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Landwirtschaft braucht Ausrichtung nach dem Leitbild des ökologischen Landbaus statt Image-Kampagne

Nötiger als die Image-Kampagne des Bauernverbandes mit der Beschönigung der Tendenzen zur industriell-intensiven Massentierhaltung als "Tierhaltung in grösseren Einheiten" ist etwas anderes: Die Ausrichtung der Landwirtschaft nach dem Leitbild des ökologischen Landbaus. Dieser ist zweifelsfrei besser für Artenschutz und Biodiversität, Erhalt und Förderung der Bodenfruchtbarkeit, für das Grundwasser und in der Folge für das Trinkwasser und unsere Gesundheit sowie in Sachen Klimaschutz. Bio Landwirtschaft erspart der Allgemeinheit dadurch die Folgekosten. für die Beseitigung  von Schäden an Boden, Grundwasser und Klima von vornherein, die ansonsten auf das Konto der chemisierten Agrarindustrie gehen, aber "externalisiert" auf Beitrags- und Steuerzahler abgewälzt werden. Soweit man einmal entstandene Schäden dort überhaupt beheben kann...

Nicht erst eine aktuelle Veröffentlichung von Germanwatch weiss, dass in der EU nehmen in Regionen mit hoher Dichte industrialisierter Tierhaltung die Umwelt- und Tierschutzprobleme zunehmen, wozu ja auch der Raum Straubing-Bogen mit seinen intensivlandwirtschaftichen Strukturen sowie immer mehr Massentierhaltungs-Anlagen gehört.

Und auch weil weltweit sei seit den 1990er Jahre die Zahl der Mangelernährten um mehr als 100 Millionen anstieg, obwohl die Landwirtschaft durchschnittlich täglich 4.600 Kilokalorien pro Kopf produziert, etwa doppelt so viel wie nötig, muss auch im Sinne des Klimaschutzes der viel zu hohe Konsum von Fleisch verringert werden: Für eine einzige Fleischkalorie brauche es immerhin zwei bis sieben Getreidekalorien als Viehfutter. Dabei würde weniger Fleisch- und Wurstkonsum und der gezielte Einkauf von Bio-Lebensmitteln nicht nur die Risiken der Intensiv-Agrarwirtschaft vermindern, sondern auch die gesundheitlichen Risiken aus der heute verbreiteten Fehlernährung inclusive Übergewichtigkeit.

Wirklich nachhaltig ist nur die umweltschonendste verfügbare Landbewirtschaftungsform und die ist anzustreben - und natürlich im Sinne von "Best Practice" laufend fortzuentwickeln. Die Ökolandbauverbände machen sich darin seit langem verdient; auf ihre Erfahrung gilt es zurückzugreifen, vom Brotgetreide bis zu den "Energiepflanzen" für "Biogas" oder Agrarsprit. Sie suchen aufgrund des Absatzbooms von Bio-Lebensmitteln übrigens nach umstellungswilligen Bauern. Das sollte der Bauernverband unterstützen, damit vom Bio-Boom nicht nur ausländische Anbauer und Importeure profitieren, sondern die heimische Landwirtschaft, die er ja vertreten will.

Bund Naturschutz Kreisgruppe Straubing-Bogen
Johann Meindorfer
2. Kreisvorsitzender