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BN zur „Earth Hour“ am Samstagabend: „Global denken – lokal handeln“ hat immer noch Geltung

Verantwortliche in der Politik genauso gefordert wie Unternehmen und alle Einzelnen – Lichter aus ab 20.30 Uhr

Das Motto „Global denken – lokal handeln“ hat laut Bund Naturschutz (BN) immer noch Geltung – in Bezug auf den ökologischen Fussabdruck, den wir hinterlassen und der Erde verpassen. Es richte sich an jede und jeden einzelnen genauso wie an Politiker und Behörden. Der Klimaschutz erfordere natürlich übergreifend nationales, ja internationales Handeln, es erübrige aber nicht das Engagement vor Ort. Unter dieser Devise unterstützt der BN mdie symbolischen Aktion „Earth Hour 2013“, um die Notwendigkeit zum Handeln für den Klimaschutz aufzeigen. Am heutigen Samstag, gehen von 20.30 bis 21.30 Uhr rund um den Globus viele Lichter aus - Städte legen symbolisch den Schalter um und hüllen ihre bekanntesten Bauwerke in Dunkelheit.

Energiespartipps und –möglichkeiten dazu gibt es jede Menge, im Haushalt, Büro, Unternehmen, beim Mobilität- und Konsumverhalten. Doch die  Verantwortlichen in der Politik genügen ihrer Verantwortung nicht durch Verteilen von Tipps und Appellen. Die stünden noch anderweitig in der Pflicht, unsere Gesellschaft in die richtige Richtung zu lenken, so der BN. Er fordert, dass sich energiesparendes klima- und umweltfreundliches Verhalten aller rentiert und nicht das Verprassen von Ressourcen. Dahin müsse der Staat die „Wirtschaftssubjekte“ steuern, sodass schonender Umgang mit der Mitwelt und zurückhaltener Konsum auch finanzielle Vorteile bringe. Sie müsse den Verbrauch von Ressourcen massvoll und vorausschauend kalkulierbar verteuern und die Kosten der menschlichen Arbeit im Gegenzug senken durch eine ökologisch-soziale Ausrichtung des Steuersystems. Diese brauche es zusätzlich und flankierend zu nötigen ordnungspolitischen Vorgaben wie strengere Grenzwerten und verbindliche Vorgaben für Energieverbrauch und Schadstoffausstoss von motorisiertem Verkehr ebenso wie für den Baubereich.

Den zu hohen Energieverbrauch hauptsächlich mit intensiv angebauten nachwachsenden Rohstoffen decken zu wollen, bringe Probleme:  vor Ort für Boden und Grundwasser, global für die immensen Kohlenstoffspeicher Primärwälder, die der Hunger nach Energie und Fleisch ruiniere. Neue Technologien zur höheren Energieeffizienz seien notwendig und sinnvoll. Aber vorrangig sei der Energieverbrauch insgesamt runterzufahren, auch in Landwirtschaft und Verkehr. „Die Rezepte dafür sind nicht neu, aber sie müssen endlich umgesetzt werden“, fordert der BN an Hand etlicher Beispiele: Bio-Landwirtschaft komme mit weniger Energieeinsatz aus, vor allem weil kein energieintensiv hergestellter Kunstdünger verwendet wird, produziere obendrein naturschonender ohne Einsatz von Gentechnik und Chemikalien und vermeidee dadurch Schäden für die menschliche Gesundheit, den Boden und das Grund – wie Trinkwasser. Recyclingpapier aus 100% Altpapier benötige weniger als zwei Drittel an Energie und nur ein Sechstel an Frischwasser als die umweltbelastenden Frischfaserpapiere, daher gebe es eine klare Aufforderung zum Einsparen von versteckter Energie: überall den Papierbedarf umfassend umstellen auf Recyclingpapier aus 100% Altpapier. Im Verkehr sei  nicht zuerst die Frage zu klären, mit welcher Energieform man immer mehr Autos antreibe, sondern verkehrsträgerübergreifend Energiesparen und höhere Energieeffizienz durch vorrangige Förderung und Nutzung der umweltfreundlichsten Verkehrsmittel Füsse, Fahrrad, Bus und Bahn. Die Regierenden müssen genügend Geld für den Bahnverkehr und ÖPNV zur Verfügung stellen und der Bahn als sozial- und ökologieverträglichem Verkehrsträger eine deutliche Priorität zukommen lassen. „Der Planet Erde hat keine Probleme mit dem Klimawandel, die Artenzusammensetzung wird sich ändern wie in anderen Erdzeitaltern auch schon oft. Die Probleme wird eher die Art Mensch kriegen, weil sie sich von ihr den sich rapide verändernden Lebensbedingungen nicht schnell genug anpassen können wird“, warnt Johann Meindorfer vom Landesarbeitskreis Abfall &  Kreislaufwirtschaft  des BN.

Ein Infopaket  „Klimaschutz“ gibt es beim BN, Albrechtsgasse 3, 94315 Straubing, Tel 09421/2512, straubing@bund-naturschutz.de gegen 5 €  als Schein oder Briefmarken oder Vorabüberweisung  auf das Konto 461251 des BN, Sparkasse Niederbayern-Mitte, BLZ 74250000 mit vollständiger Absenderangabe und Kennwort „IP Klimaschutz“.


Mit freundlichen Grüssen

Johann Meindorfer