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Anspruch auf eine vollwertige Hochschule einfordern! Bei der Bayerischen Staatsregierung

Der Aufruf der Grünen nach einer gemeinsamen Initiative aller politisch aktiven Kräfte für eine vollwertige Hochschuleinrichtung in Straubing ist nur zu unterstreichen, ebenso wie die von Grünen-Stadtrat Erhard Grundl sowie vom früheren JU- und CSU-Funktionsträger Willi Stelzl in ihren Leserbriefen zusammengestellten Argumente dafür. Auch weil in den Ballungsräumen eine Überlastung der Verkehrs-Infrastruktur zunehmend zum Problem wird, Knappheit an Bauflächen und Wohnraum besteht und andererseits Oberzentren mit ländlichem Umfeld wie Straubing eine Aufwertung und eine Stabilisierung der Bevölkerungszahlen benötigen, ist die Ansiedlung einer vollwertigen Hochschuleinrichtung in Straubing mehr als vernünftig. Landesplanerisch wie ökologisch geboten, um die Ballungsräume nicht weiter zu überlasten. Finanzpolitisch sinnvoll, weil Grundstücks-, Bau- und Personalkosten in Oberzentren mit ländlichem Umfeld niedriger sind als etwa in München; was in München an Gebäuden (dazu-) gebaut oder gemietet werden muss, kommt in jedem Fall den Staat, die Steuerzahler, auch die in Niederbayern, teurer als in Straubing. Wohnraum sowie geeignete aus der Nutzung genommene Grundstücksflächen zur Wiederbebauung stehen hier zur Verfügung – ganz im Sinne der Flächenressourcenschonung, die nicht nur das Baugesetzbuch und das Landesentwicklungsprogramm Bayern (LEP), das Bayerische Staatsministerium des Innern etc. einfordern (was bisher viel zu selten in die Tat umgesetzt wird). Studien- und wissenschaftliche Arbeitsplätze in die Region zu bringen, verringert darüber hinaus Pendlerströme, entlastet die Verkehrswege, spart insgesamt Energie.

Das LEP enthält einige Argumente, mit der Straubings Forderungen unterstrichen werden können: „Um die Überlastquoten an den einzelnen Hochschulen zu reduzieren, sind die Studienplätze entsprechend auszubauen. Die gleichmäßige Auslastung der Studienkapazitäten der über das ganze Landesgebiet verteilten Hochschulen gewährleistet eine wohnortnahe Hochschulausbildung, erhöht die Qualität der Studienbedingungen und trägt zur gleichmäßigen Versorgung aller Landesteile mit akademisch ausgebildeten Nachwuchskräften bei.“ Und der Regionalplan sagt aus: Es ist von besonderer Bedeutung, das Oberzentrum  Straubing in seinen oberzentralen Versorgungsaufgaben zu stärken. Insbesondere sind anzustreben der Ausbau im oberzentralen Bildungsbereich und der Ausbau im oberzentralen Behördenbereich. Wenn dann milliardenschwere Investitionen zum Ausbau der Studienkapazitäten bei fast allen bayerischen Hochschulen laufen, muss auch die Ansiedlung von Grundstudiengängen verbunden mit damit zu schaffenden wissenschaftlichen Stellen und Studienplätzen zur Gleichstellung Straubings mit anderen Oberzentren in Sachen Hochschulausstattung erfolgen. Aus alledem lässt sich durchaus ein Anspruch Straubings auf eine vollwertige Hochschule ableiten. Diesen gilt es einzufordern. Bei der Bayerischen Staatsregierung. Im wohlverstandenen Sinne der Allgemeinheit.

Bund Naturschutz Kreisgruppe Straubing-Bogen

Johann Meindorfer

Stellv. Kreisvorsitzender