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Bund Naturschutz zieht Bilanz der diesjährigen Frühjahrswanderung: Auffälliger Rückgang von Amphibien in Straubing wie in ganz Bayern

Die Bilanz des Bund Naturschutz (BN) zur diesjährigen Amphibien-Frühjahrswanderung ergibt für ganz Bayern, dass statt landesweit normalerweise ca. 700.000 Amphibien nur 500.000 zum Laichgewässer kamen. Auch in Straubing muss ein augenscheinlicher Rückgang verzeichnet werden, so die fachliche Mitarbeiterin der BN - Kreisgruppe Straubing-Bogen, Dipl.-Ing. (FH) Landespflege Karin Meindorfer.

Der Witterungsverlauf bremste die Amphibienwanderung massiv, an vielen Wanderwegen war es nachts zu kalt und trocken, aber es gebe auch Beobachtungen, dass schon seit einigen Jahren die Amphibienbestände an den Wanderwegen stagnieren oder absinken. Der BN macht dafür die immer intensivere Landwirtschaft, die ungebremste Flächenüberbauung, Landschaftszerschneidung durch Strassen, zu wenig naturnah gehaltene Gärten und Grünflächen sowie den sich abzeichnenden Klimawandel verantwortlich. Entlang der Straubinger  Frauenbrünnlstrasse etwa, unterhalb des alten Dietl-Bräu-Geländes, sei der vormals reichhaltige Bestand der Hüpfer praktisch erloschen, wohl auch bedingt durch die dortige Bebauung oberhalb des ehemaligen Landesgartenschaugeländes. In Bayern sind derzeit 1333 Amphibienwanderwege bekannt, die Straßen kreuzen. Nur etwa ein Drittel der Wanderwege sind mit Amphibientunneln und fest installierten Leitsystemen ausgestattet, an denen die Amphibien selbst die Straße gefahrlos unterqueren können. Zum Schutz von Fröschen und Kröten hatten Stadtgärtnerei und BN beispielsweise am Stadtpark entlang der Frauenbrünnlstrasse zwischen Wolfsweg und Bärenweg Amphibienschutzzäune errichtet. Amphibien, die die Strasse auf dem Weg von Ihren Winterquartieren zu Ihren Laichplätzen im nördlich davon gelegenen Feuchtbiotop queren müssen, sollten dabei zu den von der Stadt geschaffenen Tunnels geleitet und vor dem Überfahrenwerden bewahrt werden. Damit Frösche und Kröten beim Überqueren von Innerorts-Strassen schützende Bereiche in Gärten erreichen und somit vor dem Überfahren geschützt werden, ist es laut BN wichtig, auf durchlaufende Zaunsockel an den Grundstücksgrenzen zu verzichten, das diene darüber hinaus auch dem Igelschutz.

Da die immer intensivere Landwirtschaft auch durch den Einsatz von Agrochemikalien nicht nur die Artenvielfalt bei Amphibien, sondern auch bei Reptilien, Vögeln oder Säugetieren beeinträchtigt, bekräftigt der BN auch aus diesem Grund seine Forderung nach Produktion von Lebensmitteln als auch von nachwachsenden Rohstoffen nach den Grundsätzen des kontrolliert biologischen Landbaus. Dieser sei anerkanntermassen die gesundheits-, klima- und umweltverträglichste und damit zukunftsfähigste Form der Landwirtschaft und die Verbraucherschaft sei zum gezielten Einkauf von Bioprodukten aufgerufen.

Ein Infopaket Amphibienschutz.gibt es von Montag bis Freitag von 9 bis 17 Uhr,  Samstag bis 14 Uhr beim BN, Albrechtsgasse 3, 94315 Straubing, Tel. 09421/2512, Fax 963910 oder straubing@bund-naturschutz.de gegen einen Kostenbeitrag von  3 €  in Briefmarken oder gegen Vorabüberweisung  auf das Konto 461251 des BN, Sparkasse Niederbayern-Mitte, BLZ 74250000 mit vollständiger Absenderangabe und Stichwort „IP Amphibien“ .  

Mit freundlichen Grüssen

Johann Meindorfer

2. Kreisvorsitzender