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Bio-Landbau statt Raubbau und Pestizidbelastungen - ob legalisiert oder illegal

Der Einzelfall-Fund (mit welcher Dunkelziffer mangels ausreichender behördlicher Kontrolldichte?) "einer Vielzahl nicht verkehrsfähiger und bereits verbotener Pflanzenschutzmittel", der nach dem Tod von über 100 verendeten Vögeln in Aiterhofen-Geltolfing gemacht wurde, verlangt mehr behördliche Kontrollen. Aber, das Gesamtbild im Blick, auch eine Abkehr von der Agrochemie-Lobby-bestimmten industriellen Intensiv-Landwirtschaft. Denn neben dem eindeutig illegalen Gift-Ausbringen wie im Fall Geltolfing belastet auch der flächendeckend legalisierte Pestizideinsatz den Boden und das Grundwasser, somit auch unser Trinkwasser und die menschliche Gesundheit. Ein moralisch nicht zu vertretender Umgang mit Mit-Lebewesen zeigt sich darüber hinaus nicht nur bei der gewissenlosen illegalen Tötung dieser Wildvögel; er manifestiert sich millionenfach im Elend, das Hühnern, Schweinen in den in der Landschaft verstreuten Massentierhaltungsställen widerfährt. Leberkasberg-Rekorde, volksfestliche Hendl-Abfiesel-Bilanzen und ein insgesamt zu hoher Fleischkonsum lassen sich mit vernünftiger Tierhaltung nicht halten. Auf die politische Prioritätenliste gehören ganz klar Verbot jeglicher tierquälerischer und tierungerechter Massentierhaltung, keine Subventionen mehr für industrialisierte Agrarwirtschaft und stattdessen gezielte Förderung der ökologischen Landwirtschaft auf allen politischen Ebenen. Weil die Bio-Landwirtschaft naturschonender produziert, den Einsatz von Gentechnik und Chemikalien vermeidet und dadurch die menschliche Gesundheit, den Boden und das Grundwasser (somit auch unser Trinkwasser) schont und vor Schadstoffeinträgen bewahrt.  Die Begriffe "Bio" oder "Öko" sind deshalb im Zusammenhang mit Lebensmitteln durch die EG-Öko-Verordnung gesetzlich geschützt, Bio-Produzenten und Bio-Produkte unterliegen zusätzlichen Kontrollen. Und die zeigen Wirkung: bei einem Monitoring für Obst und Gemüse gab es bei 96 % der frischen Bio-Produkte keinerlei Beanstandungen. Dem gegenüber konnte man oft genug aus Untersuchungen "konventioneller" Erzeugnisse lesen: "Gemüse und Fisch oft belastet" oder "Spritzmittel halbieren Zahl der Arten". Oder jüngst wieder von der maasiven Phosphatbelastung der Ostsee - durch Düngereinschwemmungen aus den Anrainerländern. Fazit: Bio-Produkte kaufen, am besten aus regionaler Erzeugung und dem saisonalen Angebot angemessen - die werden obendrein noch garantiert gentechnikfrei produziert, was uns bei importierten konventionellen Futtermitteln für die Agrar- und Nahrungsmittelindustrie niemand mehr garantieren kann. Und natürlich auch im eigenen Garten auf Pestizide und Kunstdünger verzichten. 

Bund Naturschutz Kreisgruppe Straubing-Bogen
Johann Meindorfer
Stellv. Kreisvorsitzender