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BN nimmt Stellung zum Planfeststellungsverfahren zur Lärmsanierung an Schienenwegen in Straubing

Einwendungen Betroffener noch bis 4. Oktober möglich

Der geplante Lärmschutz der Bahnanlagen in Straubing findet prinzipiell Zustimmung  beim Bund Naturschutz (BN). In seiner Stellungnahme im Rahmen des Planfeststellungsverfahrens an die Regierung von Niederbayern und die Stadt Straubing mahnt der BN vor allem an, dass das Einverständnis des Umweltamtes der Stadt Straubing auch bezüglich der schalltechnischen Untersuchung bestehen müsse, damit auch sichergestellt sei, dass den Belangen aller Betroffener Rechnung getragen wird. Einwendungen Betroffener seien noch bis 4. Oktober möglich, informiert der BN und die Unterlagen könnten beim Stadtplanungsamt in der Stadtverwaltung auf Zimmer 148 eingesehen werden. Dies sei allen empfohlen, die möglicherweise von den nun geplanten Lärmschutzwänden noch gar nicht profitierten, weil diese nur auf einigen Abschnitten des Schienenkorridors durch Straubing vorgesehen sind.

Gegen das Vorhaben an sich werden keine Einwendungen erhoben, wenn das Einverständnis der Unteren Naturschutzbehörde der Stadt Straubing auch bezüglich des Ausgleichsbedarfes (besteht, nach deren Beurteilung den rechtlichen und ökologischen Erfordernissen vollumfänglich Rechnung getragen werde. Der Erfolg der Durchlässe zum Erhalt von Wanderungsmöglichkeiten von Kleintieren solle in einem Monitoringverfahren kontrolliert, dokumentiert und die Massnahmen ggf. nachgebessert oder ein zusätzlicher Ausgleich geschaffen werden; Ferner müsse dafür Sorge getragen werden, dass bei den Bauarbeiten die Eingriffe in Grünflächen und den Gehölzbestand bestmöglich minimiert sowie geschädigte Bereiche wieder fachgerecht renaturiert werden. Und das Umweltamtes der Stadt Straubing müsse die die schalltechnische Untersuchung sowie den Umfang der Massnahmen als ausreichend ansehen.

Die fach- und sachgerechte Entsorgung des gesamten belasteten Abraums von vorgefundenen Altlasten muss aus BN-Sicht zum Schutz der menschlichen Gesundheit, des Bodens und des Grund- und Trinkwassers ebenso sichergestellt werden. Und anstelle von Kies oder Schotter soll beim Unterbau von Baustrassen, Wegen, Lagerflächen und Stellplätzen zur Schonung natürlicher Ressourcen aufbereitetes und gereinigtes Bauschutt-Granulat verwendet werden. Die Verwendung von aufbereitetem und gereinigtem Bauschutt-Granulat anstelle von Kies oder Schotter beim Unterbau von Baustrassen, Wegen, Lagerflächen und Stellplätzen zur Schonung natürlicher Ressourcen soll bei Ausschreibung und Vergabe verbindlich vorgegeben werden. Diese Verpflichtung ergebe sich aus dem Abfall- und Beschaffungsreicht. Damit unnötiger LKW-Verkehr vermieden werden kann, sollte die Anlieferung der vorgefertigten Baumaterialien für die Lärmschutzwände im Hauptlauf auf der Schiene als dem energieeffizientesten Verkehrsträger erfolgen. 

Mit freundlichen Grüßen

Johann Meindorfer

2. Kreisvorsitzender