Zur Startseite

Umweltbildung

Pressemitteilungen

Pressemitteilungen 2019

BN nimmt Stellung ...

  • Übersicht
  • Donauausbau
  • Hochwasser
  • Rettenbach
  • Windenergie SR-BOG

BN bietet Infopaket „Artenschutz Säugetiere“ an: Schutz für Luchs, Wildkatze und Biber

Warum die Wiederansiedlung von Säugetierarten wie Wildkatze und Biber wichtige Mosaiksteine für die Artenvielfalt und das Netzwerk des Lebens darstellt, wird im Infopaket „Säugetiere“ des Bund Naturschutz (BN) dargelegt: die Störung der biologischen Vielfalt der Gene, Arten und Ökosysteme mit dem Ausfall einzelner Arten kann Nahrungsketten und Ökosysteme gravierend verändern und ihre Stabilität gefährden, auch zum Schaden des Menschen. Die Europäische Wildkatze etwa ist eine eigene Art und nicht mit verwilderten Hauskatzen zu verwechseln. In Deutschland gibt es nur noch etwa 5.000 bis 7.000 Exemplare dieser scheuen Tiere. Sie leiden sehr unter dem Verlust ihres Lebensraums, der Wälder. Der BUND arbeitet zum Schutz der Wildkatze und anderer Waldtiere bereits seit 2004 an einem Waldverbund. Grüne Korridore aus Bäumen und Büschen sollen die isolierten
Waldgebiete Deutschlands wieder miteinander verbinden. Die Europäische Wildkatze ist wohl eine der heimlichsten Bewohnerinnen in Deutschlands
Wäldern, auch Experten bekommen sie nur in seltenen Fällen in der freien
Wildbahn zu Gesicht. Lange Zeit wurden die Wildkatzenbestände vor allem
durch die Jagd dezimiert. Heute steht die Wildkatze unter ganzjähriger
Schonzeit. Das größte Problem für die Wildkatze ist heute die immer
intensivere Nutzung der Landschaft durch Verkehr, Siedlungsgebiete und
Landwirtschaft. Dadurch wurden die Tiere auf wenige Restlebensräume
zurückgedrängt. Diese letzten Rückzugsgebiete liegen nunmehr verstreut wie
Inseln im Meer. Die dort lebenden, vereinzelten Wildkatzenpopulationen sind
sehr klein und entsprechend anfällig gegen Inzucht und Krankheiten. Die
Besiedlung neuer Lebensräume ist den Wildkatzen jedoch nicht möglich, weil
ausgeräumte Landschaften ihnen keinerlei Deckung bieten. Einzelnachweise in bisher unbesiedelten Waldgebieten zeigen jedoch die hohe Wanderbereitschaft vor allem junger Kater. Die vielen Totfunde an Straßen belegen die Gefahr bei diesen Wanderungen. Korridore zwischen den isolierten Waldgebieten würden die sichere Wanderung ermöglichen. So könnten neue Populationen entstehen und sich untereinander austauschen. Der BN setzt sich seit über 20 Jahren für die Rückkehr der Wildkatze in die bayerischen Wälder ein. In den Zucht- und Auswilderungsstationen in Schloß Wiesenfelden und Rothenbuch wurden seitdem über 600 Tiere auf das Überleben in der Wildnis vorbereitet und in verschiedenen Auswilderungsgebieten in die Freiheit entlassen.

Luchse und Wölfe zu sehen gibt es im Tierfreigelände am Haus zur Wildnis, mit der Bahn direkt erreichbar vom eigenem Haltepunkt „Ludwigsthal“ an der Waldbahn im Nationalpark Bayerischer Wald.

Informationen zum Schutz verschiedener Säugetierarten gibt im Infopaket
„Säugetiere“ beim BN, Albrechtsgasse 3, 94315 Straubing, Tel 09421/2512,
straubing@bund-naturschutz.de; gegen 5 €  in Briefmarken oder Vorabüberweisung  auf das Konto 461251 des BN, Sparkasse Niederbayern-Mitte, BLZ 74250000 mit vollständiger Absenderangabe und Kennwort „IP Säugetiere“.   

Mit freundlichen Grüssen

Johann Meindorfer