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Eingrünungsflächen bei Freiland-Photovoltaikanlagen zur dauerhaften Aufwertung der Landschaft nutzen

Nun müssen beim Solarpark-Projekt die Ausgleichsflächen unter Berücksichtigung der Bedürfnisse des Artenschutzes sowie die Ein- und Durchgrünungsflächen so geplant werden, dass sie sich sinnvoll zu einem ohnehin erforderliches Biotopverbundsystem in dieser „ausgeräumten“ Landschaft ausgebildet werden können. Und die Stadt muss den dauerhaften Erhalt der Eingrünungsflächen (nicht nur der ohnehin rechtlich zwingend dauerhaft zu erhaltenden Ausgleichsflächen) sicherzustellen. Es wäre nicht nur äußerst schade, sondern auch eine Verschwendung der finanziellen und natürlichen Ressourcen, wenn nur  eine übergangsweise Bepflanzung angelegt würde, die dann nach Ende der Betriebsdauer der Photovoltaikanlagen wieder herausgerissen würde. Dann wenn sie sich nach 20 Jahren wirklich zu  wertvollen Lebensraumstrukturen entwickelt haben, „wenn´s schee ei´g´wachs´n san“. Dazu kommt noch: Für die Bereiche im „ausgeräumten“ intensiv agrarisch genutzten Gäuboden enthält der städtische Landschaftsplan die Ziele „Errichtung Biotop verbindender Grünstrukturen entlang von Bächen, Gräben und Wegen“ und „Steigerung des Erholungswertes der Landschaft durch Anlage beschattender Baumpflanzungen entlang von Wegen und Gehölzstrukturen an Bächen und Gräben“. Darüber sind im gültigen Regionalplan die Vorgaben „Schaffung ökologischer Ausgleichsflächen in landwirtschaftlich intensiv genutzten Gebieten, insbesondere südlich der Donau“ enthalten. Die Eingrünungs-Maßnahmen der Freiland-Photovoltaikanlagen könnten diese Funktionen dauerhaft übernehmen. Wenn die Stadt bereits am Anfang des Planungsprozesses mit dem Investor den dauerhaften Erhalt verbindlich vereinbart, etliche dieser Flächen auch selbst erwirbt, dann schlägt sie zwei Fliegen mit einer Klappe: Dann ergeben sich positive Synergieeffekte: die Anlage wird für ihre Betriebsdauer optisch eingebunden, der Gäuboden wird dauerhaft mit Grünstrukturen durchzogen und als Lebensraum aufgewertet.  Ziele des Landschafts- und des Regionalplans würden mit umgesetzt.

Dann könnten die Photovoltaikanlagen letztendlich nach einer zeitlich begrenzten optischen Veränderung zu einer dauerhaften optischen sowie ökologischen Aufwertung der Agrarlandschaft verhelfen. Der Boden unter den Anlagen kann sich vom langjährigen Dünger- und Pestizideintrag erholen und regenerieren, was langfristig der Bodenfruchtbarkeit und der Grundwasserqualität dienen und somit der Allgemeinheit Kosten für Grundwassersanierung und Trinkwasseraufbereitung ersparen würde. Ein weiterer Nutzen für die Allgemeinheit, neben der gegenüber der Agrarspritproduktion viel umweltverträglicheren und effizienteren Energieerzeugung.

Bund Naturschutz

Kreisgruppe Straubing-Bogen

Johann Meindorfer, 2. Kreisvorsitzender