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BN plädiert für faire und umweltschonende Mode: Mehr »Grün«in den Schrank!

Bio-Klamotten kommen dieses Frühjahr trendy daher – Bio Mode frei von giftigen Chemikalien

In den neuen Frühjahrskollektionen locken vielfach wieder Billig-Klamotten. Doch solche neuen Kleidungsstücke hüllen uns manchmal in einen wahren Chemikaliencocktail, zeigt der Bund Naturschutz (BN) auf: krebserregende Azofarbstoffe, Nonylphenolethoxylate (NPE), Schwermetalle, fortpflanzungsschädigende Weichmacher oder chlorierte Kohlenwasserstoffe (gegen Schimmelbildung beim Transport). Stoffe, die in Deutschland längst verboten sind, werden in Billiglohnländern immer noch zum Reinigen und Färben der Baumwollfasern eingesetzt. Und sie vergiften dort über ungefilterte Abwässer ganze Flüsse und machen Menschen krank. Auch für die Endverbraucher können sie gefährlich sein. NPE zum Beispiel gelangen nach dem Waschen übers Abwasser in unsere Flüsse und Seen, bauen sich dort zum hormonell wirksamen Nonylphenol ab und reichern sich in unserer Nahrungskette an. „Höchste Zeit, der giftfreien grünen Mode durch gezielte Nachfrage zum Durchbruch zu verhelfen“l so der BN.

Der Inhalt des Kleiderschrankes zeige oft noch wenig Bewusstseins für Nachhaltigkeit. Zu weit weg seien wohl die von Säuren, Laugen und Schwermetallen vergifteten Flüsse in Asien, die pestizidverseuchten Baumwollfelder in Afrika. Die Modeindustrie zähle zu den größten Umweltsündern überhaupt. Der Preis rür ein „tolles“ T-Shirt für zehn Euro sei viel höher als der auf dem Etikett. Die durchschnittliche Nutzungsdauer von Textilien habe  sich in den vergangenen 50 Jahren dramatisch verkürzt. „Wir in Deutschland werfen jedes Jahr eine Million Tonnen Kleider auf den Müll. Und kaufen neu, um bald wieder wegzuschmeißen. Ein irrsinniger Kreislauf, der ganze Ökosysteme zerstört“, befindet die Autorin Stefanie von der Heide im aktuellen BN-Magazin „Natur und Umwelt“. Es gelte generell, Textilien nicht nur eine Saison lang zu nutzen, sondern über längere Zeiträume. Und bei Ersatzkauf bewusst  „grüne Bio-Mode“ zu kaufen.

Die Unterschiede von Bio-Mode zur herkömmlichen Kleidung fangen eben schon bei dem Rohstoff an, denn für Öko-Mode sind 100 Prozent Baumwolle aus kontrolliertem Bio-Anbau (kbA) oder Bio-Wolle aus kontrolliert-biologischer Tierhaltung (kbT) ein Muss. Die empfindliche Bio-Baumwolle wird nicht mit giftigen Pestiziden gespritzt, die Bio-Wollschafe werden keinen Pestizidbädern ausgesetzt, wie es im konventionellen Bereich leider üblich ist. Das schont Bauern, Landarbeiter, Tiere, Umwelt und Grundwasser. Den Pestizidschleier am Körper tragen da nicht nur die Schafe, die einer Chemikaliendusche unterzogen werden, sondern auch die Kunden, die sich Kleidungsstücke aus derart behandelter Wolle oder Baumwolle anziehen.

Ein Infopaket  „Kleidung“ gibt es Montag bis Freitag von 9 bis 17Uhr beim BN, Albrechtsgasse 3, 94315 Straubing, Tel 09421/2512, straubing@bund-naturschutz.de für 5 € (Schein/Briefmarken) oder Vorabüberweisung  auf das Konto 461251 des BN, Sparkasse Niederbayern-Mitte, BLZ 74250000 mit vollständiger Absenderangabe und Kennwort „Kleidung“.

Mit freundlichen Grüssen

Johann Meindorfer