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BN nimmt Stellung ...

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BN feierte Doppeljubiläum: 100 Jahre Bund Naturschutz in Bayern und 40 Jahre Kreisgruppe Straubing-Bogen

Verhinderte Mülldeponie, gerettete Landschaften – Stärkung für Oberzentrum  Straubing statt München-Ausuferung

  

Ein Doppeljubiläum in Anwesenheit von OB Markus Pannermayr feierte der Bund Naturschutz (BN) am Sonntag am Ökomarktgelände der Bioland-Gärtnerei Justland: Landesvorsitzender Prof. Dr. Hubert Weiger überbrachte Dank und  Anerkennung für 40 Jahre ehrenamtliche Tätigkeit der BN Kreisgruppe Straubing-Bogen. Er würdigte die Verdienste des  Gründers Adolf Neuhofer ebenso wie dessen Nachfolge-Kreisvorsitzende Franz Wiegand, Martin Primbs und derzeit Andreas Molz mit ihren aktiven UnterstützerInnen. Als Erfolge vor Ort erwähnte er die Verhinderung der Restmülldeponie im Spitalwald bei Gschwendt auch mittels des ersten Wertstoffhofes in Straubing im ehemaligen Dietl-Bräu an der Regensburger Strasse, den der BN gründete und lange Zeit führte. Ebenso sei es gelungen, des geplante BMW-Fahrertrainingszentrums in Rettenbach, zu verhindern und die dortige Naturlandschaft am Hirschenstein als Ruheoase für Menschen und Lebensraum für seltene Tierarten wie das Auerhuhn zu erhalten. Dass der übergreifende Einsatz die frei fließende Donau zwischen Straubing und Vilshofen diese bisher vor weiteren Staustufen bewahrt hat, sei ein Beispiel für viele durch bayernweites BN-Engagement seit 100 Jahren gerettete Landschaften. Zu denen gehöre nicht zuletzt die Weltenburger Enge. Als Verkehrskonzept für die Zukunft dürften weitere Fernstrassenausbauten nicht durchgehen; Geld müsse vorrangig in den Bestandserhalt und in den Ausbau des Schienenverkehrs fliessen. 

Die anhaltende Flächensiegelung von  täglich 18,0 Hektar Land allein in Bayern sowie die Folgen und Auswüchse der industriell-intensiven Landwirtschaft mit Tendenz zu weiterer Massentierhaltung geisselte der BN-Chef mit drastischen Worten als unverantwortlich, unchristlich und unethisch. Sie gefährde längst die menschliche Gesundheit durch Resistenzen in Folge des überzogenen Antibiotikaeinsatzes in grossen Tierbeständen, bei dem es schon lange nicht mehr um Heilung kranker Tiere gehe. Er forderte die Sicherung noch vorhandener echt bäuerlicher Strukturen mit Ausbau der kontrolliert biologischer Landwirtschaft als  gesundheits-, klima- und umweltverträglichste Form des Landbaus. 

Molz unterstrich das Eintreten für die Energiewende, das beim BN vor Ort schon lange vor der Besetzung dieses Wortes seitens „der Offiziellen“ mit dem Widerstand gegen die atomare WAA begonnen habe und vor Ort vielfach weitergehe.

2. BN-Kreisvorsitzender Johann Meindorfer ermunterte OB und Politik nach den erwirkten Zusagen zum Hochschulausbau, weitere Studienplätze und auch Behördenverlagerungen aus dem überbordenden Ballungsraum München ins Oberzentrum Straubing einzufordern. Neben ökologischer und raumordnerischer Vernunft könne man sich dazu auch auf das Landesentwicklungsprogramm und den  Regionalplan berufen, wonach „es von besonderer Bedeutung ist, das Oberzentrum  Straubing in seinen oberzentralen Versorgungsaufgaben zu stärken“. Er warnte auch davor, mit dem geplanten Umgehungstorso nördlich von Alburg noch mehr Verkehr auf die Geiselhöringer Strasse und in die Innenstadt zu ziehen

 

 

Foto (Meindorfer): BUND-Bundes- und -Landesvorsitzender Prof. Dr. Hubert Weiger überreicht 1. und 2. BN-Kreisvorsitzenden  Andreas Molz ( rechts) und Johann Meindorfer ( links )ein Dankeschön mit grosser Anerkennung für 40 Jahre ehrenamtliche Tätigkeit der BN Kreisgruppe Straubing-Bogen.

 

 

Foto (Meindorfer): BUND-Bundes- und -Landesvorsitzender Prof. Dr. Hubert Weiger (Mitte) mit den BN-Kreisvorstandsmitgliedern (von links) Ernst Baumgartner, Johann Meindorfer, Roswitha Schanzer,  Andreas Molz und Volker Diergardt sowie OB Markus Pannermayr

Mit freundlichen Grüssen 

Johann Meindorfer

2. Kreisvorsitzender