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Sorgsamer umgehen mit Boden und Natur vor der Haustür

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Exkursion des BUND Naturschutz zum Naturland-Hof Heribert Huber nach Rain-Dürnhart am letzten Montag bot Einblick in Bio- und regenerative Landwirtschaft

Gesunder Boden, gesunde Pflanze, gesunder Mensch – und wie hängt das zusammen? Das war die Frage, die Heribert Huber auf seinem Naturland-Hof in Rain-Dürnhart den rund 25 Teilnehmern einer Fahrradtour ab Straubing und aus den umliegenden Ortschaften beantwortete.

Huber nannte als Gründe fürdie Umstellung aufBio- und regenerative Landwirtschaft die immer höheren Aufwendungen von Pflanzenschutz und Dünger und die nicht mehr zeitgemässe Fruchtfolge von Kartoffeln, Weizen, Rüben und Raps, wodurch trotz Kompostdüngung immer geringere Humusgehalte entstanden seien. Dabei seien die Böden immer mehr Extremsituationen ausgesetzt wie Schädlingsdruck, Hitze oder, Starkregen; auch als Auswirkungen des Klimawandels.

Die Umstellung begründete er mit der Herausforderung, Nährstoffe im Boden ins Gleichgewicht zu bringen und Nährstoffverhältnisse zueinander jetzt mehr zu berücksichtigen. Kein Pflügen, den Unterboden lockern und mit Wurzeln stabilisieren, Böden dauerhaft und vielfältig begrünen mit ständigen Untersaaten bzw. Zwischenfrüchten, sind seine Ansatzpunkte für die Vielfalt und Ernährung des Bodens.Ebenso lebenden Bewuchs mit Milchsäurebakterien und Hefen in Flächenrotte sowie Kulturen durch stressvermeidende, vitalisierende Behandlungen mit Komposttee zur maximalen Photosyntheseleistung zu bringen.

Erfahrungen zum Vorgehen gegen den Buchsbaumzünsler wurden den Zuhörern ebenso mitgegeben wie ein kurzer Überblick über die Eigenherstellung von Komposttee und Ferment bzw. Effektiven Mikroorganismen (EM). „EM bzw. Ferment im Giesswasser erhöhen die biologische Vielfalt und erhöhen die Vitalität. Kompostteegaben auf das Blatt erhöhen die Photosyntheseleistung und stabilisieren die Pflanze und erhöhen deren Abwehrkraft,“ so Heribert Huber.

Der 2. Straubinger BN-Kreisvorsitzende Johann Meindorfer bedankte sich für die Einblicke in Hubers äusserst sorgsame Art der Biolandwirtschaft, die er mit frischem Forscher- und Pioniergeist nicht nur betreibe, sondern auch beständig daran arbeite. diese noch weiter zu optimieren.

Der BUND Naturschutz als der Nachhaltigkeitsverband in Bayern empfehle jederzeit den gezielten Kauf von Lebensmitteln, Obst und Gemüse aus biologischem Anbau. Er unterstützt den ökologischen Landbau als gesundheits-, klima- und umweltverträglichste und damit zukunftsfähigste Form der Landwirtschaft und wendet sich vehement gegen Agrarindustrie, Massentierhaltung. „Deshalb hat der BUND höchsten Respekt vor der Leistung unserer zu Natur und Tieren grundanständigen bodenständigen Biobauern und Bioverarbeiter,“ so Meindorfer.