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BN zum Welttierschutztag am 4. Oktober: Kein Fleisch aus Massentierhaltung - Vegetarier helfen Tieren, Umwelt und Klima

Auf tierversuchsfreie Kosmetikartikel achten – Körperpflegemittel in BIO-Qualität ohne bedenkliche Inhaltsstoffe

Kontrolliert biologisch angebaute Rohstoffe, Verzicht auf Zusatzstoffe bei Verarbeitung als Garant für Schadstofffreiheit

Zum Welttierschutztag am 4. Oktober (Donnerstag) ruft der Bund Naturschutz (BN) dazu auf, beim Kauf von Kosmetikartikeln auf tierversuchsfreie Körperpflegemittel in BIO-Qualität zu achten. Als Käufer habe man eine große Macht beim Einkaufen: „Kaufen Sie Produkte, die nicht an Tieren getestet wurden“, so der Appell. Körperpflege auf Naturkosmetikprodukte setzt, tut dem Körper Gutes tun und hält Schlechtes fern, nämlich die Fülle von Schadstoffen und Konservierungsmitteln, die sich in konventionellen Körperpflege- und Kosmetikprodukten finden und von der Haut aufgenommen, mit dem Blut im Körper verteilt und in den Hauptorganen gelagert werden können, rät der BN. An Krebstumoren durchgeführte Obduktionen hätten Rückstände von Methyl-, Ethyl- und Propylparabenen ergeben, die nach aller Wahrscheinlichkeit durch das äusserliche Auftragen von Pflegeprodukten und Kosmetika in den Körper gelangen konnten. Auch konventionelle Deos stünden durch das Auftragen auf die Haut in der Nähe der Brust, die Langzeitexposition aufgrund der täglichen Anwendung sowie die möglicherweise erleichterte Aufnahmemöglichkeit durch kleine Hautverletzungen in der kritischen Diskussion. Bio-Naturkosmetik setzt bei den Grundstoffen und auch zur Konservierung auf naturbelassene Rohstoffe aus Bio-Anbau und vermeidet somit den Einsatz und die Freisetzung von Schadstoffen von Grund auf. Nicht nur der Körper der Konsumenten wird davon verschont, sondern auch die Gesundheit der Erzeuger, Boden und Grundwasser.

Aber auch durch konventionelleTextilien können Gifte auf die Haut und damit in den Körper gelangen. Bevor sie über den Handel in die Haushalte gelangen, werden die Materialien an den verschiedensten Stationen der Produktionskette mit einer Vielzahl von chemischen Hilfsstoffen in Kontakt gebracht. Neben der Tatsache, dass vor allem die Arbeiter der Textilindustrie mit diesen, zum Teil giftigen Chemikalien in Berührung kommen, sollte man sich auch bewusst sein, dass einige dieser Stoffe hautreizend, allergen oder sogar krebserregend wirken können. Darüber hinaus belasten diese Chemikalien nicht nur den Menschen an sich, sondern auch die Umwelt. Da viele Textilchemikalien unbrauchbar sind, wenn sie ihren Zweck erfüllt haben, gelangen sie zu einem großen Teil ins Abwasser und dadurch früher oder später auch in den gesamten Stoffkreislauf. Bei Textilien mit Bio-Zertifizierung werden neben der ökologisch angebauten Baumwolle dabei auch alle Verarbeitungsstufen überprüft.

Natürlich erspare jede Vegetarierin und jeder Vegetarier nicht nur den Tieren entsprechendes Leiden, sondern auch der Umwelt durch seinen Fleischverzicht klimaschädliche Emissionen von Methangas, das in der Nutztierhaltung und der Fleischproduktion entsteht. Weniger Fleischkosum sparte ebenso Energie in der Nahrungsmittelproduktion ein, da der direkte Verzehr von pflanzlichen Lebensmitteln energieintensive „Veredelungsprozesse“ etwa von Getreide in Fleisch vermeidet, die gerade in der industriellen Massentierhaltung und Nahrungsmittelindustrie oft mit weiten Transportwegen von Futtermitteln oder auch Fleisch etwa aus Südamerika nach Deutschland verbunden ist. Vegetarisch Grillen mit Bio-Soja-Würstchen oder Bio-Gemüse sei daher im Sinne von Mensch und Tier optimal. Und alle Fleisch-Griller sollten statt Billig-Fleisch vom Discounter lieber qualitätvolles und tierschutzgerecht erzeugtes Bio-Fleisch kaufen. Das sei neben den gesundheitlichen Vorteilen ein gewichtiger Beitrag zum Klimaschutz.

Infopakete „Körperpflege“ und „Bio“ inclusive Rezepten gibt es Montag bis Freitag von 9 bis 17, samstags bis 14 Uhr beim BN, Albrechtsgasse 3, 94315 Straubing, Tel. 09421/2512, Fax 09421/963910, Mail straubing@bund-naturschutz.de, bei Vorabüberweisung von je 3 € auf das Konto des Bund Naturschutz Straubing 461251 bei der Sparkasse Niederbayern-Mitte, BLZ 74250000 mit vollständiger Absenderangabe und Stichwort „IP Körperpflege“ bzw. „IP Bio“ .

 Mit freundlichen Grüßen

Johann Meindorfer