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BN nimmt Stellung ...

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Bund Naturschutz-Kreisvorstand bei Jahresabschluss-Sitzung: Hochwasserschutz durch Naturnahe Retentionsräume vor gesteuerten künstlichen Flutpoldern – Landkreise oberstrom von Straubing gefordert

Vorrang für Rad, Bus und Bahn vor weiterem Strassenbau – Kritik an Freizeitpark Neukirchen

Dass beim´´Hochwasserschutz an der Donau naturnahe Retentionsräume vor gesteuerten künstlichen Flutpoldern gefordert sind, daran liess Kreisvorsitzender Andreas Molz bei der Jahresabschluss-Sitzung des Bund Naturschutz-Kreisvorstandes keinen Zweifel. Und ebenso wenig daran, dass dabei die Landkreise oberstrom von Straubing ihre Beiträge leisten müssten. Übergreifend müsse weitere Flächenversiegelung gestoppt werden, egal ob für neue Einfamilienhaus- und Gewerbegebiete auf der grünen Wiese oder weitere Fernstrassen. Geboten sei klarer Vorrang für Rad, Bus und Bahn und dieser müsse auch für die Mittelbereitstellung in den Haushalten vom Bund, Land, Stadt und Landkreis gelten.

Man wendet sich gegen die geplante massive Erweiterung der Legehennen/Geflügel-Intensivhaltung von 423000 auf 743000 Tiere der Bayern-Ei GmbH & Co KG in Niederharthausen, Gemeinde Aiterhofen Aus dem Immissionsschutzgutachten erschliesse sich dabei die Zahl der weiteren 320000 Plätze für die Individuen, die hier auf engem Raum ihr Legehennendasein fristen sollen, was als Negativentwicklung in der Gemeinde Aiterhofen zu werten wäre. 

Der Einsatz für mehr Absatz von fair erzeugten und gehandelten Bio-Produkten zeige positive Ergebnisse. „Am BIO-Landbau führt auch kein vernünftiger Weg vorbei“, brachte 2. Kreisvorsitzender Johann Meindorfer dessen Vorteile auf den Punkt:   Der ökologische Landbau sei die gesundheits-, klima- wasser-, boden- und umweltverträglichste und damit  zukunftsfähigster Form der Landwirtschaft. Diese müsse durch eine umfassende Verwendung von Produkten aus dem ökologischen Landbau anstelle solcher aus der industriell-intensiven Landwirtschaft in den Bereichen Lebensmittel, Getränke, Textilien gefördert werden - auch vorbildlich bei staatlichen und kommunalen Behörden und Dienststellen. Und da zeigte er 20 Jahre nach dem Müll-Volksbegehren und dem Inkrafttreten des Bayerischen Abfallgesetzes immer noch deutliche Defizite bei Vollzug und Umsetzung der Vorgaben zum umweltfreundlichen Beschaffungswesen auf. Die öffentliche Hand stehe in besonderer Verantwortung, mit ihrer finanziellen Nachfragemacht zu einer ökologieverträglicheren Wirtschaftsweise hinzuwirken und im Gegenzug auf die Ausweitung des Angebotes an umweltverträglichen Produkten und Dienstleistungen hinzuwirken, die durch eine gezielte Nachfrage stimuliert werden kann 

Den Freizeitpark in Neukirchen lehnt der BN als unzulässig ab wegen der mangelnden ÖPNV-Anbindung, grossen Parkplatzflächen und somit wiederum unnötiger Flächenversiegelung sowie unvertretbaren Eingriffen in den Lebensraum wertvoller Tierarten.

Mit freundlichen Grüssen

Johann Meindorfer
2. Kreisvorsitzender