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BN spricht ZAW hohe Anerkennung für Bioabfall-Vergärungs- und Kompostieranlage aus

Störstoffe aus Biotonne fernhalten und keine Wertstoffe in den Restmüll

Bund Naturschutz besichtigte Bioabfall-Verwertungsanlage bei Aiterhofen – gute Abfalltrennung Voraussetzung für niedrige Müllgebühren.

Dafür dass der Zweckverband Abfallwirtschaft (ZAW) mit der Umwandlung der früher privat betriebenen Kompostieranlage bei Aiterhofen in eine kombinierte Bioabfall-Vergärungs- und Kompostieranlage die gesammelten Abfälle aus der Biotonne sowohl energetisch durch Biogasgewinnung wie auch stofflich mit der Herstellung von Komposterden nutzt, sprach ihm der Kreisvorstand es Bund Naturschutz seine hohe Anerkennung aus. Bei einer Besichtigung der Anlage erläuterten ZAW-Geschäftsführer Anton Pirkl und sein Stellvertreter Gangolf Wasmeier sowie Anlagen-Mitarbeiter Christian Lummer den Aufbau der Anlage und die einzelnen Verarbeitungsschritte der angelieferten Bioabfälle, aus denen in sieben grossen Fermentern zunächst Biogas hergestellt und dieses in einem Blockheizkraftwerk (BHKW) sowohl in Strom für das allgemeine Netzt wie auch in Prozesswärme für die in der Nähe angesiedelte gewerbliche Biogasanlage umgewandelt wird. Mit der Nutzung des Biogases konnten nun auch die früher lästigen Geruchsemissionen deutlichst verringert werden, als Produkte zur Düngung und Bodenverbesserung verbleiben schliesslich Komposterden verschiedener Körnungen, die der ZAW verkauft; somit erhält der Boden die Nährstoffe und organischen Substanzen wieder zurück und es können energieaufwendig produzierte synthtische Düngemittel eingespart werden. Die ZAW-Vertreter betonten, dass in der Anlage rund 1 – 2 Prozent Störstoffen ausgeschieden werden müssten, die in den Biotonnen nichts zu suchen hätten: die Nutzer der Tonnen sollten darauf achten, dass keine Plastiktüten, Glas- und Metallabfälle in die Biotonne gelangen.

BN und ZAW appellieren darüberhinaus an alle, die den regelmässigen Weg zu den Wertstoffhöfen noch nicht gefunden haben, diese vorbildlichen und bürgerfreundlichen Einrichtungen des ZAW in Anspruch zu nehmen und dort ihre vorsortierten Wertstoffe kostenlos abzuliefern: Kunststoffverpackungen wie Joghurtbecher aus PS/PP ebenso wie gekennzeichnete PE-Behälter oder PE-Folien, Styroporteile und Verpackungschips bis hin zu den nicht näher gekennzeichneten Kunststoffverpackungen , die unter der Kategorie „Mischkunststoffe“ auch angenommen werden. Dass auch Weinkorken, Aluminium- und Alu-Verbund-Verpackungen, alte CDs oder entladene Batterien als giftiger Sondermüll nicht in die Mülltonne gehören, sondern auch auf den Wertstoffhöfen angenommen werden, ergänzt deren Angebot. Wie an verschiedenen Containerstandorten werden selbstverständlich auch in den Wertstoffhöfen Weissblechdosen und –deckel ebenfalls kostenlos angenommen. „In eine Einkaufsrunde lässt sich oft auch der Besuch der Wertstoffhöfe einbauen, ob mit dem Fahrrad oder mit dem Auto, gerade um Extra-Autofahrten zur Entsorgung zu vermeiden“ empfehlen ZAW und BN. Man verwies auch darauf, dass eine gute Mülltrennung und Wiederverwertung eine Voraussetzung für günstige Müllgebühren sei. Die noch nicht sortierenden BürgerInnen rufen ZAW und BN daher auf, sich mit den Wertstoffhöfen vertraut zu machen und Ihre Abfälle gut zu trennen. Schliesslich hält der BN auch verstärkte Aufklärung, aber auch Kontrollen für nötig. Wer weder durch Vernunft, Kosten- oder Verantwortungsbewusstsein zur ordentlichen Mülltrennung bereit sei, müsse die Folgen zumindest im Wiederholungsfall durch nicht entleerte Restmülltonnen zu spüren bekommen, da Müll-Schlamper die Allgemeinheit und die Umwelt belasteten, forderten die BN-Vertreter.