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Vollzug BImSchG UVPG Bayern-Ei Niederharthausen

Die massive Erweiterung der Legehennen/Geflügel-Intensivhaltung von 282000 auf 423000 Tieren durch Aufstockung von 8 auf 12 Etagen würde eine weitere Konzentration der tierungerechten Haltung von Geflügel mit unnötig langen Transportwegen – auch für das später aus den Legehennen werdende Schlachtgeflügel - bedeuten.

Die Geflügel-Intensivhaltung sowohl in der vorhandenen wie auch in der geplanten Grössenordnung widerspricht dem zu fordernden Leitbild einer tier-, klima-, umwelt- und tiergerechten Wirtschaftsweise, speziell in der  landwirtschaftlichen Produktion.

Jegliche Erweiterung der Geflügel-Intensivhaltung ist daher abzulehnen.

Mit freundlichen Grüssen

Johann Meindorfer

Stellv. Kreisvorsitzender

Bebauungs- und Grünordnungsplan " SO Geflügelhaltung Niederharthausen" - Flächennutzungs- / Landschaftsplan Deckblatt 13

zu den übersandten Unterlagen nehmen im Namen unseres Landesverbandes vorläufig Stellung und beantragen Fristverlängerung bis einen Monat nach Vorlage eines tierärztlichen Betreuungs- und Versorgungskonzeptes mit veterinär-gutachterlicher Stellungnahme dazu und eines Fütterungs- und Versorgungskonzeptes mit Angaben über Herkunft der Futterbestandteile sowie stattfindendem Einsatz von Antibiotika bei der Fütterung in der schon bestehenden sowie beabsichtigten Einsatz von Antibiotika bei der Fütterung bei der zusätzlich geplanten Anlage mit humanmedizinsich-gutachterlicher Stellungnahme zu den Auswirkungen auf Boden und Grundwasser sowie menschliche Gesundheit

Im Kapitel „BEGRÜNDUNG UND UMWELTBERICHT“ fehlt die Angabe zur geplanten Zahl der Plätze für die Individuen, die hier zusätzlich zu den in der bestehenden Anlage schon konzentrierten 423000 Tieren untergebracht werden sollen; die Unterlagen „BEGRÜNDUNG UND UMWELTBERICHT“  für das Verfahren zur Aufstellung Bebauungs- und Grünordnungsplan " SO Geflügelhaltung Niederharthausen" sind daher als intransparent anzusehen. Erst aus dem Immissionsschutzgutachten erschliesst sich die Zahl von weiteren 320000 Plätzen, sodass sich eine Konzentration von zusammen 743000 Tieren auf engstem Raum ergäbe, was als Negativentwicklung in der Gemeinde Aiterhofen zu werten wäre. 

Die nochmalige Erweiterung einer Geflügel-Intensivhaltung würde eine weitere Konzentration der tierungerechten Haltung von Geflügel mit den aus diversen Dokumentationen* bekannten unhaltbaren Zuständen bedeuten. Eine wesensgemässe Haltung, Versorgung und (auch tierärztliche) Betreuung der enormen Zahl an Individuen kann nicht stattfinden. Praktiken beim „Ausstallen“ durch aufgrund der zu bewältigenden Vielzahl oft brutales Hineinstopfen der Lebewesen und Mitgeschöpfe in Transportkäfige und Transporte des später aus den Legehennen werdenden Schlachtgeflügels zu den Schlachtbetrieben, bei denen ebenfalls eine extreme Konzentration stattgefunden hat, sind unethisch. Die Tiertransporte und die Vorgehensweisen in den Schlachtbetrieben führen zu einer weiteren Stressbelastung der Schlachttiere.

* die exemplarischen Dokumentationen:

http://www.bild.de/ratgeber/2012/tierquaelerei/kaefighaltung-legehennen-leiden-fuer-bunte-ostereier-vier-pfoten-undercover-recherche-grusel-farmen-23190270.bild.html

http://www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&v=RLG403pPdrY#t=53

http://www.br.de/nachrichten/tierquaelerei-gefluegelmastbetrieb-soko-tierschutz100.html

www.sueddeutsche.de/.../strafanzeige-gegen-huehnermaester-wiesenhof-am...

http://www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&v=rIc0hRLbMDQ#t=46

sowie die in Dateianlage beigefügte exemplarische MEDIENDOKUMANTATION Geflügel-Intensivhaltung sind ausdrücklich Bestandteile unserer Stellungnahme.

Es wird bezüglich der schon bestehenden Anlage die Dokumentation der tierärztlichen Betreuung und Versorgung mit konkreter Beschreibung der durchgeführten Massnahmen sowie bezüglich der schon bestehenden und der zusätzlich geplanten Anlage im Zuge des Verfahrens zur Aufstellung Bebauungs- und Grünordnungsplan " SO Geflügelhaltung Niederharthausen" die Vorlage eines tierärztlichen Betreuungs- und Versorgungskonzeptes mit veterinär-gutachterlicher Stellungnahme dazu gefordert und beantragt, dieses im Rahmen der Behörden- Öffentlichkeitsbeteiligung sowie der Beteiligung aller Träger öffentlicher Belange mit auszulegen sowie zu übersenden.

Ebenso wird die Vorlage eines Fütterungs- und Versorgungskonzeptes mit Angaben über Herkunft der Futterbestandteile sowie stattfindendem Einsatz von Antibiotika bei der Fütterung, die Dokumentation einer Vorgabe für die Vorgehensweisen beim „Ausstallen“ und die Transporte zu den Schlachtbetrieben in der schon bestehenden sowie beabsichtigten Einsatz von Antibiotika bei der Fütterung bei der zusätzlich geplanten Anlage mit humanmedizinich-gutachterlicher Stellungnahme zu den Auswirkungen auf Boden und Grundwasser sowie menschliche Gesundheit im Hinblick auf eine inzwischen bekannte Vielzahl von diesbezüglichen Missständen in der Intensivtierhaltung und der dadurch ausgelösten Verbreitung (multi-)resistenter Keime dazu gefordert und beantragt, dieses im Rahmen der Behörden- Öffentlichkeitsbeteiligung sowie der Beteiligung aller Träger öffentlicher Belange mit auszulegen sowie zu übersenden.

Nachdem die Verunreinigung von Boden, Grund- und Trinkwasser auch in Folge von Überdüngung im Gäuboden und auch im Gemeindebereich Aiterhofen immer wieder die Schaffung neuer Tiefbrunnen erfordert, verbietet sich auch die Ausbringung zusätzlicher Exkremente in Form von Mist aus einer weiteren nicht boden-/flächengebundenen Tierhaltung

Nach § 1 Abs. 6 BauGB sind bei der Aufstellung der Bauleitpläne insbesondere zu berücksichtigen

(1)  die allgemeinen Anforderungen an gesunde Wohn- und Arbeitsverhältnisse und die Sicherheit der Wohn- und

Arbeitsbevölkerung,

(7) die Belange des Umweltschutzes, einschließlich des Naturschutzes und der Landschaftspflege,

insbesondere a) die Auswirkungen auf Tiere

Schon die Grundpflichten der Tierhaltung nach § 2 Tierschutzgesetz

(TierSchG) können bei den bekannten Zuständen, und Praktiken der Geflügel-Intensivhaltung nicht als erfüllt angesehen werden:

„Wer ein Tier hält, betreut oder zu betreuen hat,

1. muss das Tier seiner Art und seinen Bedürfnissen entsprechend angemessen ernähren, pflegen und verhaltensgerecht unterbringen,

2. darf die Möglichkeit des Tieres zu artgemäßer Bewegung nicht so einschränken, dass ihm Schmerzen oder vermeidbare Leiden oder Schäden zugefügt werden,

3. muss über die für eine angemessene Ernährung, Pflege und verhaltensgerechte Unterbringung des Tieres erforderlichen Kenntnisse und Fähigkeiten verfügen“. 

