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BN wählte Kreisvorstand neu

Mit einem Vortrag "Zur Situation des Bibers in Niederbayern" von Dipl.-Ing. (FH) Forst Jens Schlüter, BN-Biberberater für Nordbayern, begann die Jahreshauptversammlung der BN-Kreisgruppe artenschutzfachlich. Schlüter stellte dazu die verschiedenen Stufen des Bibermanagements dar. Als problematisch stelle sich für die steigende Biberpopulation der Mangel an unbewirtschafteten Uferstreifen an Gewässern mit ausreichenden Gehölzbeständen dar. Nachdem diese nicht nur für den Biber, sondern auch für ein sinnvolles Biotopverbundsystem gerade in intensiv bewirtschafteten Agrarlandschaften wichtig wäre, sollte hiermit eine systematische Bereicherung der Landschaft erfolgen, nicht nur für den Biber, sondern für die Stabilisierung der Artenvielfalt und damit auch für den Menschen, resümierte die Versammlung. Die Neuwahl des Vorstandes bestätigte 1. Vorsitzenden Andreas Molz, 2. Vorsitzenden: Johann Meindorfer. Schatzmeisterin Roswitha Schanzer und Schriftführer Volker Diergardt in ihren Ämtern. Delegierte wurde Gisela Diergardt, Beisitzer blieb Martin Hoffmann, Kassenprüfer Jürgen Häns.

 

Molz erläuterte den Diskussionsstand zum Donauausbau und kritisierte dabei das sogenannte Donau-Vorlandmanagement des Wasserwirtschaftsamtes Deggendorf gerade im Isarmündungsbereich einerseits und andererseits, dass die weiteren Untersuchungen an die Rhein-Main-Donau-Gesellschaft (RMD) als wirtschaftlichen Nutzniesser von Staustufen mit Stromerzeugung vergeben worden seien. Meindorfer stellte die Position der Kreisgruppe zu Photovoltaik-Freilandanlagen dar: Mehr  Photovoltaik- wie auch Warmwasser- Solaranlagen seien dringend erforderlich, um die gefährliche Atomkraft und die klimaschädlichen fossile Energieträger ablösen zu können. Vorrangig sollten dafür vorhandene Dachflächen genutzt werden, mit denen keine zusätzliche Fläche beansprucht werde. Photovoltaik-Freilandanlagen sollten grundsätzlich vorrangig im Anschluss an bestehende lineare Störstrukturen wie Fernstrassen oder Bahnlinien bzw. an Gewerbe- und Industriegebiete angeordnet werden mit ausreichendem Abstand zu Wohngebieten. Wegen der auf intensiv landwirtschaftlich zur konventionellen Nahrungs- oder Biotreibstoff-Produktion genutzten Flächen zu befürchtenden Einträge von Chemikalien (Pestizide, Dünger) in Boden und Grundwasser sowie der schlechteren Energieausbeute bei Anbau von Monokulturen für die Biotreibstoffproduktion gegenüber der Photovoltaik könnten Bedenken gegenüber Photovoltaik-Freilandanlagen zurückgestellt werden, wenn damit nicht das Landschaftsbild oder schützenswerte Landschaftsbestandteile beeinträchtigt würden. Generell müsse dabei der dauerhafte Erhalt der vorgesehenen Gehölzpflanzungen möglichst unter Einbindung in ein Biotopverbundsystem auch nach einem eventuellen Abbau der Photovoltaikanlagen verbindlich sichergestellt werden, was bisher in keinem Fall so festgelegt worden ist. Die Entfernung der Gehölze beim Rückbau der Anlagen würde bedeuten, dass die Gehölze dann entfernt werden, wenn sie durch ihr höheres Alter und höheren Wuchs einen höheren ökologischen Wert als die Neuanpflanzung hätten. Dies könne aus arten- und naturschutzfachlicher Sicht nicht hingenommen werden.

 

Hans Lohmeier, 2. Bürgermeister der Stadt Straubing, sprach die unbefriedigende Situation den Bahn in Straubing an: es ergab sich eine rege Diskussion darüber, wie man Verbesserungen erreichen könnte. Der Freistaat Bayern dürfe nicht wie bei der Verweigerung einer Hochschule Straubing auch beim Bahnangebot benachteiligen, stellte Meindorfer fest. Deshalb sei nach wie vor ein engagierter Einsatz der Bundestags- und Landtagsabgeordneten für Verbesserungen nicht nur bei der DB AG sondern vor allem auch beim Freistaat Bayern erforderlich, so die Teilnehmer. Auch fehle es auf Bundes- wie Landesebene an Mittelbereitstellung zum notwendigen Ausbau des Öffentlichen Nahverkehrs, was auch zu Lasten des Fahrgastpotentials für die Bahn gehe. Denn wer aus dem Landkreis den Bahnhof nicht bequem mit dem Bus erreichen kann, gehe oftmals der Bahn als Fahrgast verloren, wenn er das Auto dann für die gesamte Strecke benutzt. Und Investitionen der DB AG wiederum hingen von der Fahrgastzahl an den Bahnhöfe ab,  weshalb Initiativen zur Steigerung der Fahrgastzahl seitens der Stadt nötig seien.

 

Mit freundlichen Grüssen

Johann Meindorfer

2. Kreisvorsitzender<//span>