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BN fordert Einschreiten des Landratsamtes gegen enormen und nicht vertretbaren Flächenverbrauch im Landkreis

ÖPNV-Erschliessung von Industrie- und Gewerbegebieten soll PKW-Verkehr und Flächenverbrauch für Parkplätze verringern

Gegen die geplante Ausweisung und ebenerdige Anlage von zusätzlichen ca. 300 Parkplätzen in einem Bebauungs- und Grünordnungsplan für das Gewerbegebiet Oberwinkling in der Gemeinde Niederwinkling wendet sich die Kreisgruppe des Bund Naturschutz (BN) in einer Stellungnahme an die Gemeinde und einem Schreiben an das Landratsamt Straubing-Bogen. Nach Auffassung des BN erfordert diese Planung das Einschreiten des Landratsamtes gegen den damit verbundenen enormen und nicht vertretbaren Flächenverbrauch.

„Mit Grund und Boden soll laut § 1a Abs. 2 BauGB sparsam und schonend umgegangen werden; dabei sind ...Bodenversiegelungen auf das notwendige Maß zu begrenzen,“ zitiert der 2. BN-Kreisvorsitzende Johann Meindorfer aus dem Baugesetzbuch. Auch entsprechend einem Schreiben des Bayerischen Staatsministers des Innern soll „die Versiegelung von Freiflächen möglichst gering gehalten werden. ... Bodenversiegelungen sind ... auf das notwendige Maß zu begrenzen.“ Und auch entsprechend der Zielvorgabe des Landesentwicklungsprogrammes Bayern (LEP) ist  zur nachhaltigen Siedlungsentwicklung eine „möglichst geringe Versiegelung von Freiflächen“ sicherzustellen, so der BN.

Da die Ausweisung und ebenerdige Anlage von zusätzlichen ca. 300 Parkplätzen inclusive der Zufahrten und Fahrstrassen diesen rechtlichen Vorgaben und den Grundsätzen einer umweltverträglichen Bauleitplanung diametral widerspreche, sei das Vorhaben abzulehnen und seitens des Landratsamtes auf eine Änderung der Planung hinzuwirken, die diese Erfordernisse vollumfänglich berücksichtigt. Dabei sollten Parkplätze für Personal zur Vermeidung eines nicht vertretbaren Flächenverbrauchs entweder als Tiefgarage unter den oder als mehrgeschossige Parkdecks vorgegeben und angeordnet werden – etwa über einer Tiefgarage oder den Gewerbegebäuden).

Künftig bittet der BN darüberhinaus, auch seitens des Landratsamtes auf eine ausreichende ÖPNV-Erschliessung von bestehenden und geplanten Aufkommensschwerpunkten wie Industrie- und Gewerbegebieten – insbesondere auch im Rahmen der Bauleitplanungsverfahren – hinzuwirken, wie es in verschiedenen Stellungnahmen mehrfach vorgetragen worden sei.

Mit freundlichen Grüssen

Johann Meindorfer

2. Kreisvorsitzender

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