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Vogeltod durch Spritzmittel in Aiterhofen-Geltolfing; BN stellt Strafanzeige gegen Unbekannt

Strafverfolgungsbehörden sollen bei Meldungen über umwelt- und tierschutzrelevante Verstösse generell unverzüglich zeitnahe Ermittlungen einleiten

Mit Befremden reagiert der Bund Naturschutz (BN) auf die Aussage der Polizei in der Presse, dass sie keine Ermittlungen wegen des Vorfalles der Ausbringung eines in der EU nicht zugelassenen Pestizids in Aiterhofen-Geltolfing mit über 100 verendeten Vögeln aufgenommen habe, da sie „dafür nicht zuständig“ sei.

Nachdem der Vorfall wahrscheinlich auf einer oder mehreren Straftaten, zumindest aber Ordnungswidrigkeiten im Chemie-, tierschutz- oder auch abfallrechtlicher Hinsicht beruht, sei dies nicht nachvollziehbar, lässt stellvertretender BN- Kreisvorsitzender Johann Meindorfer die Polizei und die Staatsanwaltschaft Regensburg, Zweigstelle Straubing, wissen. Dabei bittet der BN beide Stellen um Mitteilung, warum hier ursprünglich von einer Nicht-Zuständigkeit der Polizei ausgegangen und keine zeitnah gebotenen Ermittlungen eingeleitet wurden. Vorsorglich stellte der BN  noch Strafanzeige gegen unbekannt wegen des Vorfalles wegen Verstoßes gegen chemie-, tierschutz- wasser- oder auch abfallrechtlicher Vorschriften. Denn egal, ob jemand "billig" giftige Spritzmittel aus der konventionellen Landwirtschaft illegal entsorgen oder unzulässig "anwenden" oder aber wissentlich Tiere umbringen wollte, habe sich jedenfalls der Verdacht auf eine strafbare Handlung aufdrängen müssen. „Es wird gebeten, bei künftigen Meldungen über umwelt- und tierschutzrelevante Verstöße generell unverzüglich zeitnahe Ermittlungen einzuleiten,“ appelliert der Bund Naturschutz an die Behörden. Der Vorfall zeige wieder einmal die Risiken des Pestizideinsatzes in der konventionellen Landwirtschaft; Schäden durch Pestizide an Grundwasser, Boden, Tierwelt und Artenvielfalt sowie menschlicher Gesundheit ließen sich laut BN durch eine Bewirtschaftung nach den Grundsätzen des biologischen Landbaus vermeiden. Der Verbraucherschaft sei empfohlen, gezielt Bio-Lebensmittel einzukaufen, die obendrein noch garantiert gentechnikfrei produziert würden.

Mit freundlichen Grüßen

Johann Meindorfer

2. Kreisvorsitzender