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BN-Kreisvorstand: Weitere Agrarfabriken verhindern, ökologisch-soziale Steuer- und Agrarreform nötig

Dass Bürgerinitiativen und das Netzwerk "Bauernhöfe statt Agrarfabriken" in 4 Monaten 12 Tierfabriken für 680.000 Masthühner und 68.000 Schweine in Norddeutschland quasi im Wochentakt gestoppt haben, nahm der BN-Kreisvorstand am Montag bei seiner April-Sitzung mit Freude auf. Wenn auch vom hiesigen Bauernverband gewerbliche Großmastanlagen beschönigt dargestellt werden, müsse man auch im Bereich Straubing-Bogen  weitere solche konzern- und antibiotika-abhängige Massentierhaltung in Agrarfabriken verhindern.

Auch dürften im Rahmen der EU-Agrarreform Gelder nicht mehr nach der Größe der Höfe vergeben werden. Vielmehr sei für eine flächengebundene, artgerechte Tierhaltung in unabhängigen bäuerlichen Strukturen mit fairen Erzeugerpreisen zu sorgen.  "Die kontrolliert biologische Landwirtschaft als die  gesundheits-, klima- und umweltverträglichste sowie zukunftsfähige Form des Landbaus muss Leitbild für Erzeugung von Lebensmitteln und nachwachsende Rohstoffe sein", erklärte 2. Kreisvorsitzender Johann Meindorfer. Deshalb rät der Bund Naturschutz allen VerbraucherInnen zum gezielten Kauf von Bio-Produkten.

Aber auch von den Landwirtschaftsministerien sowie von Stadt und Landkreis erwartet man ein vorbildliches Angebot von Bio-Produkten auch bei der Verpflegung in Kindertageseinrichtungen, Schulen, Gesundheits- und Sozialeinrichtungen und Kantinen.

Als Anreiz zum Energiesparen, zur Vermeidung unnötigen Verkehrs und zum Umstieg auf eine ressourcenschonende Landwirtschaft fordert der BN ein ökologisch-soziales Steuersystem. Dieses könne auch die die Autobahn A3 besser entlasten als jeder Donauausbau, bei dem die konkreten Planungen kritisch zu begleiten seien. Der Hochwasserschutz dürfe nicht als Vehikel für weiteren Flächenfrass durch ausufernde Bebauung des Donautals missbraucht werden. Er solle vor allem die bestehende Besiedlung schützen. Das Verkehrskonzept der Regierung dürfe sich nicht auf den Raum zwischen  Regensburg und Passau beschränken. "Es muss Verkehr schon weit vorher auf die Schiene abfangen", so 1. Vorsitzender Andreas Molz.

Mit freundlichen Grüssen

Johann Meindorfer