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BUND zum Klimastreiktag am Freitag: Wirklich wirksamer Klimaschutz gelingt nicht ohne beherztes Energiesparen und ein drastisches Runter mit Flugreisen, Autofahrten, überzogenem Fleischkonsum und seit Jahren steigender Pro-Kopf-Wohnfläche

Klimastreik in Straubing ab 10 Uhr am Theresienplatz mit Demonstrationszug um Fünf vor Zwölf

Politik muss Privatwirtschaft und VerbraucherInnen bei klima- und umweltfreundliches Verhalten mitnehmenEnergie-, Verkehrs- und Konsumwende braucht Umsetzung des Verursacherprinzips sowie von Kostenwahrheit und -gerechtigkeit Höchst verschwenderischer Lebensstil für die Menschheit insgesamt nicht tragbar

Der BUND Naturschutz mahnt zum Klimastreiktag am Freitag zu einer radikalen Kehrtwende in der Art wie wir wirtschaften und leben. Wirklich wirksamer Klimaschutz gelinge nicht ohne beherztes Energiesparen und ein drastisches Runter mit Flugreisen Autofahrten, dem überzogenem Fleischkonsum und der seit Jahren steigenden Pro-Kopf-Wohnfläche, die zu einem höhere Energieverbrauch in Gebäuden führtAuch Wohnflächenentwicklung müsse daher Grenzen der Belastbarkeit des Naturhaushalts einhalten. Es brauche insgesamt bei allen einen auskömmlichen ökologisch-sozial verträglichen, suffizienten Lebensstil. „Wir überziehen das Ressourcen-Konto unseres Planeten „Global denken – lokal handeln“ hat immer noch Geltung,“ , so Johann Meindorfer vom BN-Landesarbeitskreis Abfall / Kreislaufwirtschaft / Ressourcenschonung: „Alles Handeln muss unter dem Primat von Klimaschutz, sozialer sowie ökologischer Nachhaltigkeit und Verteilungsgerechtigkeit stehen und ist nach der besten verfügbaren ökologischen Praxis auszurichten, im Kleinen wie im Grossen“.

