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Bund Naturschutz-Exkursion bestätigte dem ZAW: Bioabfall-Verwertungsanlage Aiterhofen hat abfall- und energiewirtschaftliche Vorbildfunktion

Gute Abfalltrennung in Haushalt und Gewerbe ist Voraussetzung für niedrige Müllgebühren - Müll-Schlamper belasten die Allgemeinheit und die Umwelt.

Die Wege der organischen Küchenabfälle aus der braunen Bio-Tonne und der Gartenabfälle aus Wertstoffhöfen und Grüngut-Annahmestelle Lerchenhaid zu wertvoller Komposterde, Strom und Biogas zeigten Experten des Zweckverbandes Abfallwirtschaft (ZAW) bei einer Exkursion des Bund Naturschutz in der Bioabfall-Verwertungsanlage bei Aiterhofen auf. Stellvertretender ZAW-Geschäftsführer Gangolf Wasmeier und der Leiter der Vergärungsanlage Christian Lummer zeigten die Komponenten des um eine Vergärungsanlage und ein Blockheizkraftwerk (BHKW) erweiterten Kompostwerkes von der Annahmestelle, wo die Biomüll-Laster das gesammelte Material abkippen über sieben große Fermenter, in denen zunächst Biogas hergestellt und dieses in einem Blockheizkraftwerk (BHKW) sowohl in Strom für das allgemeine Netz wie auch in Prozesswärme für die in der Nähe angesiedelte gewerbliche Biogasanlage umgewandelt wird. Mit der Biogas-Nutzung konnten die früher lästigen Geruchsemissionen deutlich verringert werden, als Produkte zur Düngung und Bodenverbesserung verbleiben schließlich Komposterden verschiedener Körnungen, die der ZAW verkauft; somit erhält der Boden die Nährstoffe und organischen Substanzen wieder zurück und es können energieaufwendig produzierte synthetische Düngemittel eingespart werden. Gerade im intensiven Zuckerrübenanbau werde dem Boden gerne Kompost als Ersatz für die entzogenen Nährstoffe zugeführt. Die ZAW-Vertreter betonten, dass in der Anlage rund 1 – 2 Prozent Störstoffe ausgeschieden werden müssten, die in den Biotonnen nichts zu suchen hätten: die Nutzer der Tonnen sollten darauf achten, dass keine Plastiktüten, Glas- und Metallabfälle in die Biotonne gelangen. Wasmeier betonte die Notwendigkeit, angesichts sinkender Rohstoff- und Energievorräte soviel Energie aus den Abfällen herauszuholen und zu verwerten, was mit dieser Anlagenkombination angestrebt und auch erreicht werde: Jährlich 2 bis 2,5 Millionen Kilowattstunden Strom und zusätzlich Prozesswärme für die angrenzende EON-Biogasanlage bewiesen dies. Wollte man die Ausbeute aus den biogenen Reststoffen aus extra angebauten „nachwachsenden Rohstoffen“ wie Mais erzielen, bräuchte man eine Anbaufläche von rund 180 Hektar Land dazu. In den Dank von zweitem BN-Kreisvorsitzendem Johann Meindorfer an Wasmeier und Lummer floss daher auch hohe Anerkennung des BN für den ZAW für die Realisierung dieser Bioabfall- Vergärungs- und Kompostieranlage ein, die abfall- und energiewirtschaftlichen Anforderungen gleichermaßen bestmöglich gerecht werde. BN und ZAW rufen alle auf, an den Wertstoffhöfen ihre vorsortierten Wertstoffe kostenlos abzuliefern: Kunststoffverpackungen wie Joghurtbecher aus PS/PP ebenso wie gekennzeichnete PE-Behälter oder PE-Folien, Styropor und Verpackungschips bis hin zu den nicht näher gekennzeichneten Kunststoffverpackungen („Mischkunststoffe“),Weinkorken, Aluminium- und Alu-Verbund-Verpackungen, CDs oder entladene Batterien. Müll-Schlamper dagegen belasteten die Allgemeinheit und die Umwelt. Devise: „Störstoffe aus der Biotonne fernhalten und keine Wertstoffe in den Restmüll!“

Mit freundlichen Grüßen

Johann Meindorfer

2. Kreisvorsitzender