Die praktizierte Geflügel-Intensivhaltung widerspricht zudem dem zu fordernden Leitbild einer tier-, klima-, umwelt- und tiergerechten Wirtschaftsweise, speziell in der  landwirtschaftlichen Produktion. 

Die Bayern Ei GmbH & Co.KG sollte statt einer nochmaligen Ausweitung des Massentierhaltungsbestandes am Standort Niederharthausen vielmehr dazu angehalten werden, die im Industrie-Branchen-Jargon so bezeichnete „Produktion“, also den Tierbestand der bestehenden Anlage zumindest auf Bodenhaltung umzustellen,  und bereits jetzt Eier dieser Produktionsrichtung am Markt anzubieten und die sogenannte „Kleingruppenhaltung“ einzustellen. Auch bei Bodenhaltung müssten jedoch die og. unhaltbaren Zustände fehlender tierärztliche Versorgung und Betreuung der einzelnen Individuen (!) sichergestellt, und die bisherigen brutalen Praktiken beim „Ausstallen“ abgestellt werden.

Die Notwendigkeiten zur Gefahrenabwehr und Schadensvermeidung sowie der Umsetzung des Vorsorge- und des Verursacherprinzips wurden durch die jüngste Hochwasserkatastrophe vor Augen geführt. Dies verbietet jegliche Neu- oder Wiederbebauung in einem Überschwemmungsgebiet, welches im vorliegenden Fall mit Einstauhöhen bis zu 90 cm über FOK Gelände bebaut werden soll. Auch eine vorgesehene Aufständerung der Gebäude auf Pfähle ist nicht akzeptabel. Dabei ist zu berücksichtigen, dass im Falle eines  Überschwemmungsereignisses keinerlei Versorgung des Tierbestandes und keinerlei Entsorgung der Exkremente sowie von in Geflügel-Intensivhaltungen immer wieder anfallenden Tierkadavern mehr möglich wäre. Eine Bebauung einer als Überschwemmungsgebiet bekannten Fläche widerspricht daher tierschutz- und tierschutzrechtlichen sowie hygiene- und gesundheitsfachlichen und –rechtlichen Erfordernissen, weil ein Betrieb, der diesen Normen entspricht für den Fall eines solchen Ereignisses nicht sichergestellt werden kann und dies schon von vornherein in Kauf genommen wird.

Die Aussage im Immissionsschutzgutachten „Für die bestehenden Wohnbebauungen im Aussenbereich sowie in der Ortslage von Niederharthausen sind keine unzulässigen Geruchswahrnehmungen zu erwarten“ ist stark zu bezweifeln daher, denn es sind nach Meldungen von Anwohnern bereits einige Beschwerden wegen unzumutbarer Immissionsbelastung aus der schon bestehenden Legehennen/Geflügel-Intensivhaltung von 423000 Tieren bei der Gemeinde Aiterhofen vorgetragen worden.

Eine Genehmigung des Vorhabens muss somit als unzulässig angesehen werden. 

Jegliche mit dem Vorhaben verbundene Erweiterung einer Geflügel-Intensivhaltung ist daher abzulehnen.

Die Gemeinde Aiterhofen steht – unabhängig von der dargelegten Unzulässigkeit des Vorhabens -   mit der Entscheidung für oder gegen die Ausweisung des Sondergebietes in im Rahmen der kommunalen Selbstverwaltung in der primären Verantwortung über eine weitere potentielle Fehlentwicklung zu befinden, ohne dass sie in irgendeiner Form gesetzlich zur Aufstellung des Bebauungs- und Grünordnungsplan " SO Geflügelhaltung Niederharthausen" verpflichtet wäre.

Die Gemeinde Aiterhofen soll daher in Anbetracht dieses unvertretbaren Vorhabens das Verfahren zur Aufstellung des Bebauungs- und Grünordnungsplan " SO Geflügelhaltung Niederharthausen" einstellen und von der Ausweisung des Sondergebietes Abstand nehmen.

Jedes einzelne Mitglied des Gemeinderates Aiterhofen müsste in einer ethisch verantwortlichen Entscheidung auf die Einstellung des Verfahrens hinwirken und für dessen Einstellung abstimmen. Um dabei eine christlich-ethische Verantwortlichkeit und Anstand gegenüber Mitgeschöpfen unter Beweis zu stellen, müsste auch auf die unverzügliche Abstellung der og. Praktiken in der bestehenden Anlage hinwirken, wovon die brutalen Praktiken beim „Ausstallen“ von Augenzeugen „live“ beobachtet werden konnten. Es muss zumindest auf unverzügliche Umstellung der bestehenden Anlage auf Bodenhaltung unter Ausschaltung dieser Praktiken hingewirkt werden, nachdem der nun vorzufindenden Fehlentwicklung nicht schon von Anfang an entgegengetreten wurde.

Die Gemeinde Aiterhofen würde sonst im übrigen auch in den Ruf geraten, eine Entwicklung zu einem konzentrierten Massentierhaltungs-Standort nicht nur nicht zu verhindern, sondern sogar noch aktiv zu fördern und dabei private betriebswirtschaftliche Interessen eines Geflügelkonzerns über Belange des Tier- und des Allgemeinwohls, des Anstands gegenüber Mitgeschöpfen und eines ethisch vertretbaren Lebensstils zu stellen.

Die Geflügel-Intensivhaltung sowohl in der vorhandenen wie auch in der geplanten Grössenordnung widerspricht dem zu fordernden Leitbild einer tier-, klima-, umwelt- und tiergerechten Wirtschaftsweise, speziell in der  landwirtschaftlichen Produktion. Generell ist dazu eine Wirtschaftsweise nach den Kriterien des Öko-Landbaus zur Förderung des ökologischen Landbaus als gesundheits- und umweltverträglichster Form der Landwirtschaft erforderlich.

