Klar gegen Gentechnik

Photovoltaikanlagen haben bessere Energieausbeute und Energieeffizienz als Monokulturen für die Agrartreibstoffproduktion

Mit den von der Bundesregierung geplanten Einschnitten bei der Solarförderung beschäftigte sich der Kreisvorstand des Bund Naturschutz (BN) bei seiner Februar-Sitzung. Über die ohnehin degressiv gestaltete, also im Laufe der Zeit sinkende Einspeisevergütung für Photovoltaikstrom hinaus dürfe es keine weiteren Einschnitte geben. Wer die Solarenergie blockiere, gefährde Arbeitsplätze in einem aufstrebenden und zukunftsträchtigen Wirtschaftszweig und die Umwelt, weil länger mehr Strom aus umweltbelastenden Kohle- und Atomkraftwerken benötigt werde. Dass Photovoltaikanlagen eine bessere Energieausbeute und Energieeffizienz als Monokulturen für die Agrartreibstoffproduktion haben und rückstandslos wieder zurückgebaut  werden können, hält der BN auch Photovoltaik-Freilandanlagen in der ausgeräumten Gäuboden-Landschaft wie in Straubing-Harthof für vertretbar. Die Photovoltaik-Freilandnutzung habe  gegenüber dem Anbau von Monokulturen für die Agrartreibstoffproduktion durch deren hohen energetischen Input in Form von Mineraldünger, Pestiziden, Treibstoff- und Verarbeitungsenergieeinsatz eine weitaus bessere Energieausbeute und Energieeffizienz und bewahre die Böden vor Einträgen von Pestiziden und Dünger, denen sie bei intensiv-landwirtschaftlicher  Nahrungs- oder Agrarsprit-Produktion ausgesetzt wären. Den Vorgaben des Landesentwicklungsprogramms zur dauerhaften Sicherung und Wiederherstellung der Naturgüter Boden, Pflanzen- und Tierwelt, zur Sicherung von Lebens- und Teillebensräumen wild lebender Pflanzen und Tiere und der Weiterentwicklung zu Biotopverbundsystemen müsse dabei auf Dauer Rechnung getragen werden. Damit auch die Ziele des Regionalplanes „Schaffung ökologischer Ausgleichsflächen in landwirtschaftlich intensiv genutzten Gebieten, insbesondere südlich der Donau und des bestehenden Landschaftsplanes zur Aufwertung des Gebietes entsprochen wird, muss nach Überzeugung des BN ein möglichst grosser Teil der vorgesehenen Gehölzpflanzungen zur Eingrünung der Photovoltaikanlagen dauerhaft auch über die Betriebsdauer der Anlage hinaus unter Einbindung in ein Biotopverbundsystem erhalten werden. Es wäre nicht nachvollziehbar, wenn Gehölze nach nur 30 Jahren wieder entfernt werden dürften, wenn sie durch ihr höheres Alter und höheren Wuchs einen höheren ökologischen Wert als die Neuanpflanzung hätten. Dies würde eine Verschwendung der finanziellen und natürlichen Ressourcen darstellen, die für eine nur übergangsweise Bepflanzung aufgewendet würden, ohne dass ein dauerhafter – und für den Lebensraum steigender - Wert erhalten wird. 1. Kreisvorsitzender Andreas Molz, der den BN im Bündnis gegen Agrogentechnik „Zivilcourage Straubing-Bogen“ vertritt, bezeichnete die Kundgebung „Grüne Gentechnik? Nein Danke!“ beim FDP-Aschermittwoch vor der Fraunhoferhalle als gelungen. Der Kurs der FDP, wie er auch im Koalitionsvertrag mit der CDU/CSU festgeschrieben und nachzulesen ist, sei bisher, die grüne Gentechnik mit Nachdruck in die landwirtschaftliche Praxis einzuführen. Damit stellte sich die Bundesregierung aber gegen die Mehrheit der Bevölkerung und gefährde diese mit einer Hochrisikotechnologie, anstatt sie vor den unnötigen Gefahren der Gentechnik zu schützen. Bedauerlich findet der BN-Kreisvorstand den Rückschritt im ÖPNV, nachdem die Erweiterung des Stadtbus-Halbstundentaktes nicht verlängert wurde. Die Erfordernisse und Zeichen der Zeit, dass durch einen fahrgastfreundlichen ÖPNV und die vorrangige Förderung des Fussgänger- und Radverkehrs unnötiger umweltbelastender PKW-Verkehr vermieden werden müsse, seien bei der Mehrheit des Stadtrates noch nicht angekommen. Dies müsse aber auch aus Gründen des Klimaschutzes mit Bemühungen zur Energieeinsparung im Gebäudebestand einhergehen.

Mit freundlichen Grüssen

Johann Meindorfer

2. Kreisvorsitzender