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Bayern-Entdecker werden und gewinnen! Programmheft der "BayernTourNatur" erhältlich

Die (Arten-) Vielfalt als unsere Lebensgrundlage braucht Schutz - Artenschwund hat verheerende Auswirkungen

BN-Infopaket erklärt, was Biodiversität bedeutet: "Naturschutz ist die beste Lebensversicherung"

»Biodiversität« als biologische Vielfalt der Gene, Arten und Ökosysteme ist sehr komplex, informiert der Bund Naturschutz (BN): Arten verschwinden heute in einem noch nie dagewesenen Tempo. Bereits heute wissen wir bei etlichen Arten, dass ihr Ausfall ganze Nahrungsketten und Ökosysteme verändert hat.

"Wir wissen, dass das Aussterben der Korallenriffe unmittelbar bevorsteht und welche verheerenden Wirkungen dies auf andere Arten der Meere hätte. Wir wissen, dass unser Lebensstil und die 40 Millionen in Deutschland lebenden Rinder und Schweine den Import von jährlich Millionen Tonnen an Soja und anderen Futtermitteln verursachen und damit zum Artensterben und Klimawandel beitragen. Wir wissen, dass Arten ausgestorben sind, bevor die Geheimnisse besonderer Wirkungsstoffe für die Anwendung in der Medizin gelüftet werden konnten," so der BN.

Die Erkenntnis, dass der Erhalt der biologischen Vielfalt neben dem Klimawandel die größte Herausforderung unserer Menschheit darstellt und wir uns ihren Verlust alleine aus ökonomischen Gründen nicht leisten können, beginne zu wachsen. Auch die Initiativen hierfür werden mehr, zumindest auf dem Papier. Weltweit haben 190 UN-Mitgliedstaaten die »Biodiversitätskonvention« unterschrieben und sich darin verpflichtet, den Rückgang der Artenvielfalt zu verlangsa-men. Die Staats- und Regierungschefs Europas haben sich 2001 dazu verpflichtet, bis 2010 den Rückgang der biologi-schen Vielfalt in Europa aufzuhalten. Die Bundesregierung hat 2007 eine Biodiversitätsstrategie verabschiedet. Und auch das bayerische Kabinett hat im Frühjahr 2008 eine Biodiversitätsstrategie beschlossen. Eine erste Bilanz für die eh schon nicht sehr ambitionierte bayerische Strategie fällt nach einem Jahr nicht sehr positiv aus, so vergleicht der BN einige Ziele der Strategie mit der Realität: Trotz Ziel: »Minimierung der Inanspruchnahme von Grund und Boden.« nimmt der Flächen-verbrauch für Siedlung und Verkehr, in Bayern nicht ab, trotz Wirtschaftskrise hat er von 2007 auf 2008 noch einmal zugenommen, auf 16,4 Hektar pro Tag. Großflächige Zerstörungen werden realisiert oder unvermindert geplant wie die Isental-Autobahn A 94 oder die dritte Startbahn am Flughafen München.

Wie man aber die Naturschönheiten der Heimat mit ihrer Vielfalt von Pflanzen, Bäumen und Sträuchen auch schon am Wegesrand entdecken kann, zeigt das Programm der "BayernTourNatur" für alle Regierungsbezirke Bayerns auf. Es enthält Exkursionen und geführte Wanderungen in allen Landkreisen und gibt Auskunft über die oft unbeachtete Vielfalt von Pflanzen am Wegesrand, vermittelt neue Erfahrungen und Artenkenntnisse für Gross und Klein.

Das komplette Programmheft der "BayernTourNatur" unter dem Motto und die Teilnehmer-Broschüre zu "Bayern-Entdecker werden und gewinnen!" mit den Faltblättern "Vielfalt entdecken - Pflanzen am Wegesrand, Bäume und Sträucher" gibt es beim Bund Naturschutz, Albrechtsgasse 3, 94315 Straubing, Tel. 09421/2512,  straubing@bund-naturschutz.de im Infopaket "Artenschutz/Biodiversität" gegen einen Kostenbeitrag von 5 EUR als Schein, Briefmarken oder Vorabüberweisung auf das Konto 461251 des BN, Sparkasse Niederbayern-Mitte, BLZ 74250000 mit vollständiger Absenderangabe und Kennwort "BayernTourNatur"

Mit freundlichen Grüssen

Johann Meindorfer

2. Kreisvorsitzender