Die Gemeinde steht dabei auch in der Pflicht

Ø       sowohl nach dem Grundgesetz –GG-   (Art 20a: „ Der Staat schützt auch in Verantwortung für die künftigen Generationen die natürlichen Lebensgrundlagen und die Tiere im Rahmen der verfassungsmäßigen Ordnung durch die Gesetzgebung und nach Maßgabe von Gesetz und Recht durch die vollziehende Gewalt und die Rechtsprechung“)

Ø       als auch.nach der Bayerischen Verfassung –BV- (Art. 141 Abs. 1 BV: „ 1 Der Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen ist, auch eingedenk der Verantwortung für die kommenden Generationen, der besonderen Fürsorge jedes einzelnen und der staatlichen Gemeinschaft anvertraut. 2 Tiere werden als Lebewesen und Mitgeschöpfe geachtet und geschützt. 3 Mit Naturgütern ist schonend und sparsam umzugehen. 4 Es gehört auch zu den vorrangigen Aufgaben von Staat, Gemeinden und Körperschaften des öffentlichen Rechts,Boden, Wasser und Luft als natürliche Lebensgrundlagen zu schützen, eingetretene Schäden möglichst zu beheben oder auszugleichen und auf möglichst sparsamen Umgang mit Energie zu achten,

Jegliche Erweiterung der Geflügel-Intensivhaltung ist daher abzulehnen.

Somit wird hiermit beantragt, das Verfahren zur Aufstellung Bebauungs- und Grünordnungsplan " SO Geflügelhaltung Niederharthausen" einzustellen und von der Ausweisung des Sondergebietes Abstand zu nehmen.

Wir bitten darüber hinaus um Berücksichtigung dieser Einwendungen / Anregungen und um Übersendung der Beschlussbuchauszüge/-protokolle. 

Sofern in der Folge eine Öffentlichkeitsbeteiligung / Auslegung oder eine erneute Beteiligung von Behörden / Trägern öffentlicher Belange erfolgt, wird beantragt, diese Stellungnahme nach § 3 Abs. 2 BauGB mit auszulegen.

Leider wurden für die Anschreiben zu den Entwurfsunterlagen offensichtlich umweltbelastende Primärfaserpapiere verwendet. Es wird gebeten, künftig für diese Unterlagen entsprechend der Verpflichtung nach § 45 KrWG und Art. 2 Abs. 2 BayAbfAlG i.V.m. Umweltrichtlinien Öffentliches Auftragswesen umfassendumweltverträgliches Recyclingpapier aus 100 % Altpapier zu verwenden. Dies sollte bei der Vergabe von Planungsaufträgen mit vorgegeben und sowohl im Papiereinsatz der Verwaltung als auch der Planungsbüros berücksichtigt und umgesetzt werden. 

Sofern eine wirkliche Energiewende bei gleichzeitigen Anstrengungen zu wirksamem Klimaschutz unserer Gesellschaft ein echtes Anliegen ist, müssen im übrigen auch "versteckte" Energiesparpotentiale, wie sie durch Verwendung von umweltverträglichem Recyclingpapier gegeben sind, gehoben und ausgenutzt werden. Bei den Erfordernissen Energiewende und Klimaschutz ist konkretes Engagement aller, auch seitens der Verwaltung als auch der Planungsbüros in grossen wie in kleinen Dingen gefragt. Die umfangreichen Entwurfsunterlagen gerade bei Bauleitplanungsverfahren stellen hier ein mengenmässiges nicht zu vernachlässigendes Potential dar.

 

*MEDIENDOKUMANTATION Geflügel-Intensivhaltung EXEMPLARISCH

Käfighaltung

 2012-08-29

In der Käfghaltung leiden Legehennen auf engstem Raum bei künstlichem Licht und unerträglichem Gestank. In den Hallen reiht sich Drahtkäfig an Drahtkäfig, in jeden einzelnen sind bis zu 60 Tiere gepfercht. Übereinander gestapelt lassen sich auf diese Weise zehntausende Hühner pro Halle auf engstem Raum unterbringen.

 

Kranke "Hochleistungshühner"

 

Die Legeleistung der Tiere wurde über die Jahre durch intensive Zucht und hochkonzentriertes Futter in die Höhe getrieben. Mit rund 300 Eiern pro Jahr legt eine Henne heute gut 120 Eier mehr als vor 50 Jahren. Unerwünschte Nebeneffekte bei überzüchteten Legehennen sind die Neigung zu Federpicken und Kannibalismus, verstärkt durch die extreme Enge.

Mangelnde Bewegungsmöglichkeiten und fehlendes Sonnenlicht verursachen brüchige Knochen und Osteoporose. Schwere Verletzungen wie Knochen- und Flügelbrüche sind an der Tagesordnung. Das Stehen auf dem Drahtgitter führt zu Verletzungen an den Zehenballen. Da die Tiere nicht Scharren können, nutzen die Krallen nicht ab und die Hühner können sich leicht gegenseitig verletzen.

 

Natürliches Verhalten unterdrückt

 

Zu den offensichtlichen Krankheiten und Verletzungen kommt permanenter Stress. In den Legebatterien können die Hennen ihr artgemäßes Verhalten nicht ausleben: Sie können weder Scharren, Picken oder Sandbaden noch die Flügel strecken. Auch Ruhen, Gehen, Flattern, Springen oder Fliegen ist nicht möglich.

In natürlicher Umgebung zieht sich eine Henne zur Eiablage in ihr Nest zurück. Im Käfig ist dies unmöglich, so muss die Henne hier ihr Ei unter größtem Stress regelrecht "fallen" lassen. Vorher sucht sie im Käfig verzweifelt nach einem Nest - bis zu zwanzig Minuten. Konrad Lorenz hat diese vergebliche Suche einmal als die schlimmste Tortur der Käfighennen bezeichnet. Zwar ist in den neuen Käfigen der Kleingruppenhaltung ein Nestbereich vorhanden, dieser ist jedoch nur mit einem Plastikboden und -vorhang ausgestattet und bietet keine Ruhemöglichkeit, da sich bis zu 60 Hennen ein Nest teilen müssen.

Etwa 12 bis 14 Monate dauert das Martyrium der Hühner in den Legebatterien. Fünf bis zehn Prozent der Tiere überstehen diese Zeit jedoch nicht und verenden vorzeitig im Käfig, wo sie, oft vom Personal unentdeckt, von den anderen Hennen durch das Gitter getrampelt werden und verwesen.

Auch beim Transport in die Schlachthäuser verletzen sich viele Hühner oder sterben qualvoll - in viel zu engen Kisten, ohne Futter und Wasser. Britische Studien zeigen, dass bei ca. 30 Prozent der im Schlachthaus lebend ankommenden Hühner zumindest ein frischer Knochenbruch gefunden werden konnte. Auch abgetrennte Köpfe werden immer wieder beobachtet. Verletzte oder tote Tiere fallen - rein ökonomisch betrachtet - bei einem Marktwert dieser "Suppenhühner" von ca. sieben Cent nicht ins Gewicht.

Kleingruppenhaltung:

 

Hennen leiden für bunte Ostereier

Hennen ohne Federn, Tierkadaver im Käfig: Aktuelle Bilder von der sogenannten „Kleingruppenhaltung“ in Deutschland zeigen, dass es hier alles andere als tiergerecht zugeht.

Die von VIER PFOTEN veröffentlichten Bilder schockieren: Tote Hennen liegen zwischen lebenden. Wo eigentlich ein dichtes Federkleid sein sollte, sind bei vielen Hennen nur noch blanke Federkiele und durch Picken verletzte Haut übrig.