„Der Staat muss uns alle zu einem klima- und umweltfreundliches Verhalten steuern, bewegen, indem sich umweltverträgliches abfall- und energiesparendes Verhalten aller rentiert und nicht das Verschwenden von Ressourcen“, so der BUND.Die Politik müsse daher eine europaweite grundlegende ökologisch nachhaltige Energie- Agrar-, Rohstoff- und Verkehrs- Wirtschafts- und Konsumwende sowie eine gerechte Anlastung der Kosten nach dem Verursacherprinzip als Bestandteil eines intelligent nach marktwirtschaftlichen Prinzipien wirksam steuernden ökologisch-sozialen Steuersystems in Angriff nehmen.Die nur schleppend vorankommende Energiewende braucht laut BUND einen kräftigen Schub, man müsse den Energieverbrauch in allen Sektoren reduzieren, dürfe man auch nicht auf Strom und Wärme beschränken. Vielmehr steckten auch in den Bereichen Landwirtschaft sowie Verkehr erhebliche Energiesparpotentiale. Der motorisierte Individualverkehr müsse reduziert werden statt ihn mit Autobahn-Ausbauvorhaben sogar noch zu fördern, wie sie der Bundesverkehrswegeplan wiederum vorsieht. Drastisch reduziert werden müsse der zunehmende Flugverkehr. Notwendig dazu sei der Abbau aller direkten und indirekten Subventionen des Flugverkehrs, sowie die deutliche Ausdehnung von Höhe und Geltungsbereich der Luftverkehrsabgaben. Dazu zitiert man die Präsidentin des Umweltbundesamtes (UBA), MariaKrautzberger, die erst vor wenigen Tagen sagte "Wenn sich im Verkehrssektor nicht bald etwas bewegt, werden wir unsere Klimaschutzziele verfehlen". Den Energiehunger unserer Gesellschaft in allen Sektoren inclusive Verkehr gelte es zu zügeln, Energiesparen in allen Bereichen sei nötig“, so der BUNDBesonders weit entfernt von einer klimafreundlichen Politik seien wir im Verkehrsbereich. Nur durch einen sofortigen Wegfall der Mehrwertsteuer auf Bahntickets und einen konsequenten, schnellen Ausbau der Schienen-Infrastruktur werde Bahnfahren zu einer attraktiven Alternative.Das Umsteigen müsse organisiert, ge- und befördert werden: Mit massiven Angebotsverbesserungen bei Bus und Bahn: durchgehender Halbstundentakt im Bahn- Regionalverkehr, wo immer ein erhebliches Fahrgastpotential dafür zu heben ist. Dasselbe, zumindest aber Stundentakt, gilt für ein Fernverkehrs-Grundangebot für alle Oberzentren. Ambitionierte Ausbaupläne und –konzepte für den Umweltverbund müssen statt des bequemen Weiter-So im Bundesverkehrswegeplan Bestandteil einer Energie- mit Mobilitätswende auf allen Ebenen sein. Dabei gelte es, die soziale und ökologische Krise zusammen zu begreifen und dagegen anzugehen, denn ökologischer Fußabdruck und Energie- und Ressourcenverbrauch unserer unhinterfragten Wirtschaftswachstums- und materiell-industriellen Wohlstands Gesellschaft haben extreme Übergrösse. Wir dürfen und können nicht weiterhin ungestraft mit übergrossen XXL-Datschern auf dem Planeten herumtrampeln. Damit sich dieses Herumtrampeln im Übermass nichtmehr rentiert, sich nicht auch noch monetär für die Trampler auszahlt, müsse die Politik eine deutlich höhere soziale und ökologische Verteilungsgerechtigkeit schaffen. Im Rahmen einer ökologisch nachhaltigen Energie-, Agrar-, Rohstoff-, Verkehrs- Wirtschafts- und Konsumwende: Damit ein Gegensteuern noch durch in Ruhe planbare steuerbare und umsetzbare Maßnahmen möglich sei, bevor eine völlig aus dem Ruder laufende Entwicklung weitaus drastischere Szenariendiktiere und Schadensbegrenzung nur noch in hektischem Aktionismus im Katastrophenmodus erlaube. Dazu brauche es ein intelligent nach marktwirtschaftlichen Prinzipien steuerndes ökologisch-soziales Steuersystem, das Leistung belohnt, aber auf gerechte Verhältnismässigkeit der Einkommensverteilung achtet. Das den "Faktor" menschliche Arbeit grundsätzlich entlastet undden Energie- und Ressourcenverbrauch verteuert, d.h. mindestens mit all seinen externen Sozial- und Umweltfolgekosten belastet. Planbar und berechenbar für alle „Wirtschaftssubjekte“. „Alles Handeln muss unter dem Primat von Klimaschutz, sozialer sowie ökologischer Nachhaltigkeit und Verteilungsgerechtigkeit stehen und ist nach der besten verfügbaren ökologischen Praxis auszurichten, im Kleinen wie im Grossen“ so Meindorfer.Generell ist auf den Vorrang von Energiesparen und höherer Energieeffizienz zu pochen, auf weniger Energieverbrauch. Der im Endeffekt von unserem Konsumverhalten einschliesslich Mobilitäts-, Sport- und Freizeitverhalten abhängt. Es verbiete sich jegliches Handeln, das der dringend gebotenen ökologischen Nachhaltigkeit entgegenwirkt, sie konterkariert oder auch nur ihrErreichen gefährdet. Diesem Ziel zuwiderlaufende Strukturen und Regelungen sowohl des Steuer- wie auch des Ordnungsrechts sind grundlegend auf diese Zielrichtung umzupolen, damit ökologisch verträgliches Handeln gefördert wird und schädliches unterbleibt. Allein mit wie auch noch so guten Beschlüssen der Weltklimakonferenz würden die CO2-Emissionen nicht in nötigem Umfang sinken. Auch mit dem Abschalten oder Stilllegen von Kraftwerken, betrieben mit welchem Energieträger auch immer, sei noch keine Energiewende geschafft. Politische, staatliche, behördliche und kirchliche Mandats- und Amtsträger auf allen Ebenen stünden hier in der Verantwortung desTätigwerdens. Und in Erfüllung ihrer Vorbildfunktion seien zuvorderst der Staat und die gesamte öffentliche Hand von der Bundeswehr über die Staatlichen Bauämter bis zu Landkreisen, Städten und Kommunen gefordert einem umweltfreundlichen und fairen Beschaffungswesen, aber auch Kirchengemeinden und Pfarreien. Alles Handeln müsse nach der besten verfügbaren ökologischen Praxis erfolgen. Wenn viele Gemeinden bei ihren Entscheidungen in der Bauleitplanung stringente Vorgaben zum flächen- und energiesparenden Bauen vermissen lassen, sei das Erreichen der Biodiversitätsstrategie- und Klimaschutzzieleunmöglich.Es gelte für alle Wirtschaftssektoren, vom Baubereich über Landwirtschaft und die gesamte Energieversorgung, dass sich ein ressourcen- und energiesparendes klima- und umweltfreundliches Verhalten durch den Marktmechanismus einstellen sollte. Bei Energieerzeugung und Energieversorgung würden sich damit die effizientesten Erzeugungs- und Versorgungsformen durchsetzen.