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BN enttäuscht über Gehölzrodungen fürs Baugebiet „Am Stadtpark“

Bestmögliche Flächenausnutzung hätte Gehölzbestand überwiegend erhalten können - Ganztägigen Takt über eine Verdichtung der Fahrten auf der RBO-Linie 25 entlang der Regensburger Straße einführen.

In seiner Stellungnahme zum Bebauungsplan „Am Stadtpark“ hatte der BUND Naturschutz (BN) zur Flächenschonung eine drei- bis viergeschossige Bebauung auch im Westen und Erhalt der Gehölze gefordert.

Dass nun umfangreiche Gehölzrodungen stattfinden, enttäuscht die Naturschützer.

Der Gehölzbestand hätte überwiegend erhalten und zur Eingrünung genutzt werden können, das wäre das ökologisch nachhaltige Vorgehen gewesen, meint der BN-Kreisvorsitzende Andreas Molz.

Alte Bäume und Hecken haben eine viel größere Wirkung für das Stadtklima und den Artenschutz als das Pflanzen neuer Gehölze. Deshalb sollten Bebauungsplänen vorhandene Baum- und Gehölzbestände möglichst integrieren. „Erst in vielen Jahren erzeugen Neupflanzungen gleich viel Sauerstoff, bewirken dieselbe Abkühlung und schaffen ein ähnliches Stadtbild.“

Schon Anfang 2017 hatte der BUND ein umfassendes Konzept für Erhalt und Neuanlage von Grünflächen - Grüner Ring - beantragt. Dieser sollte nördlich der Bahnlinie, entlang der Regensburger Straße Gebiete im angrenzend geplanten Gewerbegebiet Lerchenhaid Ausläufer erhalten.

„Jetzt sehen wir im Gegenteil, es werden Grünbestände gerodet, statt bestmögliche Flächenausnutzung mittels einer mehrgeschossigen Bebauung bei weniger Flächeninanspruchnahme ebenso viele Wohneinheiten zu realisieren“, Molz.

„Der Verzicht auf mindestens viergeschossige Bebauung im Westen schafft falsche Vorfestlegungen mit zu niedrigen Bezugspunkten für das geplante westlich angrenzende Gewerbegebiet Lerchenhaid, weil dadurch die beste Flächenausnutzung verhindert wird“, zitiert 2. BN-Kreisvorsitzender Johann Meindorfer aus der BN-Stellungnahme.

Nur mit flächensparenden Bauweisen ließen sich in der Stadt Grünflächen und wertvolle Gehölze sicherstellen und Raum für Neuanlagen schaffen.

Zur guten Anbindung war der Stadt vom BN empfohlen worden, bei der Neubebauung „Am Stadtpark“ und für das Gewerbegebiet Lerchenhaid und den Tierpark Fahrten im ganztägigen Takt durchzuführen.

„Nachdem der Tiergarten als regional bedeutsames Ausflugsziel eine gute Anbindung an den Bahnhof braucht, könnte dies mit Synergieeffekt für die Stadt und die Landkreisgemeinden Atting und Rain über eine Verdichtung der Fahrten auf der RBO-Linie 25 geschehen,“ präzisiert Meindorfer.

„Wichtigste Maßnahme dazu wären ein oder zwei zusätzliche Fahrten am Vormittag vom Bahnhof in Richtung Tiergarten, Atting und Rain und zurück“.