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BN sieht schwierigen Start für Amphibien bei diesjähriger Frühjahrswanderung – Rücksicht von Autofahrern gefragt

Der lange Winter stellt laut Bund Naturschutz (BN) einen schwierigen Start für Amphibien bei ihrer diesjähriger Frühjahrswanderung dar: Doch verlassen nun Kröte, Frosch und Molch ihre Winterquartiere. Vielerorts sind schon Amphibienzäune aufgebaut, um ca. 700.000 Amphibien vor dem Straßentod zu retten.

Bis zu 5 Kilometern werden von den Amphibien auf der Wanderung zu den Laichgewässern zurückgelegt. Erst im Wasser kann die Hochzeit stattfinden. Die ersten Frösche nutzten schon die wenigen warmen Tage Anfang März, einige laichten sogar schon ab. Die Rückkehr des Winters zerstörte Teile des Laichs, ein natürliches Ereignis, auf das die Arten angepasst sind. Wichtig sei jetzt aber, dass der nächste und sicher massive Wanderschub ungehindert erfolgen kann.

Dass ganze Populationen durch starkes Verkehrsaufkommen auf den Straßen ausgelöscht werden können, ist seit vielen Jahren bekannt. Der BN bittet daher alle Autofahrer, derzeit besonders aufmerksam zu sein. Gerade im Umfeld von Teichen, in Talauen und besonders an Straßenabschnitten mit Amphibienhinweisschildern ist mit starken Wanderungen von Erdkröten und Fröschen zu rechnen. Es sei besonders unverständlich, dass sogar in Tempo-30-Bereichen immer wieder überfahrene Tiere zu finden seien. Damit Frösche und Kröten beim Überqueren von Innerorts-Strassen schützende Bereiche in Gärten erreichen und somit vor dem Überfahren geschützt werden, ist es laut BN wichtig, auf durchlaufende Zaunsockel an den Grundstücksgrenzen zu verzichten, das diene darüber hinaus auch dem Igelschutz.

Da die immer intensivere Landwirtschaft auch durch den Einsatz von Agrochemikalien nicht nur die Artenvielfalt bei Amphibien, sondern auch bei Reptilien, Vögeln oder Säugetieren beeinträchtigt, bekräftigt der BN auch aus diesem Grund seine Forderung nach Produktion von Lebensmitteln als auch von nachwachsenden Rohstoffen nach den Grundsätzen des kontrolliert biologischen Landbaus. Dieser sei anerkanntermassen die gesundheits-, klima- und umweltverträglichste und damit zukunftsfähigste Form der Landwirtschaft und die Verbraucherschaft sei zum gezielten Einkauf von Bioprodukten aufgerufen.

Ein Infopaket Amphibienschutz gibt es von Montag bis Freitag von 9 bis 17 Uhr beim BN, Albrechtsgasse 3, 94315 Straubing, Tel. 09421/2512, straubing@bund naturschutz.de gegen 5€ als Schein oder Briefmarken oder gegen Vorabüberweisung  auf das Konto 461251 des BN, Sparkasse Niederbayern-Mitte, BLZ 74250000 mit vollständigerAbsenderangabe und Stichwort „IP Amphibien“.   


Mit freundlichen Grüssen

Johann Meindorfer