Die beiden Betriebe, aus denen die Filmaufnahmen stammen, gehören zur Firma Bayern-Ei. Jeweils 240.000 bis 350.000 Hühner leiden in den Käfigen, in Deutschland „Kleingruppenhaltung“ genannt. Bis zu 60 Hennen müssen sich einen Käfig teilen, gerade einmal 800 Quadratzentimeter Platz steht jedem Tier zu.

 

Käfig-Eier am Markt

Bayern-Ei produziert etwa 25 Prozent aller deutschen Käfig-Eier. Käfig-Eier gelangen als buntgefärbte Ostereier, als Schaleneier sowie "versteckt" in Fertiggerichten, Nudeln und Backwaren an die Verbraucher.

 

Stoppt Käfig-Eier!

Legehennen leiden in der Kleingruppenhaltung; in den viel zu kleinen Käfigen können sie weder flattern, noch scharren oder im Sand baden. Es gibt bereits andere, tierfreundlichere Haltungsformen für Hühner, und es gibt keinen vertretbaren Grund, die Hennen weiter leiden zu lassen!

VIER PFOTEN fordert die Lebensmittel-Hersteller und den Handel auf, keine Produkte aus tierquälerischer Kleingruppenhaltung mehr zu verwenden! Die Kunden der beiden Bayern-Ei-Legebetriebe sollten umgehend auf Eier aus Freilandhaltung umsteigen.

 

Hennen leiden für bunte Ostereier

Neues Videomaterial zeigt Tierquälerei in Kleingruppenhaltung

 

Ein neues, von der Tierschutzorganisation VIER PFOTEN veröffentlichtes Video, zeigt schockierende Bilder aus zwei deutschen Kleingruppenhaltungsanlagen des Ei-Herstellers Bayern-Ei. Tote Hennen liegen zwischen lebenden. Wo eigentlich ein dichtes Federkleid sein sollte, sind bei vielen Hennen nur noch blanke Federkiele und durch Picken verletzte Haut übrig. Die Eier aus den zwei Betrieben von Bayern-Ei kommen als buntgefärbte Ostereier, als Schaleneier sowie „versteckt“ in Fertiggerichten, Nudeln und Backwaren bundesweit in die deutschen Supermärkte. Zu den Kunden von Bayern-Ei zählen Wiesenhof EIPRO, Hühnerhof Wiesengrund, ovofit, Verpoorten sowie die Supermarktketten V-Markt und Feneberg. Angesichts der grausamen Tierquälerei hat VIER PFOTEN Landwirtschaftsministerin Ilse Aigner heute schriftlich aufgefordert, die Kleingruppenhaltung von Legehennen umgehend zu beenden – mit einer maximalen Übergangsfrist von fünf Jahren.

 

VIER PFOTEN beweist: Hennen leiden für bunte Ostereier

„Die Bilder bestätigen klar, dass die Kleingruppenhaltung als tierquälerische Käfighaltung zu bezeichnen ist. Mit Tierschutzerfordernissen ist sie nicht vereinbar. VIER PFOTEN fordert daher die Kunden der beiden Bayern-Ei-Legebetriebe dazu auf, umgehend auf Eier aus Freilandhaltung umzusteigen“, erklärt Kampagnenleiterin Dr. Martina Stephany. Die beiden Betriebe, aus denen die Videoaufnahmen stammen, gehören zur Firma Bayern-Ei. Jeweils 240.000 bis 350.000 Hühnern leiden in den Kleingruppenbetrieben. Bis zu 60 Hennen müssen sich einen Käfig teilen, gerade einmal 800cm2 Platz steht jedem Tier zu. Bayern-Ei produziert etwa 25 Prozent aller deutschen Käfig-Eier.

„Die Legehennen-Haltung in Kleingruppenkäfigen als tierfreundlich zu bezeichnen, kommt einer Konsumententäuschung gleich“, betont Dr. Martina Stephany. „Für immer mehr Konsumenten ist Tierschutz ein wichtiges Anliegen. Wir fordern die Lebensmittelhersteller und den Handel auf, den Willen der Verbraucher ernst zu nehmen und keine Produkte aus tierquälerischer Kleingruppenhaltung mehr zu verwenden.“

 

VIER PFOTEN ist eine international tätige Tierschutzorganisation mit Hauptsitz in Wien. Seit 1988 setzt sich die Organisation mit gezielter Projektarbeit und langfristig angelegten Kampagnen für den Tierschutz ein. Grundlagen dafür sind fundierte Recherchen einschließlich wissenschaftlicher Expertise sowie intensives nationales und internationales Lobbying auf politischer und gesetzlicher Ebene. Nationale und internationale Hilfsprojekte sorgen für rasche und direkte Hilfe für Tiere in Not.

 

Presserückfragen an VIER PFOTEN: Melitta Töller

 

VIER PFOTEN Versteckte Käfig-Eier

 

VIER PFOTEN Kampagne

 

Ob Kekse, Nudeln oder Mayonnaise – viele Fertigprodukte enthalten Eier. Häufig stammen sie von Hennen, die in viel zu kleinen Käfigen leiden müssen.

 

Käfig-Eier sind out – zumindest auf den ersten Blick. Die Mehrheit der Verbraucher lehnt sie ab, und fast alle Supermärkte haben frische Eier aus Käfighaltung aus den Regalen verbannt. Ein schöner Erfolg für den Tierschutz, nicht zuletzt auch unserer Kampagnenarbeit: Seit vielen Jahren klärt VIER PFOTEN über das Leid der Käfig-Hennen auf und engagiert sich gegen den Verkauf von Käfig-Eiern.

 

Jedes zweite Ei wird verarbeitet

 

Frische Käfig-Eier aus den Regalen zu verbannen ist jedoch nur ein erster Schritt. Denn obwohl es hierzulande kaum noch Eier mit dem "Stempel 3" zu kaufen gibt, essen wir Käfig-Eier ohne es zu wissen: Es sind Eier, die wir nicht sehen – etwa in Nudeln, Keksen oder Mayonnaise.

 

Jedes zweite Ei wird von der Lebensmittelindustrie und dem Hotel- und Gaststättengewerbe verarbeitet. Meist sind es Käfig-Eier, denn sie sind billiger, und bei verarbeiteten Produkten müssen Hersteller nicht angeben, aus welcher Haltung die Eier stammen.

 

Im Gegensatz zu frischen Eiern können Verbraucher die Herkunft hier also nicht prüfen!

 

Politik bleibt tatenlos

 

Ein Verbot der Käfighaltung von Legehennen ist überfällig. Doch Bund und Länder konnten sich bisher nicht auf eine gemeinsame Linie einigen: Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner (CSU) will die Kleingruppenhaltung bis 2035, die Bundesländer bis 2023, höchstens bis 2025.

 

Die vom Bundesverfassungsgericht gesetzte Frist zur Neuregelung der Hennenhaltung ließ die Bundesregierung am 31. März 2012 tatenlos verstreichen. Damit ist es nun jedem Bundesland selbst überlassen, wie lange Kleingruppenkäfige noch eingesetzt werden dürfen.

