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Waldkäuze im Prinzregent-Luitpold-Hain

Waldkäuze sangen in den Nächten von Januar bis März im Stadtpark (Prinzregent Luitpold-Hain). Da diese mittelgroße Eulenart bevorzugt in Baumhöhlen brütet, Letztere in Wäldern und Parkanlagen vor allem in entsprechender Größe aber zunehmend selten sind, wurden kürzlich auf Initiative des Bund Naturschutz (BN)  in einer gemeinsamen Aktion mit dem Tiergarten, dem Umweltamt und der Stadtgärtnerei Waldkauz-Nistkästen aufgehängt - in der Hoffnung auf Belegung im kommenden Jahr. Waldkäuze verpaaren sich auf Lebenszeit und bleiben ganzjährig in ihrem Revier. Im September beginnt die Balz, die mit unterschiedlicher Intensität den ganzen Winter dauert und etwa im März ihren Höhepunkt hat. Weithin sind in dieser Zeit die charakteristischen langezogenen "Huh-Huhuhu-Huuh"-Rufe des Männchens zu hören. Das Gelege besteht meist aus 2 bis 4 Eiern, die vom Weibchen in 28 bis 30 Tagen ausgebrütet werden. Etwa 35 Tage nachdem sie geschlüpft sind, verlassen die Jungen im wellenförmig gemusterten Dunenkleid die Bruthöhle. Bei zunehmendem Aktionsradius um das Nest werden sie von Ihren Eltern etwa bis zu ihrem 100. Lebenstag versorgt und beschützt. Im Herbst schließlich verlassen die Jungvögel das Revier der Eltern auf der Suche nach einem eigenen, das bei Vorhandensein geeigneter Strukturen auch unweit des Elternrevieres liegen kann. BN-Mitarbeiterin Karin Meindorfer verweist in diesem Zusammenhang auf den Wert und die Bedeutung alter Baumbestände für die heimische Tierwelt in der Stadt ebenso wie in freier Landschaft. Ideal ist die Vernetzung mit anderen naturnahen Strukturen wie Hecken, Gewässern, Wiesen und naturnahen Gärten. Wenngleich Waldkäuze noch zu den häufiger vorkommenden Eulen in Bayern gehören, stellen sie im diesbezüglich eher ausgeräumten Gäuboden doch etwas Besonderes dar. Dank für die erfolgte Artenschutz-Aktion gebühre allen Mitwirkenden, Tiergartendirektor Wolfgang Peter insbesondere für die Finanzierung der Nistkästen.