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BN zum Weltgesundheitstag am 7. April: Bio-Landbau ist Basis gesunder Ernährung

Der regionale Bio-Landbau sei die Basis gesunder Ernährung, bemerkt der Bund Naturschutz BN zum diesjährigen Weltgesundheitstag am 7. April. Insbesondere vegetarisch-leckere Rezepte mit regional und saisonal verfügbarem Bio-Gemüse seien eine bekömmlich Alternative zu den üblichen Fleischgerichten. Zu viel Fleischkonsum sei ehemals tropischer Regenwälder einerseits Ursache etlicher Zivilisationskrankheiten, andererseits über Futtermittelimporte von Anbauflächen und hohen Energieaufwand klimaschädlich, auch weil dafür ehemals tropische Regenwälder als wertvolle Kohlenstoffspeicher mit ihrer noch weitgehend unerforschten Artenvielfalt vernichtet würden. Bio-Einkauf sei gut für Artenschutz, Biodiversität, Boden, Grundwasser, Klima und Gesundheit.  Zusätzliche Bio-Kontrollen sorgten für hohe Lebensmittelsicherheit.

In der EU darf nur mit „bio“ bezeichnet werden, was tatsächlich der EU-Öko-Verordnung entspricht. Es gebe inzwischen viele Untersuchungen, die darauf hinweisen, dass Bio-Produkte gesünder sind: Sie enthalten mehr gesundheitsfördernde sekundäre Pflanzeninhaltsstoffe, Bio-Milch enthält 15 bis 80 Prozent mehr Vitamine A und E sowie 40 bis 90 Prozent mehr mehrfach ungesättigte Fettsäure.

Bio-Bauern schützen das Grundwasser vor Pestiziden und Nitraten. Sie fördern mit ihrer Arbeit die Artenvielfalt und steigern die Fruchtbarkeit des Bodens, so der BN. In Entwicklungsländern trägt der Öko-Landbau dadurch zu mehr Ernährungssicherheit bei. Er gibt Kleinbauern die Chance, für sich selbst und die lokalen Märkte genug Lebensmittel zu produzieren, ohne die Böden auszulaugen. Zudem verbrauchen Bio-Bauern für die Erzeugung von einem Kilogramm Nahrungsmittel weniger Energie als ihre konventionellen Kollegen. Sie tragen damit zum Klimaschutz bei. Zum Thema Allergien und Unverträglichkeiten heisst es, dass Bio-Hersteller auf problematische Zusätze wie Hyperaktivität fördernde Farbstoffe oder allergieauslösende Sulfite bei der Verarbeitung verzichten. Dies helfe Menschen, die an Unverträglichkeiten leiden. Außerdem informiert die im Bio-Laden übliche Volldeklaration auf der Verpackung über sämtliche Inhaltsstoffe. Ein breites Sortiment an glutenfreien Lebensmitteln hilft Menschen, die dieses Getreideeiweiß nicht vertragen. (Kuh-)Milchallergiker finden zahlreiche pflanzliche Alternativen sowie Schaf- und Ziegenmilchprodukte. Und Bio-Tieren gehe es besser als anderen, denn sie müssen so gehalten werden, dass sie ihre natürlichen Verhaltensweisen ausleben können. Kühe wollen auf die Weide, Hühner müssen scharren und picken, Schweine wollen wühlen. Deshalb schreiben die Öko-Regelungen artgerechtes Futter, genug Platz im Stall und Auslauf vor. Die Öko-Regelungen schließen überdies Gentechnik in Anbau und Verarbeitung völlig aus. Auch dort, wo sie bei konventionellen Lebensmitteln erlaubt ist und nicht deklariert werden muss – etwa beim Tierfutter oder bei Zusatzstoffen. Mit aufwendigen Maßnahmen und Analysen versuchen die Hersteller, jede gentechnische Verunreinigung zu verhindern.

Das Infopaket  „Gesund mit Bio“ gibt es Montag bis Freitag von 9 bis 17, Samstag bis 13 Uhr beim BN, Albrechtsgasse 3, 94315 Straubing, Tel
09421/2512, straubing@bund-naturschutz.de für 5 € (Schein/Briefmarken) oder Vorabüberweisung  auf das Konto 461251 des BN, Sparkasse Niederbayern-Mitte, BLZ 74250000 mit vollständiger Absenderangabe und Kennwort „Gesund Bio“.

Mit freundlichen Grüssen

Johann Meindorfer