 

Süddeutsche.de 4. September 2013 18:17

 Wiesenhof kündigt Mastbetrieb

 Lebende Hühner im Müllcontainer

 

Eine Tierschutzorganisation hat heimlich auf einem großen Hähnchenmastbetrieb im oberbayerischen Landkeis Altötting gefilmt und dabei einige Grausamkeiten dokumentiert. Nun kündigt Wiesenhof dem Landwirt wegen Tierquälerei - und das nicht zum ersten Mal.

 

Wegen Tierquälerei-Vorwürfen hat der Geflügelproduzent Wiesenhof einem bayerischen Landwirt den Vertrag gekündigt und Strafanzeige gestellt. Das Magazin "Stern" berichtete, der Bauer habe schwächliche Tiere lebend in den Müll geworfen. Die Tierschutzorganisation "Soko Tierschutz" hatte nach eigenen Angaben heimlich Filmaufnahmen auf dem Hof im Landkreis Altötting gemacht. Der Betrieb war schon einmal auffällig geworden.

 

"Nach Sichtung des Filmmaterials sind wir zu dem Ergebnis gekommen, dass die auf dem gezeigten Betrieb durchgeführte Art und Weise der Nottötungen an selektierten, nicht lebensfähigen Tieren, einen klaren Verstoß gegen das geltende Tierschutzrecht darstellt", teilte eine Wiesenhof-Sprecherin am Mittwoch mit. Die PHW-Gruppe - zu der Wiesenhof gehört - habe daher sofort nachdem die Vorwürfe bekannt wurden, die Behörden informiert, den Vertrag mit dem Landwirt gekündigt und Strafanzeige bei der Staatsanwaltschaft Traunstein gestellt.

 

Der Bauer war zunächst nicht für eine Stellungnahme zu erreichen. Die Filmaufnahmen zeigen kranke Tiere und Kadaver im Stall. Zudem wurde der Inhaber gefilmt, wie er ein flatterndes Tier in den Müllcontainer schleudert. Andere Aufnahmen dokumentieren, wie eine Mitarbeiterin versucht, ein zappelndes Tier an einem Eimer totzuschlagen. Die "Soko Tierschutz" will am Donnerstag ebenfalls Strafanzeige erstatten.

Hühnchen lebend aus dem Abfallcontainer gerettet

 

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Offensichtlich landeten auf dem Hof regelmäßig lebende Tiere im Müll, sagte Friedrich Mülln von der "Soko Tierschutz". "Wir stellten fest, dass das Wegwerfen auf diesem Hof Methode hat." Der Umgang mit den Tieren sei unfassbar. "In diesem Ausmaß habe ich so etwas noch nie erlebt", sagte Mülln. Seit Dezember 2011 hätten die Aktivisten zwölf Hühnchen lebend aus dem Abfallcontainer gerettet. Auf dem Hof lebten etwa 80 000 Tiere.

 

Die "Soko" habe schon im Jahr 1999 über den gleichen Hähnchenmastbetrieb wegen Verstößen gegen das Tierschutzgesetz berichtet. Auch damals hätten die Tierschützer Strafanzeige gestellt und Wiesenhof habe dem Betreiber gekündigt - später die Zusammenarbeit aber wieder aufgenommen, sagte Mülln.

 

"Wir fordern daher eine harte Strafe nach dem Tierschutzgesetz und ein Tierhalteverbot." Auf schwere Verstöße gegen das Gesetz stehen bis zu drei Jahre Haft. Wiesenhof dagegen teilte mit, dass "die vielzähligen internen und externen Kontrollen" in der Vergangenheit keine behördlich festgestellten Verstöße gegen das Tierschutzgesetz ergeben hätten.

 

Nach Angaben des Landratsamtes Altötting war der Betrieb in den vergangenen sechs Jahren nicht aufgefallen. Die Behörde habe aber nun um die Filmaufnahmen gebeten und werde dann entscheiden, ob ein Verstoß gegen das Tierschutzgesetz vorliegt.

 

Kannibalismus und Selbstverstümmelung im Käfig

Wie Hühner für unsere bunten Ostereier leiden

Tierquälerei

Skandal um bemalte Ostereier

Quelle: BILD.de


23.03.2012 - 08:30 Uhr

 Von NICOLE GAST

 

 

Bunt bemalte Ostereier, die auf die Ostertage einstimmen sollen, leuchten uns seit Wochen im Supermarkt entgegen. Doch die rote, blaue, gelbe und grüne Farbe überdeckt etwas: Weil bei gefärbten Eiern keine Kennzeichnungspflicht besteht, können die Eier auch aus grausamer Käfighaltung stammen!

Vergrößern

 Auch die Tierschützer von PETA machen mit Kampagnenbildern wie diesem auf die Qualen der Hühner zur Osterzeit aufmerksam. Bartek Langer von PETA: „Jedes Jahr hält und tötet die Eierindustrie 50 Millionen Legehennen, dazu kommen weitere 50 Millionen männliche Küken, die kurz nach dem Schlüpfen vergast und/oder geschreddert werden, da sie aufgrund ihres Geschlechts unrentabel sind“

 Foto: Haike Strate/PETA

 

Kaninchenmast

Playmate-Kampagne Stoppt die grausame Kaninchenmast!

 

 

Das beweist eine aktuelle Undercover-Recherche, die die Tierschutzorganisation Vier Pfoten veröffentlicht hat. Ein Video wurde dafür in zwei deutschen Farmen mit jeweils 240 000 bis 350 000 Hühnern gedreht und dokumentiert grausame Zustände bei der Kleingruppenhaltung (Käfig-Haltung) von Legehennen. Auf den Farmen im niederbayerischen Ettlingermoos und Tabertshausen-Niederharthausen liegen tote Tiere in Müllcontainern und auf dem Boden, andere verwesen sie inmitten ihrer Artgenossen in engen Käfigen. Verhaltensstörungen wie Kannibalismus und Selbstverstümmelung sind unter den Hennen an verbreitet, sie picken sich gegenseitig die Federn aus.

 

Kein Wunder: Hühner in Kleingruppenhaltung können in den engen Käfigen nicht flattern, scharren oder im Sand baden, was zu ihren natürlichen Verhaltensweisen gehört. Jedem Huhn stehen nur 750 cm2 zu Verfügung.

 

Melitta Töller, Pressesprecherin von Vier Pfoten: „Legebatterien sind ja in Deutschland seit einigen Jahren verboten. Daraufhin hat sich die Industrie die „Kleingruppenhaltung“ ausgedacht. Dabei handelt es sich ebenfalls um Käfige, diesmal aber größere, in die bis zu 60 Hennen gepfercht werden. Für die Hennen selbst hat sich kaum etwas verbessert, sie haben gerade mal zwei Bierdeckel mehr Platz als früher in den Legebatterien (also neuerdings 1 Din A4 Blatt + 2 Bierdeckel pro Tier). Kleingruppenhaltung ist extreme Tierquälerei, deswegen gibt es aktuell auch eine politische Debatte, dass sie ab 2023 verboten werden soll – auf Initiative der Bundesländer. Ministerin Aigner hat aber leider noch nicht unterschrieben.“

 

Laut den Recherchen und Unterlagen, die der Tierschutzorganisation vorliegen, gehören die beiden Farmen zur Firma Bayern EI, die u. a. auch an bekannte Firmen liefert, z. B. „Hühnerhof Wiesengrund“ (verkauft bunt gefärbte Ostereier an Supermärkte), Verpoorten Eierlikör und EIPRO (verkauft Eier an die Nudelindustrie und Backwarenindustrie, seit 1991 auch unter der Markenbezeichnung „Wiesenhof“). Zudem beziehen auch die Supermarktketten Feneberg und V-Markt die Käfig-Eier der beiden Farmen.

