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Neophyten wie Staudenknöterich und Indisches Springkraut verdrängen zunehmend wertvolle heimische Pflanzen: BN bietet Tipps und Infos zur Erhaltung der natürlichen heimischen biologischen Vielfalt

Beim Wandern Vielfalt entdecken: Pflanzen am Wegesrand, Bäume und Sträucher, Pilze, Moore, Farne, Flechten - Anregungen für Ausflüge bietet das Veranstaltungsprogramm der BayernTourNatur für jeden Regierungsbezirk. 

Brennessel als Heilpflanze, wertvolle Nahrungsergänzung, Raupenfutter wiederentdecken

Neophyten wie Japanischer  Staudenknöterich bzw.Sachalin-Knöterich und Indisches Springkraut verdrängen zunehmend wertvolle heimische Pflanzen, warnt der Bund Naturschutz (BN).  Dabei gelte es, diesem stark aufgekommenen sogenannten Neophyten Paroli zu bieten, sie auszureissen oder auszugraben undzu entfernen. Dies sei im Sinne der Erhaltung der natürlichen Biodiversität ein Beitrag zum Schutz der heimischen biologischen Vielfalt der Gene, Arten und Ökosysteme dar, indem die oft massenhaft in „Monokultur“ auftretenden Neophyten zu Gunsten der meist vielfältigen heimischen Flora und der an sie gebundenen Tierwelt zurückgedrängt werden.

Die Naturschützer  haben auch einen Vorschlag sowohl für Gartenbesitzer wie auch für Spaziergänger parat: wo sich indisches Springkraut breitmacht, dieses auszurupfen, bevor es seine Samen auswerfen kann, und damit der heimischen Pflanzenwelt auf einfache und wirkungsvolle Weise zu helfen. Stattdessen solle man heimischen Pflanzenarten wieder mehr Raum gewähren und Gärten sowie Freiflächen möglichst naturnah gestalten und erhalten. Man appelliert auch an alle Gartenbesitzer, ihre Grüngutabfälle ordnungsgemäß zu entsorgen und nicht einfach in der freien Natur, vielleicht sogar noch auf Biotopflächen oder gar an Gewässern abzulagern. Auf diese Art dürften auch die Problem-Neophyten in unsere Landschaft gelangt sein. Und: Die Grüngutabfälle verrotten ja nicht, sondern verfaulen mit allen negativen Folgen durch die sauren Sickersäfte für die Vegetation und die Gewässer.

 

Als eine zu Unrecht nicht immer angesehene Pflanzenpersönlichkeit stellen sie dabei die Brennessel in den Focus, die wertvoll sei als Heilpflanze und  Nahrungsergänzung. Dabei wirkt sie etwa als Brennesseltee unter anderem blutreinigend,  blutbildend,  blutstillend und  stoffwechselfördernd. Aber natürlich auch als Raupenfutter und somit als Grundlage für das Überleben von rund 50 Schmetterlingsarten sind bestimmte Brennnessel-Arten eine wichtige Futterpflanze. Die Schmetterlingsarten Admiral, Tagpfauenauge, Kleiner Fuchs (auch als Nesselfalter bekannt), Silbergraue Nessel-Höckereule, Dunkelgraue Nessel-Höckereule, Brennnessel-Zünslereule und das Landkärtchen sind sogar auf die Brennnessel angewiesen, andere Pflanzen kommen für diese Arten nicht in Betracht. Viele Gründe also, der Brennessel wieder Achtung und Wertschätzung zukommen zu lassen. Dann könne man bei ihrer genauen Betrachtung, ob als Einzelpflanze oder geschlossener Bestand auch ihre Schönheit auf sich wirken lassen, in der sie vielen Mode- Pflanzenarten in nichts nachsteht. Beim Wandern kann man die ganze Vielfalt entdecken: Pflanzen am Wegesrand, Bäume und Sträucher, Pilze, Moore, Farne, Flechten, Vögel, Insekten und auch Säugetiere unserer Heimat. Anregungen für Ausflüge bietet das Veranstaltungsprogramm der BayernTourNatur für jeden Regierungsbezirk.

 

Ein Infopaket Biodiversität mit Infos zur Gefahr durch Neophyten inclusive der Faltblätter „Vielfalt entdecken – Vögel, Insekten, Pilze , Pflanzen, Bäume und Sträucher am Wegesrand“ sowie das BayernTourNatur-Programm gibt es beim BN, Albrechtsgasse 3, 94315 Straubing, Tel. 09421/2512, Fax 09421/963910, Mail straubing@bund-naturschutz.de gegen 5 € als Schein oder  Briefmarken oder gegen Vorabüberweisung  auf das Konto 461251 des BN, Sparkasse Niederbayern-Mitte, BLZ 74250000 mit vollständiger Absenderangabe und Kennwort „IP Bio-Vielfalt / Bezirk…“ mit auch gerne  zugesandt.  Die Öffnungszeiten beim BN sind von Montag bis Freitag von 9 bis 17 Uhr,  Samstag von 9 bis 14 Uhr. Informationen zum BTN-Veranstaltungsprogramm gibt es auch unterwww.tournatur.bayern.de.