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BN empfiehlt: keine Chemie an den Körper kommen lassen – Sich einkleiden mit Öko-Textilien aus Bio-Rohstoffen

Textilien durchlaufen einen langen Herstellungsprozess. Bevor sie über den Handel in die Haushalte gelangen, werden die Materialien an den verschiedensten Stationen der Produktionskette mit einer Vielzahl von chemischen Hilfsstoffen in Kontakt gebracht. Nach Schätzungen des Umweltbundesamtes wurden 1986 in der deutschen Textilindustrie 100.000 Tonnen Textilhilfsmittel, 100.000 bis 280.000 Tonnen sonstige Chemikalien und 11.000 Tonnen Farbstoffe verbraucht. 90% davon gelangen direkt ins Abwasser, die restlichen 10% verbleiben auf den Fasern und verhelfen der Kleidung zu den gewünschten Eigenschaften. Neben der Tatsache, dass vor allem die Arbeiter der Textilindustrie mit diesen, zum Teil giftigen Chemikalien in Berührung kommen, sollte man sich auch bewusst sein, dass einige dieser Stoffe hautreizend, allergen oder sogar krebserregend wirken können. Darüber hinaus belasten diese Chemikalien nicht nur den Menschen an sich, sondern auch die Umwelt. Da viele Textilchemikalien unbrauchbar sind, wenn sie ihren Zweck erfüllt haben, gelangen sie zu einem großen Teil ins Abwasser und dadurch früher oder später auch in den gesamten Stoffkreislauf. Auch wenn Deutschland im Vergleich zu anderen Ländern bezüglich der Textilindustrie relativ gut abschneidet, gilt es trotzdem zu versuchen, die Menge an benötigten Chemikalien zu senken - sowohl beim Herstellungsprozess, aber auch später im Haushalt, indem die Menge an Waschmitteln, Weichspülern oder Bleichmitteln reduziert wird. Mit der Zertifizierung von Living-Crafts durch Naturland wurde 2009 erstmals eine komplette Textilkette mit dem derzeit höchstem Öko-Standard ausgezeichnet. Neben der ökologisch angebauten Baumwolle werden dabei auch alle Verarbeitungsstufen überprüft. So sind Merzerisieren und optisches Aufhellen bei Naturland verboten. Somit hat der Verbraucher bei Naturland-Textilien eine große Auswahl an Damen-, Herren- und Babybekleidung aus ökologisch und sozial einwandfreier Produktion.

Wer mehr zu diesem Thema wissen möchte, wen interessiert, warum Naturfasern aus kontrolliert biologischem Anbau die sinnvollere Lösung darstellen, oder wer sich wegen der allgegenwärtigen Chemikalienbelastung auch in Kleidungsstücken Sorgen um seine Gesundheit macht, für den bietet der BN gegen Versandkosten von 3 € ein Infopaket „Textilien“ an. Enthalten ist darin auch das Magazin „Lebenslust Pur“ mit dem Essay „Bekleidung für Biofans“ der österreichischen Bio-Mode-Anbieterin Heidrun Unterweger, die im Internet unter www.B-dressed.com trendige Streetwear  mit möglichst ökologisch angebaute Baumwolle oder anderen ökologischen Rohstoffe mit Produktion nach Fair Trade- Richtlinien vertreibt. Der Beitrag „Stimmt die Chemie“ aus dem Magazin „Schrot & Korn 2/2009 geht auf die üblicherweise in der Bekleidungsproduktion verwendeten Chemikalien ein, die nach den Richtlinien von Öko-Textil-Anbietern, die etwa dem IVN (Internationaler Verband der Naturtextilwirtschaft) angehören, ausgeschlossen sind. Gegen Briefmarken oder Vorab-Überweisung von 3 € auf das Konto 461251 bei der Sparkasse Niederbayern-Mitte, BLZ 74250000 mit genauer Absenderangabe  ist Bestellung möglich unter Tel. 09421/2512, Fax 09421/963910 oder unter Email straubing@bund-naturschutz.de. Kostenlos erhältlich ist das Infopaket bei Abholung beim Bund Naturschutz, Ludwigsplatz 14, Eingang Albrechtsgasse, 94315 Straubing, Öffnungszeiten sind Montag bis von 9 bis 17 Uhr sowie Samstag von 9.00 Uhr bis 14.00 Uhr.