 Grausame Tierhaltung

 Statement Hühnerhof Wiesengrund

 

„Hühnerhof Wiesengrund“ erklärt auf der Firmen-Homepage, Eier aus eigener Hühnerhaltung, von freilaufenden Hühnern sowie aus Boden- und Intensivhaltung zu liefern. Geschäftsleiterin Gertrud Wüst: „Wir werden von KAT geprüft, und zwar im Rahmen einer unangemeldeten, neutralen Kontrolle und entsprechenden Buchprüfungen. KAT-Legebetriebe werden innerhalb von 2 Jahren dreimal kontrolliert. Außerdem gibt es eine weitere Kontrolle einer anderen Zertifizierungsstelle, die unabhängig von den vorausgegangenen Kontrollen die Betriebe erneut überprüft (Kontrolle der Kontrolle).“

 

 Statement EIPRO

 Statement Verpoorten

 Statement V-Markt und Feneberg

 

 

Wissen die Firmen über die grausame Hühnerhaltung Bescheid?

 

Ob sie über die Zustände Bescheid wissen, ist unklar. Dass es sich dabei allerdings um Eier aus Käfighaltung bzw. Kleingruppenhaltung handelt, ist den Firmen durchaus bewusst. Lesen Sie im Kasten links die Statements der Firmen.

 

 

stern TV | Sendung vom 04.09.2013

 

Tierquälerei bei Wiesenhof-Mäster

 Lebendig in den Müll geworfen

 4. September 2013, 22:15 Uhr

 

 

 Gequälte Küken, die lebendig in die Tonne geschmissen werden. Rundherum Kadaver ihrer Artgenossen. So geschehen bei einem Zulieferer der Firma Wiesenhof. Ein Tierschützer hat die Bilder dokumentiert.

 

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© Soko Tierschutz

 

Es sind erschreckende Bilder: Hunderte toter Hühner auf einem Haufen, dazwischen sogar lebendige Tiere, die achtlos und gequält einfach in den Müll geschmissen wurden. Darunter verängstigte Küken, die um Hilfe piepsen. "Dass wir so gut wie jedes Mal, wenn wir die Mülltonne aufgemacht haben, ein lebendes Tier darin vorgefunden haben. Das ist abscheulich und selbst für die Dimension der Massentierhaltung ungewöhnlich", sagt Tierschützer Friedrich Mülln. Der Aktivist und Gründer der "Soko Tierschutz" beobachtet und dokumentiert das Treiben in Mastbetrieben bereits seit den 90er Jahren.

 

Der Hof im Landkreis Altötting, der insgesamt 80.000 Hühner fasst, ist den Tierschützern schon lange ein Dorn im Auge. 1999 dokumentierten Tierschützer ebenfalls erschreckende Szenen in diesem Stall. Wiesenhof hatte bereits damals angekündigt den Hof zu überprüfen und die Geschäftsverbindung gegebenenfalls zu beenden. Auch 2007 und 2012 war der Hof auffällig geworden, weil die Haltung der Tiere dazu führte, dass bis zu 6.000 Hühner in kürzester Zeit verendeten.

 

Seit Ende 2011 hat Mülln den Hof immer wieder mit laufender Kamera kontrolliert. In dieser Zeit hat er zwölf lebende Tiere in den Kadavertonnen aufgespürt, einige konnte er retten. Die aufgenommen Bilder zeigen Szenen, wie der Mäster ein lebendes Masthähnchen unbetäubt in eine Mülltonne wirft. Und: Wie eine Mitarbeiterin des Hofes ein flatterndes Tier mehrmals gegen einen Plastikeimer schlägt, um es zu töten. Dann schmeißt sie es zu den anderen Kadavern. Dass mit lebenden Tieren so umgegangen wird, ist auch für den erfahren Tierschützer eine neue Dimension: "Es ist gewissenlos und zeigt in einer eindrucksvollen Art und Weise, wie diese Leute ticken und dass sie an Tieren überhaupt nicht interessiert sind", sagt Mülln.

 

Das sagt das Tierschutzgesetz

 Der gesetzliche Rahmen für die Haltung und Tötung von Geflügel ist das Tierschutzgesetz. Der Paragraf 1 des Tierschutzgesetz besagt: Niemand darf einem Tier ohne vernünftigen Grund Schmerzen, Leiden oder Schäden zufügen. Nach Paragraf 17 drohen einem Halter bis zu drei Jahre Haft oder eine Geldstrafe, wenn er "einem Wirbeltier aus Rohheit erhebliche Schmerzen oder Leiden zufügt". Darüber hinaus gibt es eine Tierschutz-Nutztierhaltungsverordnung und die Tierschutz-Schlachtverordnung.

Ein Hühnerleben ist nichts wert

 

In der Mastzucht geht es jedoch nicht darum, kranke, wertlose Tiere aufzupeppeln. Binnen eines Monats sollen die Küken ihr Gewicht verdreißigfachen. Jedes Jahr werden in Deutschland 450 Millionen Hühnchen für den Verzehr geschlachtet. Über die Hälfte davon für Wiesenhof. Die Mast muss schnell und effizient sein, wenn man bedenkt, dass ein verkaufsfertiges Hühnchen kaum mehr als drei Euro kosten soll.

 

Mehr als 22 Millionen Masthühner sterben allerdings schon unter den Haltungsbedingungen – und landen in der Tonne. Der ehemalige Veterinäramtsleiter Dr. Hermann Focke ist ein Tierschützer der ersten Stunde. Er hat viele solcher Bilder gesehen, legte sich mehrfach mit der Geflügellobby an und schrieb Bücher darüber. Focke sagt: "Seit Bestehen der Menschheit hat es kein solches Ausmaß an Tierquälerei gegeben – sowohl in der Quantität wie auch in der Intensität – wie in unserer heutigen Zeit".

Tierschützer sehen Wiesenhof in der Verantwortung

 

Der bayerische Mastbetrieb bei Altöttingen ist ein Auftragsmastbetrieb von Wiesenhof – laut Mülln schon seit Jahrzehnten. Wiesenhof stehe somit in der Verantwortung. "Es steht am Ende Wiesenhof auf dem Produkt drauf, also ist auch Wiesenhof dafür verantwortlich, wenn lebende Tiere in der Mülltonne liegen. Die müssen dafür gerade stehen", fordert der Tierschutzaktivist. "Unsere Forderung an Wiesenhof: Diesen Hof rausschmeißen, die Strafverfolgungsbehörden einschalten, Druck machen und dafür sorgen, dass nie wieder ein Tier auf diesem Hof gehalten werden darf". stern TV hatte Wiesenhof im Vorfeld mit den Aufnahmen konfrontiert. In einem Schreiben an die Redaktion erklärt das Unternehmen, dass die auf dem Hof "vorgenommenen Nottötungen an selektierten, nicht lebensfähigen Tieren nicht den gesetzlichen Anforderungen entsprechen". Aus diesem Grund habe es das Vertragsverhältnis mit dem Betrieb gekündigt und Strafanzeige gestellt. Ein erster Erfolg für die Tierschützer.

