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BN: „Nordumfahrung Alburg“ unnötiger und kontraproduktiver Sachzwang zu Geiselhöringer Umgehung – Gewerbegebiet „Am Kronsteig“ gerade noch vertretbar, wenn künftig flächenschonendes Gewerbeflächenmanagement erfolgt

In seiner Stellungnahme zum Bebauungs- und Grünordnungsplan " Gewerbepark Alburg/ Am Kronsteig " lehnt  der Bund Naturschutz (BN) den geplanten Umgehungstorso nördlich von Alburg ab. Die in den Planunterlagen dargestellte Trasse einer „Nordumfahrung Alburg“ sei eine unnötige und kontraproduktive Sachzwangsetzung, solange Alternativen auf bestehenden Trassen wie der „Regionaltrasse“ bestehen, die gesamthaft mit einem erheblich geringeren Flächenverbrauch auskommen. Der Bau zusätzlicher Paralleltrassen zur bestehenden ST 2142, die dann wieder auf diese bzw. die Geiselhöringer Strasse treffen, würde in deren weiterem Verlauf und insbesondere an der durch motorisierten Individualverkehr bereits völlig überlasteten Kreuzung mit Stadtgraben/Westtangente zu einer nicht mehr vertretbaren Zusatzbelastung führen. Statt dem Bau zusätzlicher Paralleltrassen zur bestehenden ST 2142 solle sich die Stadt in erster Linie für eine Reduzierung des motorisierten Individualverkehr, eine Verlagerung bedeutender Anteile dessen auf die umweltverträglicheren Verkehrsträger Fahrrad, Bus und Bahn und für eine umgehende Sanierung und Beschleunigung der Gäubodenbahn mit  Verdichtung der Zugfrequenz auf einen Halbstundentakt in den Schul- und Berufsverkehrszeiten sowie einen vorbildhaft flächensparend-umweltschonenden Ausbau der „Regionaltrasse“ mit einer flächenschonenden Umgehung Hainsbachs einsetzen.

Die Notwendigkeit des geplanten Gewerbegebietes „Am Kronsteig“ sei angesichts vieler leerstehender geplante Gewerbegrundstücke und der wenige hundert Meter stadteinwärts grossen erschlossenen Gewerbeflächen im Bereich Otto-von-Dandl-Ring nur sehr schwer nachzuvollziehen. Die Ausweisung könne gerade noch als vertretbar akzeptiert werden, wenn die Stadt auf einen Zeitraum von mindestens 15 Jahren auf weitere zentrumsferne Gewerbegebiete– mit Ausnahme schon erschlossener der brachliegender Flächen – verzichtet. Ausserdem müsse die Stadt bei An- oder Umsiedlungswünschen im Rahmen eines flächenschonenden Gewerbeflächenmanagements aktiv auf Nutzung der schon erschlossenen oder brachliegender Flächen hinwirken. Das geplante Gewerbegebiet solle zudem Betrieben des produzierenden Gewerbes und Grosshandelsbetrieben vorbehalten bleiben, die Ansiedlung von grossflächigen Einzelhandelsbetrieben wie Getränke-, Lebensmittel-, Bekleidungsgeschäften dagegen unterbleiben.,

Die Verbauung zusätzlicher neuer Flächen an Ortsrändern sei mit den Zielvorgaben des Landesentwicklungsprogrammes nur vereinbar, wenn diese mit einem verdichteten Bebauungskonzept erfolgt, das auch den Umfang der Verkehrsanlagen minimiert. Die vorgesehene verdichtete Bebauung mit mehrgeschossigen Gebäuden im Wohngebiet WA 1 als Ortsteil-/Nahversorgungszentrum begrüsst der BN daher als städtebaulich erforderlich und sachgerecht. Sie solle mit einer von Osten her abgestuften Geschosszahl  von 4 bis 2 Geschossen Richtung Westen ausgedehnt werden, die Flächen des geplanten Wohngebietes WA 2  zur Bebauung mit überwiegend Einfamilienhäusern soll dagegen entsprechend reduziert werden.

Jedenfalls müssten die Hauptverkehrsachsen Alburger Hauptstraße und Geiselhöringer Straße mit Geh- und Radwegverbindungen und einem geschwindigkeitsminderndem Umbau von einem Teil des Durchfahrtsverkehrs entlastet werden. Aus Anlass der Einwohnermehrung durch die Bebauung sei das Fahrtenangebot der Stadtbuslinie 3 zum ganztägigen Halbstundentakt zu verdichten. Dabei könnte die Linie in ihrem Westteil für die dann zusätzlichen  Kurse in zwei Linienäste aufgeteilt werden, die halbstündlich versetzt den ganzen Bereich Alburg bedienen könnten, führt der 2. BN-Kreisvorsitzende Johann Meindorfer mit detaillierten Vorschlägen für den Linienverlauf aus.

Mit freundlichen Grüssen

Johann Meindorfer

2. Kreisvorsitzender