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Baumpflanzaktionen, Ausloben und Vergabe von Klimaschutzpreisen können kein vorbildhaftes Handeln im eigenen Wirkungskreis ersetzen

„Die Veränderungen des Weltklimas verpflichten Gesellschaft & Politik zum Handeln. Keiner kann sich dieser schwerwiegenden Problematik entziehen. Vielmehr gilt der Auftrag jedem einzelnen Bürger und jeder einzelnen Bürgerin, neues Bewusstsein zum Wohle von Natur und Umwelt zu bilden, die Lebensprozesse zu überdenken und klima- und umweltschonendes Verhalten in allen Lebens- und Arbeitsbereichen umzusetzen. Nur nachhaltige Neuorientierungen und neue Ansätze des Handelns und Wirkens eröffnen der Bevölkerung die Chance, der bitteren Realität der Erderwärmung und deren drastischen Folgewirkungen entgegenzutreten“. 

Dieser Text zur Auslobung zu einem Klimaschutz-Wettbewerb von Landkreis Straubing-Bogen, Sparkasse Niederbayern-Mitte und Stadt Straubing ist richtig.

Die Sparkassen als Mit-Auslobende jedoch hätten viel mehr in ihrem eigenen Wirkungskreis vorbildhaft-umweltverträglichen Beschaffungspraxis für wirklich wirksamen Klimaschutz tun müssen.

Etwa in Sachen Papiereinsatz:

Solange Papier-Grossverbraucher wie Banken und Sparkassen sogar die einfachsten Handlungsmöglichkeiten zum höchstmöglichen Ausschöpfen von ganz offenkundig brachliegenden Energieeinsparungspotentiale verweigern, bleiben Baumpflanzaktionen und Vergabe von Klimaschutzpreisen grüne Marketing-Mäntelchen.

Ein herausragendes, geradezu gigantisches Energiesparpotential stellt bei allen Papier-Grossverbrauchern der umfassende Einsatz von Recyclingpapier aus 100% Altpapier anstelle von umweltbelastenden Frischfaserpapieren dar. Die oft auf Kosten von Natur- und Regenwäldern produziert werden. Walderhaltung statt marketinggetriebenem Baumpflanzaktionismus und Vergabe von Klimaschutzpreisen ist da zuerst gefragt.

Denn für umweltverträgliches Recyclingpapier werden rund 60 % weniger an Energie und Frischwasser benötigt als für die umweltbelastenden Frischfaserpapiere.  Die umfassende Verwendung von Recyclingpapier müsste längst ein Selbstläufer sein.

Baumpflanzaktionen, Ausloben und Vergabe von Klimaschutzpreisen können kein vorbildhaftes Handeln, im Beschaffungs- und Auftragswesen und bei Bauvorhaben und Vergabe von Dienstleistungen im eigenen Wirkungskreis ersetzen.

Bei der Stadt Straubing etwa in Sachen Straubinger Eisstadion: Der Gehölzbestand könnte bei flächenressourcen- und naturhaushaltsschonendem sowie klimaresilientem und nachhaltigem Bauen erhalten und die östlichen Anbauten um zwei bis drei Obergeschosse aufgestockt und Räumlichkeiten umgruppiert werden, um den Raumbedarf obergeschossig abdecken zu können.

Beim Landkreis Straubing-Bogen in Sachen einer durchgängig ökologisch nachhaltigen, fairen und an höchsten Tierschutzstandards ausgerichteten Beschaffungspraxis in allen Landkreiseinrichtungen. Mit umfassend gesunden qualitätsvollen tierqual-, antibiotika- gift- und gentechnikfreien Lebensmitteln und Getränken aus kontrolliert biologischer Erzeugung in der Gemeinschaftsverpflegung.

Und und und… Gemeinsam gegen den Klimawandel im eigenen Wirkungskreis!!!