 

Dass dieser Hof bei Altöttingen kein bedauerlicher Einzelfall ist, wissen Friedrich Mülln und Dr. Hermann Focke aus ihren jahrelangen Erfahrungen mit der Massentierhaltung. Bei stern TV konfrontierten sie Dr. Thomas Janning, den Geschäftsführer und Sprecher des Zentralverbands der Deutschen Geflügelwirtschaft, mit den Bildern und diskutierten mit ihm und über die tierquälerischen Auswüchse der Massentierhaltung.

 

www.augsburger-allgemeine.de...

Tierschützer: Lebende Hühner im Müll "die Regel in Mastbetrieben" - weiter lesen auf Augsburger-Allgemeine: http://www.augsburger-allgemeine.de/bayern/Tierschuetzer-Lebende-Huehner-im-Muell-die-Regel-in-Mastbetrieben-id26872846.html

 

Geflügelmast-Skandal

 Tierschützer veröffentlichen weitere Details

 

 Die Tierschutzorganisation "Soko Tierschutz" hat in München weitere Details zu den Tierquälerei-Vorwürfen gegen Geflügelmastbetriebe in Kastl (Lkr. Altötting) und Velden (Lkr. Landshut) bekannt gegeben.

Stand: 06.09.2013

 

Tierquälerei: Neuer Skandal bei Wiesenhof

 

Den Tierschützern war es nach eigenen Angaben gelungen, mehrmals auf dem betroffenen Hof heimlich Filmaufnahmen zu machen. Laut Friedrich Mülln, Vorsitzender von "Soko Tierschutz", zeigen die Aufnahmen kranke und tote Tiere im Stall, außerdem seien noch flatternde Tiere in den Müllcontainer geschleudert worden. Weitere Aufnahmen würden zeigen, wie eine Mitarbeiterin versucht, ein Tier mit einem Eimer totzuschlagen. Die "Soko Tierschutz" hat deshalb Strafanzeige gestellt, die Behörden ermitteln bereits. Der Verein fordert die Höchststrafe nach dem Tierschutzgesetz und ein Tierhalteverbot für die verantwortlichen Tierquäler.

 

 

"So einen krassen Fall habe ich in den 20 Jahren meiner Tätigkeit noch nicht erlebt."

 

Friedrich Mülln, Soko Tierschutz

Produzent Wiesenhof bestätigt Vorwürfe

 

Der Geflügelproduzent Wiesenhof hat dem Landwirt den Vetrag gekündigt und Strafanzeige gestellt.

 

"Nach Sichtung des Filmmaterials sind wir zu dem Ergebnis gekommen, dass die auf dem gezeigten Betrieb durchgeführte Art und Weise der Nottötungen an selektierten, nicht lebensfähigen Tieren, einen klaren Verstoß gegen das geltende Tierschutzrecht darstellt. Da wir keinen Verstoß gegen das Tierschutzrecht dulden, hat die PHW-Gruppe sofort nach Bekanntwerden der Vorwürfe die zuständige Behörde informiert, das Vertragsverhältnis mit dem selbständigen Landwirt gekündigt und Strafanzeige gestellt."

 

Pressemitteilung von Wiesenhof

 

 

Gerichtsprozess gegen vier mutmaßliche Schlachtfabrikblockierer / innen am 24.10.2013 in Straubing

               

 

 21.10.13

Bewegungen, Umwelt, Wirtschaft, Bayern 

 

 

SCHÜTZT DIE JUSTIZ DAS SYSTEM WIESENHOF?

 

Von Mastanlagen Widerstand

 

Am 09.März diesen Jahres wurde die zu diesem Zeitpunkt erst vor Kurzem erweiterte Wiesenhof-Schlachtfabrik durch etwa 30 Aktivist/innen für mehrere Stunden blockiert – vier Personen sollen jetzt dafür verantwortlich gemacht und am Amtsgericht Straubing verurteilt werden.

 

Neben den vier Angeklagten, sind der Prokurist des Wiesenhof-Konzerns und ein weiterer Angestellter der Firma in den Zeugenstand zur Verhandlung geladen.

 

Über ein halbes Jahr später, am Donnerstag, 24. Oktober, stehen vier Schlachtfabrikgegner/innen vor Gericht. Vorgeworfen wird ihnen, sich an Betonfässern vor der Schlachterei des Konzerns Wiesenhof nahe Straubing angekettet und damit den Betrieb aufgehalten zu haben.

 

„Hausfriedensbruch“ und „Nötigung“ heißt es nun im Strafbefehl, den die Aktivist/innen erhalten haben.

 

„Nötigung“, so eine der Angeklagten, „heißt im Gesetztestext, einen Menschen rechtswidrig mit Gewalt oder durch Drohung zu einer Handlung, Duldung oder Unterlassung zu nötigen und kann mit bis zu drei Jahren Haftstrafe verurteilt werden. Verquer finde ich aber vielmehr, wenn Menschen, die darauf aufmerksam machen, dass das massenhafte grauenvolle Mästen und  das gewaltvolle Töten so vieler Tiere an der Tagesordnung ist, mit Hilfe solcher Paragraphen verurteilt werden sollen. Menschen, die sich dieser Maschinerie und deren Gewalt in den Weg stellen!“

 

Hintergrund der im März diesen Jahres stattfindenden Blockade war unter anderem die damals kürzlich abgeschlossene Erweiterung des Wiesenhof Betriebes – 220.000 Tiere können dort jetzt täglich getötet und in kürzester Zeit „verarbeitet“ werden.

 

Damit einher geht, dass in ganz Deutschland momentan, wie auch zukünftig,

 

800 weitere Hühnermastanlagen gebaut werden und gebaut werden sollen – die wirtschaftliche Verdrängung anderer Unternehmen will Wiesenhof so auf Kosten von Menschen, Tieren und der Umwelt austragen.

 

Tiere werden in dem vom Markt gesteuerten System zu Produkten und Ware degradiert. Es wird keine Rücksicht auf das Leben von Individuen und deren Bedürfnisse genommen.

 

Einer der Kritikpunkte der Schlachtfabrikblockade ist Wiesenhofs Handeln, durch das möglichst viele Tiere innerhalb kürzester Zeit im Akkord geschlachtet werden. Im Schnitt werden so in einer Mastanlage 40.000 Hühner innerhalb von 40 Tagen unter unwürdigen Bedingungen gemästet, dann zur Schlachtfabrik transportiert, um dort für Menschen konsumierbar gemacht zu werden.

