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Lust auf Sonne auch bei Amphibien

Damit Frösche und Kröten bei ihrer Wanderung nicht überfahren werden, startet die größte Naturschutzaktion Bayerns …

Nach einem langen Winter locken die steigenden Temperaturen der letzten Tage und Nächte die Amphibien nun endgültig aus ihren Winterverstecken. An 450 Straßenabschnitten in Bayern werden 6.000 freiwillige Helfer des Bund Naturschutz (BN) in den nächsten Wochen über 700.000 Frösche, Kröten und Molche vor dem Verkehrstod retten – es ist die größte Naturschutzaktion Bayerns. Der BN appelliert an die Autofahrer, nun Rücksicht zu nehmen, nicht nur auf die Amphibien, sondern auch auf die Helfer am Straßenrand ! Mit der Mitmach-Aktion „Frühlingserwachen“ ermöglicht der BN zudem, dass jeder Bürger bisher unbekannte Amphibienwanderwege online weitermelden kann. Amphibien wandern in jedem Frühjahr über Kilometer hinweg zu ihrem traditionellen Laichplatz. Damit der Laichzug der Lurche nicht zum Leichenzug wird, helfen ehrenamtliche Amphibienschützer des BN. An den Krötenzäunen werden die Tiere mit Falleimern eingesammelt und über die Straße gebracht, damit sie ihr Laichgewässer erreichen. In Bayern sind derzeit 1333 Amphibienwanderwege bekannt, die Straßen kreuzen. Nur etwa ein Drittel der Wanderwege sind mit Amphibientunneln und fest installierten Leitsystemen ausgestattet, an denen die Amphibien selbst die Straße gefahrlos unterqueren können.Vielerorts bleibt aber nur das mühsame Absammeln per Hand übrig, für das nun Tausende von Helfern des BN wieder im Rettungseinsatz sind. Um diese Situation zu verbessern, hat der BN in Zusammenarbeit mit der Obersten Baubehörde im Bayerischen Staatsministerium des Inneren eine landesweite Erfassung und Bewertung aller Amphibienwanderwege durchgeführt und 2009 gemeinsam vorgestellt. Dieses Jahr führt der BN in Kooperation mit dem Bayerischen Rundfunk bis 18.4.2010 die Aktion „Frühlingserwachen“ durch. Jeder kann sich im Internet unter   www.br-online.de/studio-franken/fruehlingserwachen/index.xml  beteiligen und Bilder der ersten Frühlingsboten (Pflanzen, Tiere) einsenden. Im Mittelpunkt steht dabei vor allem die heimische Tier- und Pflanzenwelt. Teil der Aktion ist es, bislang unbekannte Amphibienwanderwege zu entdecken. Zwar sind viele Amphibienübergänge bekannt und betreut, aber jeder der jetzt einen ungesicherten Straßenabschnitt mit überfahrenen Fröschen und Kröten neu entdeckt, kann ihn auf der BN-Internetseite www.amphibien.bund-naturschutz.de melden, um damit Schutzmaßnahmen einzuleiten. Damit Frösche und Kröten beim Überqueren von Innerorts-Strassen schützende Bereiche in Gärten erreichen und somit vor dem Überfahren geschützt werden, ist es laut BN wichtig, auf durchlaufende Zaunsockel zu verzichten.

Der Bund Naturschutz bietet ein Infopaket Amphibienschutz an, dieses gibt es gegen Spende beim Bund Naturschutz, Ludwigsplatz 14 (Eingang Albrechtsgasse), 94315 Straubing, Tel. 09421/2512, Fax 09421/963910, Mail straubing@bund-naturschutz.de. Das Infopaket wird gegen einen Kostenbeitrag von  3 €  in Briefmarken oder gegen Vorabüberweisung  auf das Konto 461251 des BN, Sparkasse Niederbayern-Mitte, BLZ 74250000 mit vollständiger Absenderangabe auch gerne zugesandt.  Die Öffnungszeiten beim BN sind von Montag bis Freitag von 9 bis 17 Uhr,  Samstag von 9 bis 14 Uhr

Mit freundlichen Grüßen

Johann Meindorfer