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Aufzucht von Junghennen in Breitenweinzier

Einer weiteren Erhöhung des Tierbestands in der Intensivtierhaltung kann nicht zugestimmt werden.

Die massive Erweiterung der Junghennen/Geflügel-Intensivhaltung von 83000 auf 140000 Tieren würde eine weitere Konzentration der tierungerechten Haltung von Geflügel bedeuten, verbunden mit einer weiteren Belastung des Grundwassers und der Luftqualität.

Die Intensivhaltung von Hühnern in Hallen befriedigt nicht deren Grundbedürfnisse wie Erkunden, Suchen, Scharren sowie vielfältige Pickaktivitäten wie Ziehen, Reißen, Hacken und Bearbeiten veränderbarer Nahrungsbestandteile mit dem Schnabel und eine Umgebung mit natürlicher Frischluft und Sonnenlicht. Hinzu kommt, dass die Masthühner ausschließlich industriell aufbereitetes Kraftfutter mit hohem Energie- und Proteingehalt bekommen. Dadurch wird die Zeit für die Nahrungsaufnahme stark verkürzt, und das arteigene Bedürfnis, nach Nahrungsteilen zu suchen und diese zu bearbeiten, wird frustriert. Eine typische Ersatzhandlung ist u.a. das verstärkte Federpicken. Platzmangel und fehlende Beschäftigungsmöglichkeiten führen zu Dauerstress für die Tiere. Je höher die Bestandsdichte, desto weniger pflegen sich die Masthühner. Stattdessen kommt es durch das Leben in den eigenen Exkrementen zu hohen Ammoniakbelastungen. Bei den hohen Besatzdichten erleiden viele der Tiere durch das Liegen auf durchfeuchteter Einstreu Verätzungen.

Die Geflügel-Intensivhaltung sowohl in der vorhandenen wie auch in der geplanten Grössenordnung widerspricht, solange diese Misstände nicht vollinhaltlich abgestellt und widerlegt werden können, dem zu fordernden Leitbild einer tier-, klima-, umwelt- und tiergerechten Wirtschaftsweise, speziell in der landwirtschaftlichen Produktion.

Jegliche Erweiterung der Geflügel-Intensivhaltung ist daher abzulehnen.

Mit freundlichen Grüssen

Johann Meindorfer

Stellv. Kreisvorsitzender