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Dr. Martin Werneyer stellte für den BN „Die großen Vier“ vor: Bär, Luchs, Wolf und Mensch

Diplom-Biologe Dr. Martin Werneyer von der LBV-Kreisgruppe Straubing-Bogen erläuterte dem Bund Naturschutz (BN)  am Samstag im Tiergarten Lebensweise und Verhalten von Bär, Luchs und Wolf sowie das Verhältnis zum vierten Großen – dem Menschen.
 
Informativ und spannend präsentierte er Biologie, Charakteristika und Ansprüche der grossen Beutegreifer an ihren Lebensraum. Spuren und Gangbild zeigte er mit Gipsabdrücken im Sandbett auf. Die Teilnehmer konnten mit 3-D Bildern vergleichen, wie jeweils der Mensch und ein Bär, Wolf oder Luchs die gleiche Szenerie sehen. So sehe der Luchs bei wenig Licht wesentlich besser als der Mensch, der Wolf habe ein breiteres Gesichtsfeld, während der Bär ziemlich kurzsichtig sei.

Wolf, Bär und Luchs lebten ursprünglich in Bayern, wurden bei uns vor etwa 150 Jahren ausgerottet, wandern aber inzwischen aus Nachbarländern wieder ein. „Sie brauchen viel Platz; das Streifgebiet eines Luchses ist mindestens so groß wie 14 000 Fußballfelder, im gesamten Landkreis Straubing-Bogen könnte gerade einmal eine Handvoll Luchse leben,“ so der Biologe. Schutzgebiete wie der Nationalpark Bayerischer Wald seien deshalb auch zu klein für eine eigene Luchspopulation. Weil Luchse anpassungsfähig sind, könnten sie aber auch außerhalb der Schutzgebiete in einer vom Menschen beeinflussten Umwelt überleben. Und von ihnen gehe keine unmittelbare Gefahr für den Menschen aus.

Ein Infopaket über diese und andere Säugetiere gibt es Montag bis Freitag von 9 bis 17 beim BN, Albrechtsgasse 3, 94315 Straubing, Tel 09421/2512, straubing@bund-naturschutz.de.  

Mit freundlichen Grüßen
Johann Meindorfer