 

Ganz aktuell regt sich darüber hinaus erneut Widerstand in vielfältigen Formen gegen neu entstehende Tierfabriken auch in Bayern . So sollen in den Landkreisen Dillingen und Pfaffenhofen insgesamt drei Hühnermastanlagen erweitert bzw. neu gebaut werden. Im Landkreis Donau-Ries soll zusätzlich eine Ferkelaufzucht für den Großkonzern Straathof entstehen, gegen deren Bau sich Aktive in dem Aktionsbündnis "Stoppt den Saustall" zusammengeschlossen haben.

 

„Wie wichtig aktiver Widerstand ist, zeigten erst kürzlich unter anderem bei Report Mainz und Stern TV erschiene Berichte aus Mastanlagen“, kommentiert eine der Aktivist/innen. "Die Recherchegruppe Soko Tierschutz hätte in jüngster Vergangenheit Bilder geliefert, die die grauenvollen Lebensbedingungen von Tieren in diversen bayerischen Mastanlagen, beispielsweise  im Landkreis Landshut und Altötting, zeigen. Dabei handle es sich um erschreckende Bilder, die nahezu in jeder Tierfabrik täglich aufgenommen werden könnten. "

 

Da es sich Aktivist/innen des Bündnisses MASTANLAGEN WIDERSTAND zum Ziel gesetzt haben, Wiesenhof Mastanlagen durch vielfältigen Widerstand direkt zu verhindern, finden seither Aktionen statt, die die Thematik um industrielle Hühnermast in den Fokus der Öffentlichkeit bringen.

 

„Am 24.Oktober wird noch einmal zur Sprache kommen, was durch die Blockade der Wiesenhof Schlachtfabrik in Bogen bei Straubing schon angesprochen

 

wurde: "Die Auswirkungen industrieller Tierhaltung sind so immens, dass es nicht reicht, die Augen davor zu verschließen oder die Maschinerie zu boykottieren. Deshalb werde ich den Gerichtsprozess kommende Woche gegen die vier Angeklagten verfolgen. Ob sie durch die Justiz verurteilt werden, wird sich herausstellen – fest steht für mich aber, dass ich mich weiterhin der Tierhaltung aktiv in den Weg stellen werde!“, so ein Aktivist von MASTANLAGEN WIDERSTAND.

 

MASTANLAGEN WIDERSTAND

 

 

MASTANLAGEN WIDERSTAND ist ein im Februar 2012 gegründetes Aktionsbündnis gegen Wiesenhof und dessen Zuliefererbetriebe. Weitere Informationen finden sie zu dem Bündnis und seinen Zielen unter:

 

http://mastanlagenwiderstand.blogsport.de/projektbeschreibung/

 

 

 

Die Schlachtfabrik in Bogen spielt für den Konzern Wiesenhof eine nicht gerade unbedeutende Rolle.

 Erst kürzlich ist sie erweitert worden, hat damit die Infrastruktur für in­tensivste industrielle Tierhaltung in Süddeutschland geschaffen – und ist dabei gänzlich der allgemeinen Aufmerksamkeit der Medien entkom­men.

 Die Schlachtfabrik ist zusätzlich eines der zentralen Unternehmensge­bäude des Konzerns – in Bayern wird dort für den gesamten Geflügel­sektor getötet: Etwa 250.​000 Tiere können dort inzwischen täglich zu „Fleisch“ verarbeitet werden. 120 Mastanlagen und zusätzlich etwa 28 sogenannte „Privathof-​Betriebe“ beliefern die Schlachterei mit leben­den Tieren, um die Kapazität aufrecht zu erhalten und möglichst viel Gewinn zu erwirtschaften. Mit der Erweiterung wurden mehr als 20 neue Mastanlagen in der Umgebung gebaut. Zusätzlich müssen zur vollendeten Leistung der Fabrik mehr Mäster/innen unter Vertrag ge­nommen werden, die für Wiesenhof in neu entstehenden Mastanlagen massenhaft Hühner mästen.

 

In ganz Deutschland sollen in Zukunft über 800 Hühnermastanlagen ge­baut werden oder befinden sich bereits im Bau. Grund dafür ist auch, dass eine wirtschaftliche Verdrängung anderer Unternehmen stattfin­det und Wiesenhof seinen Status als führender Geflügelkonzern auf­recht erhalten will. Weil Tiere, Menschen und Umwelt in diesem Markt-​gesteuerten System keinen Platz haben, wird auch keine Rücksicht auf das Leben von Individuen und deren Bedürfnisse genommen.

 Das Ziel Wiesenhofs, möglichst viele Tiere innerhalb kürzester Zeit im Akkord zu schlachten, ist ein Kritikpunkt der Blockierenden. Im Schnitt werden in einer Mastanlage 40.​000 Hühner innerhalb von 40 Tagen unter unwürdigen Bedingungen gemästet, dann zur Schlachtfabrik transportiert, um dort für Menschen konsumierbar gemacht zu wer­den.

 

Gleichzeitig wird immer wieder versucht, Tierhaltung mit Tierschutz­richtlinien, Tierschutzlabeln oder professionellen Marketingstrukturen zu legitimieren und zu beschönigen. Die vielen Skandale um Wiesenhof innerhalb der letzten zwei Jahre zeigen dagegen, dass Tierquälerei an der Tagesordnung ist und Tierhaltung an sich Lebewesen zu Objekten, zu Ware, degradiert. Weitere Auswirkungen der Tierhaltung, wie Klima­wandel, Belastung der Umwelt vor Ort und die Ausbeutung der Arbeits­kräfte in Schlachtbetrieben, sind ebenso in höchstem Maße problema­tisch.

 

Die Aktivist/innen haben die Aktionsform der Blockade gewählt, um di­rekten Widerstand zu leisten. Das Vorgehen Wiesenhofs, immer neue Mastanlagen bauen zu lassen, beziehungsweise neue Zulieferbetriebe anzuwerben, wollen die Widerständigen nicht länger hinnehmen.​Das Ak­tionsbündnis MASTANLAGEN WIDERSTAND ist durch die Idee entstan­den, Mastanlagengegner/innen und Aktive gegen industrielle Tierhal­tung zu vernetzen, sich an Information und Material auszutauschen und sich im Widerstand gegen den Bau von Mastanlagen oder bereits bestehenden Tierfabriken zu unterstützen.

 

Innerhalb der letzten zwei Jahre ist es dem größten Geflügelkonzern Deutschlands trotz massiver Kritik immer wieder gelungen, sein Han­deln in gutes Licht zu rücken und sein beschädigtes Image aufzubes­sern.

 Ein Aktivist von MASTANLAGEN WIDERSTAND erklärt, warum die Blo­ckade notwendig ist: „Es reicht nicht, darüber zu diskutieren, ob es den Tieren in Hühnermastanlagen ein bisschen besser gehen soll. Jeden Tag werden mehr und mehr Hühner gequält und getötet, Mas­sentierhaltung ist und bleibt unverantwortlich!

 Der Betrieb muss gestoppt werden!“

 

Mit freundlichen Grüssen

Johann Meindorfer

2. Kreisvorsitzender