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BN-Kreisvorstand weist Aussagen der Staustufen-Befürworter als beschönigend und absurd zurück - Lichter und Fackeln für die Donau gegen volkswirtschaftlich unsinnige und ökologisch schädliche Wasserstraßenausbauprojekte

Als beschönigend und absurd wies der BN-Kreisvorstand bei seiner ersten Sitzung 2013 die Aussagen der Staustufen-Befürworter zurück. Nur Lobbyisten der Bauindustrie- und Wirtschaftsverbänden und immer noch auch CSU-Politiker wollten den Eindruck erwecken, mit dem Staustufen-Bau ließe sich die Natur "verbessern", kritisierte Kreisvorsitzender Andreas Molz. Sogar die Gutachter im Auftrag der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung gingen im besten Fall nur von einer teilweisen Ausgleichbarkeit der Eingriffe in das Fluss-Aue-Ökosystems der Donau zwischen Straubing und Vilshofen" beim Staustufen-Bau aus. Aber die Planungen für Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen seien in dieser Größenordnung und Komplexität noch nie verwirklicht worden und widersprächen der Erfahrung, dass Stauhaltungen nicht ausgleichbar sind. Die frei fließende Donau zwischen Straubing und Vilshofen sei ein Naturreservat erster Güte, ein oft gerühmter "Hotspot der Artenvielfalt", bei dem die Zusammensetzung der Arten einzigartig ist und einige Tier- und Pflanzenarten eben nur hier leben können und nicht in Staubereichen. Nicht umsonst deshalb stehe die freifließende Donau unter dem Schutz der EU-Naturschutzgesetzgebung, der FFH- und der Vogelschutz-Richtlinie und müsse in dieser hohen Qualität erhalten werden.

Der 2. Kreisvorsitzende Johann Meindorfer zerpflückte die angebliche "Wirtschaftlichkeit" des Staustufen-Ausbaus. Unter Annahme von weiterem Güterverkehrswachstum errechneten die "offiziellen" Gutachter ein Verlagerungspotential von knapp 3 Millionen Jahrestonnen Fracht auf das Binnenschiff. Dieses passe auf 6 bis 8 Güterzüge täglich. Mit diesen kann es weitaus feiner verteilt werden als mit dem Schiff, nämlich auch ins Hinterland abseits der "Wasserstrassen". Warnungen vor einem Verkehrskollaps bei Verzicht auf die Verstauung bezeichnete er als Lobby-Drohgebärde. Ein Ausbau des umweltverträglicheren Verkehrsträgers Bahn sei auf etliche Relationen ganz unabhängig vom Donauausbau ohnehin nötig, um LKW- und auch PKW-Verkehr durch noch bessere Bahnangebote von den Autobahnen abzuziehen. Dabei gehe es auch um Strecken wie Nürnberg - Prag, Regensburg - Hof, Landshut - Plattling, Mühldorf - Freilassing, Straubing - München und das südostbayerische Chemiedreieck. "Es wäre damit in Sachen klimaverträglicherer Verkehr viel mehr erreicht als durch jeden Donauausbau. Und Aufträge, in der Folge Arbeitsplätze für Bauleute ergäben sich daraus nicht weniger, " so sein Resümee.

Am Samstag ab 17 Uhr werden BN und LBV vom Stadtturm aus wie auch bundesweit unter dem Motto Lichter und Fackeln für die Donau gegen volkswirtschaftlich unsinnige und ökologisch schädliche Wasserstraßenausbauprojekte protestieren.

Mit freundlichen Grüssen

Johann Meindorfer